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Spinnmilben: So sehen die Schädlinge aus und so werden sie bekämpft

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Von: Franziska Irrgeher

Spinnmilben sind der Alptraum vieler Pflanzenbesitzer, denn sie verbreiten sich rasant und sind hartnäckig. Einige Bekämpfungsmethoden helfen aber dennoch.

München – Besonders in der Winterzeit ist es in unseren Wohnungen warm und trocken. Was Menschen freut, finden manche Schädlinge auch toll. Darunter die Spinnmilbe. Der winzige Schädling wird meist erst bemerkt, wenn der Befall schon ausgeprägt ist. Die Bekämpfung kann dann aufwendig und zeitintensiv sein.

Spinnmilben: So sehen die Schädlinge aus und diese Bekämpfungsmöglichkeiten gibt es

Haben Sie kleine Spinnweben mit winzigen weißen Pünktchen an Ihren Pflanzen entdeckt? Oder gar lebende Milben herumkrabbeln sehen? Sind die Blätter eingetrocknet oder weisen gelbe Punkte auf? Dann könnte es sich um Spinnmilben handeln. Vor allem bei trockener Heizungsluft fühlen sie sich auch in Wohnungen wohl, meist schleppt man sie mit befallenen Pflanzen versehentlich ein. Einmal angekommen, vernichten Spinnmilben in kurzer Zeit massenweise Pflanzen.

Während Trauermücken, Thripse, Springschwänze, Blattläuse und andere Schädlinge an Zimmerpflanzen schon nervig und hartnäckig sein können, übertrifft die Spinnmilbe sie fast alle. Denn das Tückische an den Tieren ist ihre Größe. Spinnmilben (Tetranychidae) sind, wie der Name und das Aussehen vermuten lassen, Spinnentiere. Spinnmilben können zwischen knapp 0,2 und etwa 0,8 Millimeter groß sein. Mit bloßem Auge sind die Tiere kaum zu erkennen, mit einer Lupe aber meist gut zu identifizieren. Spinnmilben stechen Pflanzen an und saugen diese dann aus. Meist halten sie sich an der Blattunterseite auf, können aber gelegentlich auch oben an Blättern gesehen werden. Abhängig von befallener Pflanze, Jahreszeit und Art der Milbe, haben die Tiere verschiedene Farben.

Bei guten, trocken-warmen Bedingungen legen die Weibchen bis zu 100 Eier an die Blattunterseite, aus denen schon nach drei Tagen Jungtiere schlüpfen können. Schon nach 15 Tagen können diese sich dann ebenfalls vermehren. Da Spinnmilben im Anfangsstadium nur schwer auszumachen sind, kann also bereits ein massiver Befall aller Pflanzen vorliegen, wenn Pflanzenfans es bemerken. Aufgrund des schnellen Reproduktionszyklus werden die Milben auch schnell gegen gängige Pestizide resistent.

Spinnmilben: Dieses Schadbild deute auf einen Befall hin

Spinnmilben von Pflegefehlern oder anderen Schädlingen zu unterschieden, solange keine Tiere gefunden werden, kann schwer sein. Typische Symptome der Pflanzen sind beispielsweise gelbe Punkte auf der Blattoberseite, im weiteren Verlauf trocknet das Blatt komplett ein und stirbt ab. Deutlichstes Anzeichen sind die Tiere, ihre Eier und Spinnweben. Die feinen Gespinste sieht man mit bloßem Auge zwischen den Blattachsen, die Eier sind an den Unterseiten der Blätter zu erkennen. Vor allem bei Pflanzen mit roter Blattunterseite erkennen Sie einen Befall so gut. Sie können ein Blatt auch über einem hellen Stück Papier schütteln, einige Milben sollten herunterfallen.

Besprühen Sie Pflanzen, bei denen Sie einen Befall vermuten abends mit Wasser. Die Wassertropfen verfangen sich in den feinen Gespinsten und diese sind mit bloßem Auge bei Kunstlicht dann gut zu erkennen, auch wenn das tagsüber nicht der Fall sein sollte. Zudem mögen Spinnmilben keine zu hohe Feuchtigkeit.

Spinnmilben: Diese Bekämpfungsmöglichkeiten gibt es

Sind die Schädlinge identifiziert, geht es an die Bekämpfung. Und das möglichst schnell, bevor noch mehr Tiere schlüpfen. Nicht alle Methoden eignen sich für Zimmerpflanzen, aber auch im Freien können Probleme auftreten.

Diese Bekämpfungsmöglichkeiten von Spinnmilben sind empfehlenswert:

Vorbeugend hilft regelmäßige Kontrolle, etwa ein Mal wöchentlich. Sehen Sie sich die Blattunterseiten und Verästelungen genau an und gehen Sie beim geringsten Anzeichen gegen die Spinnmilben vor. Hohe Luftfeuchtigkeit kann auch helfen, regelmäßiges Besprühen der Pflanzen schafft für Spinnmilben ungünstige Bedingungen. Beim Einsatz von Insektiziden und Hausmitteln wie Öl sollten Sie die Abendstunden abwarten. Bei Sonneneinstrahlung und Tageslicht aufgebracht, können die Mittel Verbrennungen verursachen.

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