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Seidelbast im Garten: So pflanzen und pflegen Sie den hübschen Strauch

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Von: Franziska Irrgeher

Seidelbast ist eine überaus hübsche Zierpflanze für den Garten. Bei richtiger Pflege und passendem Standort belohnt er mit üppigen Blüten.

München – Seidelbast ist eine überaus hübsche Pflanze, die auch im Garten gut gedeihen kann. Heimisch sind der Echte Seidelbast und der Rosmarin-Seidelbast, insgesamt gibt es aber etwa 70 Arten. Die Pflanze punktet mit eher kargen Zweigen, an denen sich aber hübsche Blüten finden. Doch Achtung: Seidelbast hat giftige Bestandteile. Die Pflege sollte daher vorsichtig erfolgen.

Seidelbast im Garten: So pflanzen und pflegen Sie den hübschen Strauch

Seidelbast als Gattung umfasst rund 70 Arten, sie kommen aus Sibirien, dem Kaukasus und Kleinasien. In Deutschland findet sich der Rosmarin-Seidelbast in nur wenigen Gebieten wie der Pfalz sowie der Echte oder Gewöhnliche Seidelbast in Buchenmischwäldern. Sie sind beide geschützt, das bedeutet aber keineswegs, dass es Seidelbast nicht als Gartenpflanze zu kaufen gäbe.

Zu sehen sind die rosa Blüten von Rosmarin-Seidelbast in Nahaufnahme (Symbolbild).
Seidelbast ist eine hübsche Gartenpflanze (Symbolbild). © M. Kuehn/blickwinkel/Imago

Seidelbast beinhaltet Zwerg- und Kleinsträucher, er nimmt also nicht zu viel Platz weg und wird rund einen Meter hoch. Die Verzweigung ist eher gering, der Strauch schwachwüchsig. Er punktet mit hübschen und toll duftenden Blüten gegen April bis Mai und danach mit schönen glänzenden Früchten ab etwa Juli.

Seidelbast im Garten: Giftige Pflanzenteile und Symptome

Seidelbast ist schön, keine Frage, doch wer Kinder oder Haustiere hat, sollte wissen, dass Seidelbast giftig ist. Auch für die Gartenpflege kann dieser Aspekt interessant sein. Giftig sind vor allem die Beeren der Pflanze, schon zehn davon reichen bei Kindern für schwere Symptome aus und können zum Tod führen. Schuld ist das Gift Mezerin in den Samen, zudem sehen die rötlichen Beeren recht verlocken aus. Beim Essen kommt es zum Brennen in Mund und Hals und zum Anschwellen des Gesichts, eventuell zu Speichelfluss und Schluckbeschwerden. Es folgen Magenkrämpfe, Fieber, Durchfall, Kreislaufprobleme bis hin zur Atemnot. Gefährlich wird es schon ab vier Beeren.

Neben den Beeren sind auch Rinde (enthält Daphnetoxin) und andere Pflanzenteile wie Blätter problematisch und können zu Hautreizungen führen. Tragen Sie bei der Gartenarbeit daher Handschuhe und entsorgen Sie die Reste nicht im Kompost oder Garten. Seidelbast kann zudem als Dekoration in Blumenvasen vorkommen, das Gift geht ins Blumenwasser über. Daher muss Seidelbast immer außerhalb der Reichweite von Kindern sein*. Größeren Kindern sollten Sie bekannte Giftpflanzen zeigen und die Gefahr erklären.

Seidelbast im Garten: Pflanzung und Pflege

Während er für Haustiere und Menschen giftig ist, kann Seidelbast aber eine tolle Bienennahrung sein und das schon früh im Jahr. Auch Schmetterlinge mögen ihn und die Beeren sind bei Vögeln begehrt. Damit Seidelbast sich im Garten wohlfühlt, sollten Standort und Pflege stimmen:

Die Pflege kann je nach Pflanze aber unterschiedlich sein, bestenfalls informieren Sie sich über die konkrete Art. Übrigens gibt es beim Seidelbast die sogenannte Kauliflorie, also Blüten direkt am Stamm, das macht ihn hierzulande zu etwas Besonderem.

Hat der Seidelbast einen schönen Standort gefunden, werden Sie jedes Jahr schon früh Freude an ihm haben. Manche Pflanzen blühen schon ab März und bringen damit etwas Farbe in den noch winterlichen Garten. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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