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Blütenpracht das ganze Jahr: Winterharte Sträucher sorgen für idealen Sichtschutz

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Von wegen trist: Dank winterharter Sträucher können Sie sich auch während der dunklen Monate an üppigem Blätterschmuck im Garten erfreuen.

Der Winter ist oft grau und trüb. Glücklicherweise gibt es viele Sträucher, die den Garten weniger kahl aussehen lassen. Wer ein bisschen Farbe in die dunkle Jahreszeit bringen will, hat zahlreiche Möglichkeiten. Mit dem richtigen Gewächs sorgen Sie außerdem für einen nützlichen Sichtschutz, der die Blicke von neugierigen Nachbarn abwehrt.

Was bedeutet winterhart?

Winterharte Pflanzen sind in der Lage, niedrige Temperaturen und winterliche Bedingungen wie Schnee und Frost zu überstehen, ohne dabei Schaden zu nehmen. Auch Temperaturen unter dem Gefrierpunkt stellen kein Problem dar. Unterschieden wird zwischen leicht winterharten und stark winterharten Pflanzen. Erstere können leichten Frost aushalten, während letztere deutlich längere Frostperioden und extrem niedrige Temperaturen überstehen.

Vorsicht: Der Begriff „winterhart“ bedeutet nicht dasselbe wie „winterfest“. Winterharte Gewächse brauchen keine zusätzliche Pflege, um den Winter zu überstehen. Winterfeste Pflanzen dagegen sind auf Schutzmaßnahmen wie Abdeckungen oder Mulchschichten angewiesen.

Die Bezeichnung „immergrün“ sorgt ebenfalls oft für Verwirrung. Damit wird die Fähigkeit einer Pflanze bezeichnet, das ganze Jahr über ihre Blätter zu behalten. Laut dem Gartenbetrieb „Garten Bronder“ sind immergrüne Pflanzen gleichzeitig winterhart. Andersrum sind winterharte Pflanzen nicht automatisch immergrün.

Welche winterharten Sträucher gibt es?

Auch im Winter haben Hobby-Gärtner die Qual der Wahl. Die folgenden Sträucher wachsen bis zu zwei Meter hoch und schützen Ihr Grundstück vor neugierigen Blicken.

1. Duftende Schattenblume

Immergrün und duftend: Es gibt viele gute Gründe, diesen pflegeleichten Strauch im Garten anzupflanzen. Ursprünglich kommt die Schattenblume aus Südostasien. Die Hauptblütezeit ist zwischen Januar und März. Doch schon im Spätherbst können sich die ersten Blüten des exotischen Gewächses zeigen.

Duftende Schattenblume
Winterharte Sträucher wie die Duftende Schattenblume bringen Farbe in den winterlichen Garten. © IMAGO/ Liz Cole

2. Flieder

Der Flieder ist ein harter Geselle: Selbst Temperaturen bis zu minus 35 Grad machen ihm nichts aus. Außerdem ist er sehr pflegeleicht und resistent gegenüber Krankheiten. Das „Plantura Magazin“ empfiehlt, die Pflanze nicht im Topf zu überwintern, da dieser durchfrieren kann. Wer den Flieder trotzdem nicht in die Erde umpflanzen will oder kann, sollte den Topf an einen frostfreien Ort wie z.B. den Keller stellen. Die üppige Blütenpracht des Gehölzes gibt es ab Frühling zu bewundern.

3. Schöne Leycesterie

Dieses Gewächswird auch als „Karamellstrauch“ bezeichnet. Dafür sind die schwarzvioletten Beeren verantwortlich, die getrocknet tatsächlich nach Karamell schmecken. Sehr hübsch anzusehen sind die dunkelroten Blüten, die ihre Farbe bis zur Fruchtreife behalten. Laut dem Pflanzenversand „lubera.com“ trotzen die Wurzeln der Leycesterie Temperaturen bis minus 15 Grad. Empfindlicher sind dagegen die oberirdischen Bestandteile der Pflanze.

4. Liguster

Der Liguster ist eine beliebte Wahl, um den Garten im Winter aufzuhübschen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Das Gehölz ist pflegeleicht, sorgt für einen dichten Sichtschutz und hält auch widrigen Wetterbedingungen stand. Außerdem bietet die Heckenpflanze Vögeln einen geschützten Platz zum Nisten. Insgesamt gibt es rund vierzig bis fünfzig verschiedene Liguster-Arten. Einzig der Chinesische Liguster ist nicht winterhart.

5. Schmuckmahonie

Der Name sagt es schon: Dieses Pflanze schmückt jeden Garten mit ihren zarten gelben Blüten und bläulichen Beeren. Die Schmuckmahonie ist sehr winterhart (bis minus 28 Grad) und fühlt sich an einem halbschattigen bis schattigen Standort am wohlsten. Der süßliche Duft der Blüten lockt ab Februar früh fliegende Hummeln an.

6. Japanische Zierquitte

Die winterharte Japanische Zierquitte ist nicht nur schön anzuschauen, sondern bringt im Herbst auch noch essbare Früchte hervor, die einen aromatischen Duft verströmen. Von der Form her erinnern die goldgelben Früchte an Äpfeln oder Birnen, jedoch erreichen sie nur eine Größe von vier bis fünf Zentimetern. Da sie roh sehr hart sind, sollten sie gekocht werden.

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7. Chinesische Winterblüte

Schon im Dezember zeigen sich die ersten Blüten dieses Zierstrauchs. Trotz der niedrigen Temperaturen wird die Chinesische Winterblüte von Insekten bestäubt. Die sternförmigen Blüten locken mit ihrem Vanille-Duft Bienen, Hummeln, Käfer und Co. an. Am besten gedeiht das Gehölz an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Hobby-Gärtner sollten sich allerdings darüber bewusst sein, dass es fünf bis acht Jahre dauert, bis der Strauch zum ersten Mal blüht. 

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