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Storchschnabel pflanzen: Deswegen gibt es für jede Lage die richtige Staude

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen ist ein buschig wachsender Strauch Storchschnabelpflanzen. Die zahlreichen Blüten erstrahlen violett (Symbolbild).
Mit dem Storchschnabel setzen Gartenfreunde bunte Akzente (Symbolbild). © IMAGO / McPHOTO

Storchschnabel gibt es in verschiedenen Sorten. Für jede Ecke und jeden Platz im Garten gibt es dabei die passende Wahl. Auch in schattigen Lagen wächst die Staude gut.

Schwerin – Die Palette des Storchschnabels scheint unendlich zu sein. Mit mehreren Hundert Arten gibt es ihn in unterschiedlichsten Größen, Farben und Formen. Gartenfreunde sollten den März nutzen und sich die prachtvolle Staude ins Beet oder unter Laubbäume setzen. Denn es gibt Sorten für schattige wie auch für sonnige Plätze im Garten.

Storchschnabel pflanzen: Das braucht der pflegeleichte Frühblüher in Ihrem Beet

Der Storchschnabel gehört zur Familie der Storchschnabelgewächse. Sein botanischer Name lautet Geranium, weswegen es schnell zur Verwechslung mit den umgangssprachlich als Geranien bezeichneten Blumen kommen kann. Deren botanischer Name lautet jedoch Pelargonien und das Einzige, was sie mit dem Storchschnabel gemeinsam haben, ist die Familie.

Die winterharte Staude ist auf der ganzen Welt verteilt, ein eigentliches Ursprungsland gibt es also nicht. Dass der Storchschnabel bei Gartenfreunden so beliebt ist, ist nicht verwunderlich, denn nicht nur seine Blüten bezaubern in den Frühjahrs- und Sommermonaten, sondern auch seine Blätter. Einige Sorten sind immergrün, sodass der Garten auch im Winter nie ganz ergraut. Blüten können von Blau über Rot bis Rosa, Gelb und Weiß jede Färbung haben. Die Blütezeit liegt meist zwischen März und August, bei einigen Sorten sogar noch etwas länger in den Herbst hinein.

Storchschnabel pflanzen: Die richtige Sorte muss es sein

Bevor Gärtnerinnen und Gärtner mit der Pflanzung beginnen, müssen sie sich für die passende Sorte entscheiden. Je nach Lage im Garten, muss der Pflanzenfan weise wählen. Laut dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) passen folgende Storchschnabel-Sorten am besten:

Stehen die richtigen Sorten an den richtigen Stellen im Garten, dann sind die Pflanzen selten anfällig für Schädlinge oder Krankheiten. Schnecken mögen den Storchschnabel überhaupt nicht, weswegen die Blume auch eine gute Alternative bei der Schneckenabwehr ist. In den meisten Fällen vermehrt sich der Storchschnabel über Selbstaussaat, weswegen Gärtnerinnen und Gärtner mit weniger Platz die verblühten Blüten immer einsammeln sollten. Neben der Selbstaussaat können Pflanzenfans den Storchschnabel auch über Teilung der Wurzeln vermehren.

Die verschiedenen Sorten erreichen eine Höhe zwischen 20 und 100 Zentimetern, sodass kleine Sorten auch gut als Unterpflanzung von Laubbäumen dienen können. Als Bodendecker eignen sich beispielsweise die Sorten Balkan-Storchschnabel und Knotiger Storchschnabel. Bodendecker sehen nicht nur schön aus, sondern halten auch unerwünschtes Unkraut fern*. Der Storchschnabel kommt sehr gut in Steingärten zum Einsatz, sieht aber auch als Solitärstaude oder Füllpflanze beispielsweise bei der Grabbepflanzung gut aus. Nur als Kübelpflanze ist sie in der Regel weniger geeignet.

Zu sehen sind einige blühende, pinkfarbene Blüten des Balkan-Storchschnabels in Nahaufnahme (Symbolbild).
Der Balkan-Storchschnabel eignet sich sehr gut als schnell wachsender Bodendecker (Symbolbild): © IMAGO / Manfred Ruckszio

Storchschnabel pflanzen: So setzen Sie die Staude ins Beet

Eine Pflanzung im Frühjahr ist problemlos möglich. Wer im Frühjahr allerdings bereits blühenden Storchenschnabel im Beet haben möchte, sollte sich auf eine Pflanzung im Herbst konzentrieren. Für einen Quadratmeter Boden kaufen Gartenfreunde am besten zehn Storschnabelpflanzen und setzen sie etwas tiefer als ihr Wurzelballen in die Erde. Wer im Frühjahr einpflanzt, muss die jungen Storchschnäbel noch regelmäßig gießen. Eine Düngerzugabe mit beispielsweise Kompost gibt es Pflanzen genügend Kraft zum Anwurzeln. Einige Sorten sind nicht winterhart und sollten daher im Herbst bis kurz vor dem Boden zurückgeschnitten werden.

Storchschnabel pflanzen: Eine stinkende Besonderheit

Der Storchschnabel hat seinen Namen übrigens seinen kleinen, an Storchschnäbel erinnernde Fruchtknoten zu verdanken. Eine besondere Sorte ist laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) übrigens der Stinkende Storchschnabel oder auch Ruprechtskraut genannt. Die in der Pflanze enthaltenen ätherischen Öle sind die Ursache für den Gestank der sonst so hübsch aussehenden, rosafarbenen Blüten.

Der heilige Ruprecht, damals Bischof von Salzburg, soll die Pflanze als Heilmittel eingesetzt haben, weswegen sie bald seinen Namen trug. Als Tee aufgebrüht hilft der Stinkende Storchschnabel beispielsweise gegen Entzündungen im Rachenbereich, Fieber, Zahnschmerzen und Gicht. Der Stinkende Storchschnabel wächst am liebten an schattigen, nährstoffreichen Orten. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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