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Seltene Obstbäume: Diese besonderen Früchte dürfen in keinem Garten fehlen

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Von: Mattias Nemeth

Jetzt im Winter ist die beste Gelegenheit, um Obstbäume und -Sträucher für das nächste Jahr zu planen. Probieren Sie doch mal etwas ausgefallenere Früchte aus.

München – Ein Garten ist besonders wertvoll, wenn er der Natur Platz bietet und einen Teil zur Erhaltung der Biodiversität beiträgt. Es gibt so viele tolle neue oder auch alte, fast in Vergessenheit geratene Obstsorten. Beschäftigt man sich als Hobbygärtner damit etwas länger, dann ist es egal, wie groß der Garten ist, man kommt unweigerlich zum Schluss, dass er viel zu klein ist. Es gibt einfach viel zu viele tolle Früchte, die man ausprobieren will und auch sollte.

Seltene Obstbäume: Diese ungewöhnlichen Früchte können Sie jetzt pflanzen

Noch nie konnten Gärtner aus einem so vielfältigen Angebot an Obstsorten wählen. Das hat zum einen mit der Fülle an alten Sorten zu tun, aber auch mit dem Fleiß der Züchter, wie kraut&rüben berichtet. Allein schon die Vielfalt, die unsere beliebtesten Beeren für uns bereithalten, ist riesig, denn es gibt zahlreiche Varianten. So gibt es beispielsweise allein die Johannisbeere in folgenden Farben:

Rosa Johannisbeeren am Strauch. (Symbolbild)
Die Sorte Rosa Sport ist ein gutes Besipiel für Rosa Johannisbeeren. (Symbolbild) © Hans-Roland Mueller/Imago

Ähnlich vielfältig ist auch die Sorten-Auswahl bei den Himbeersträuchern.

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Seltene Obstbäume: Kiwi, Goji-Beere und Honigbeere

Aufgeschnittene rote Kiwibeeren. (Symbolbild)
Die roten Kiwibeeren sind eine optische Besonderheit und sehr lecker. (Symbolbild) © Shotshop/Imago

Hierzulande wachsen auch wunderbar Kiwis. Meist sind das Mini-Kiwis, auch Kiwi-Beeren genannt, darunter fallen zum Beispiel die Bayern-Kiwi. Aber es gibt davon auch rote Varianten, wie die roten Potsdamer oder auch Kens Red. Es gibt sogar eine gelbe Sorte. Der sogenannte Silberwein ist eine etwas herbere Kiwibeeren-Sorte, die als sehr gesund gilt.

Einige Früchte des Gemeinen Bocksdorn Amber Sweet, einer gelbe Gojibeere-Sorte an einem Zweig. (Symbolbild)
Die gelbe Goji-Beere ist bisher noch recht unbekannt. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago

Eine ebenfalls sehr gesunde Beere ist die Goji-Beere, diese steht aufgrund ihrer vielen wertvollen Nährstoffen bereits in vielen Gärten. Aber wussten Sie, dass auch von diesem Superfood eine gelbe Sorte existiert? Amber Sweet heißt das gelbe Superfood.

Die blaue Honigbeere an einem Ast. (Symbolbild)
Die Honigbeere oder auch sibirische Blaubeere ist eine gute Alternative zu Heidelbeeren. (Symbolbild) © H.-R. Mueller/Imago

Wenn Sie gerne Heidelbeeren essen, dann ist bestimmt auch die Mai- oder auch Honigbeere etwas für Sie. Diese eher unbekannte Beere ist eine sehr gute Alternative zur Kulturheidelbeere und ist extrem winterfest. Sie kann auf normalem Gartenboden angebaut werden.

Seltene Obstbäume: Kirsche, Felsenbirne und Quittenbirne

Kornelkirschen an einem Zweig mit reifen Früchten (Symbolbild)
Die Kornelkirsche ist eine wahre Berreicherung für einen Obstgarten. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago

Die Kornelkirsche ist ein Wildgehölz, das nicht mit der Kirsche verwandt ist, sondern zu den Hartriegelgewächsen zählt. Früher gehörte sie zu den wichtigsten Obstgewächsen, dann geriet sie in Vergessenheit. Auch die Kornelkirsche gibt es in Rot und Gelb.

Reife Früchte der Gewöhnlichen Felsenbirne an einem Ast
Die Felsenbirne hat optisch keine Ähnlichkeit mit der Birne mit Ausnahme der Blüten. (Symbolbild) © Helmut Meyer zur Capellen/Imago

Eine weitere wertvolle und vielerorts vergessene Wildobstsorte ist die Felsenbirne. Diese bildet kleine, runde Früchte aus, deren Geschmack an Marzipan erinnert. Dabei enthalten die Früchte sehr viele wertvolle Vitamine, aber wegen der Kerne sollten Sie nicht zu viele auf einmal essen.

Ein aufgeschnittener Blutapfel mit roten Fruchtfleisch. (Symbolbild)
Ein Blutapfel hat rotes Fruchfleisch, es gibt Sorten, bei denen ist das gesamte Fruchtfleisch durchgehend rot. (Symbolbild) © imagebroker/schreiter/Imago

Mit echten Birnen ist die Felsenbirne übrigens nicht verwandt. Ganz im Gegensatz zu den leckeren Blutbirnensorten. Diese haben ein blutrotes Fruchtfleisch und sind genauso köstlich wie herkömmliche Birnen. Es gibt übrigens auch mehrere Blutapfelsorten mit der gleichen Rotfärbung.

Vielleicht sind diese beiden Sorten umso interessanter, wenn Sie die letzte besondere Obstsorte kennen. Die Quittenbirne Pyronia hat nämlich eine ganz außergewöhnliche Eigenschaft. Dadurch, dass die Frucht eine Kreuzung aus Birne und Quitte ist, lassen sich auf ihr gleich fünf Obstsorten veredeln: Apfel, Birne, Quitten, Mispeln und die japanische Quitte. Somit die perfekte Grundlage für viele besondere Obstsorten an einem Baum und eine gute Lösung, um die Artenvielfalt von Obst auch im kleinen Garten zu erhalten. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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