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Sonnenfinsternis im Oktober: Wann und wo ist das Himmelsspektakel zu sehen?

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Von: Martina Lippl

Eine partielle Sonnenfinsternis ist am 25. Oktober 2022 in Deutschland zu sehen. Mitten am Tag schiebt sich der Mond zwischen Erde und Sonne.

Es ist immer wieder faszinierend, wenn sich die Sonne am Tag verdunkelt. Jetzt ist es wieder so weit: Eine Sonnenfinsternis ist am 25. Oktober (Dienstag) in Deutschland zu sehen – allerdings nur eine partielle Sonnenfinsternis. Der Mond schiebt sich zwischen Erde und Sonne und verdeckt maximal 30 Prozent der Sonne, berichtet Merkur.de.

Sonnenfinsternis am 25. Oktober: Wo ist das Himmelsspektakel in Deutschland zu sehen?

Das Spektakel findet am Mittagshimmel statt und soll zwei Stunden dauern. Das teilt die Vereinigung der Sternfreunde mit. Die partielle Sonnenfinsternis ist in ganz Mitteleuropa zu sehen, natürlich nur, wenn das Wetter mitspielt. Der Höhepunkt der partiellen Sonnenfinsternis im Oktober 2022 findet demnach zwischen kurz nach zwölf Uhr und 12.30 Uhr statt – im Westen früher als im Osten.

Ein junger Mann beobachtet die Sonnenfinsternis (Archivfoto).
Ein junger Mann beobachtet die Sonnenfinsternis. (Symbolfoto)  © imago
Partielle Sonnenfinsternis25. Oktober 2022
Dauer der partiellen Sonnenfinsternis2 Stunden
Beginn der partiellen Sonnenfinsternis11.07 Uhr in Kiel, Berlin 11.10 Uhr, München 11.14 Uhr
Höhepunkt der partiellen Sonnenfinsterniskurz nach 12 Uhr und 12.30 Uhr
Maximale Bedeckung der Sonnezwischen 20 und 30 Prozent

Je nach Standort bedeckt der Mond zwischen rund 20 und mehr als 30 Prozent die Sonne, erklären die Sternfreunde. Im Nordosten Deutschlands ist die Sichtbarkeit der partiellen Sonnenfinsternis 2022 am besten. Auf der Insel Rügen verdunkelt sich die Sonne um mehr als 35 Prozent. Aber auch im Rest des Landes lässt sich das Himmelsereignis beobachten. Im Südwesten Deutschlands ist die partielle Sonnenfinsternis allerdings weniger ausgeprägt.

„So kann jeder in der Mittagspause einen Blick zur Sonne werfen und die Finsternis bestaunen“, heißt es auf der Webseite der Sternfreunde. In Kiel beginnt der Mond, sich um 11.07 Uhr vor die Sonne zu schieben, in Berlin ebenso wie in Köln um etwa 11.10 Uhr, in München beginnt das Spektakel kurz nach 11.14 Uhr. Rund eine Stunde später ist das Maximum der Abdeckung erreicht, das von Nordosten nach Südwesten abnimmt.

Sonnenfinsternis: Wird man blind, wenn man in die Sonne schaut?

Besonders wichtig: eine Sonnenfinsternis-Brille! Egal, von welchem Standort man in den Himmel guckt, um die Sonne zu beobachten. Sonnenstrahlen können bleibende Augenschäden verursachen. Sonnenlicht enthält Ultraviolett-Strahlen (UV-Strahlen). Wer direkt in die Sonne schaut, kann seine Netzhaut verbrennen. Die Schäden können zu einem Verlust der Sehschärfe oder im Extremfall sogar zur Erblindung führen.

Besonders tückisch: Auf der Netzhaut gibt es keine Schmerz-Rezeptoren. Es gibt kein Warnsignal, darauf weist auch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ausdrücklich hin. Auch der Hornhaut drohen Verletzungen. Verbrennungen durch das Sonnenlicht machen sich erst nach Stunden bemerkbar.

Besonders gefährlich: Wer die Sonne direkt durch ein Fernglas, Kameras oder ein Teleskop anschaut, kann in Sekunden dauerhafte Augenschäden davontragen. Denn die Sonnenstrahlen werden im Brennglas gebündelt. Im Fachhandel würden spezielle Filteraufsätze und Folien angeboten. Sonnen- oder Schweißerbrillen, CDs oder rußgeschwärzte Gläser seien auch ungeeignet und gefährlich.

Sonnenfinsternis-Brillen: Kratzer und Löcher sind tabu

Sonnenfinsternis-Brillen gekennzeichnet mit dem CE-Symbol gelten gemäß den gültigen EU-Normen als sicher. Sie dürfen keine Kratzer oder Löcher haben und sollten möglichst nah am Gesicht anliegen. Die Brillen sollten höchstens 0,001 Prozent des Sonnenlichts durchlassen, betont das BfS. Als besonders sichere Methode zur Beobachtung der Sonnenfinsternis empfiehlt die oberste Strahlenschutzbehörde die sogenannte Camera obscura. Sie lasse sich leicht selbst bauen und ist auch für Kinder geeignet.

Warum ist eine Sonnenfinsternis so selten?

Eine Sonnenfinsternis kann nur bei Neumond eintreten, wenn der Mond genau zwischen Sonne und Erde steht. Durch die Neigung der Mondbahn zieht er aber meist ober- oder unterhalb der Sonne vorbei. Maximal gibt es zwei bis vier Sonnenfinsternisse pro Jahr irgendwo auf der Erde.

Quelle: sternfreunde.de

In Sachen Astronomie ist dieses Jahr noch einiges geboten. Mit etwas Glück sind im November Sternschnuppen am Nachthimmel zu sehen – der Meteorstrom der Leoniden. Eine Sonnenfinsternis in Deutschland wird Ende März 2025 zu beobachten sein.

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