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Schnittlauch: Der unterschätzte Alleskönner im Kräuterbeet

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Von: Stephanie Drewing

Der Schnittlauch ist als Küchenkraut so gebräuchlich, dass kaum jemand ein Wort über ihn verliert. Dabei ist er nicht nur in der Gartengestaltung top.

München – Schnittlauch begeistert Köche mit einer feinen Schärfe des Lauchöls (Alliin) und ist reich an Vitamin C und etlichen weiteren Vitaminen und Mineralstoffen. In vielen deutschen Gerichten findet sich Schnittlauch als Würzkraut, da er einen unverwechselbaren Geschmack und eine appetitanregender Wirkung hat. Die Schnittlauch-Pflanze ist einfach in Anbau und Pflege und kann sowohl auf dem Fensterbrett, dem Balkon oder im Garten wachsen.

Schnittlauch: der Alleskönner im Kräuterbeet

Alle Infos zum Schnittlauch auf einen Blick:

Schnittlauch: So wächst das Kraut

Neben Petersilie ist der Schnittlauch ein beliebtes Küchenkraut. Schnittlauch ist einfach unkompliziert. Die Blätter wachsen Röhrchen-artig etwa bis zu 40 Zentimeter lang und aus der Zwiebel wächst ein aufrechter, hohler Schaft mit einem kugeligen Blütenstand. Beim Schnittlauch bleibt die Zwiebel im Boden und ist das Überwinterungsorgan der Pflanze. Schnittlauch ist auch recht genügsam und verträgt längere Trockenphasen.

Am liebsten hat Schnittlauch einen eher feuchten, nährstoffreichen sowie durchlässigen und kalkhaltigen Boden und einen sonnigen Standort. Schnittlauch ist eine Dauerkultur, daher sollte der Ort gut ausgewählt sein. Ideal ist ein Platz am Rand eines Weges, damit Gärtner und Gärtnerinnen schnell frische Kräuter zum Kochen holen können.

Während der Blütezeit ist Schnittlauch auch sehr dekorativ, da die Blütenstände rosarot und lila leuchten. Auch Bienen und andere Insekten sind dann gerne Gäste am Schnittlauch-Büffet.

Schnittlauch: Aussaat und Wuchs

Am einfachsten können Sie Schnittlauch im Garten ansiedeln, wenn Sie im Frühjahr eine vorgezogene Pflanze beim Fachhandeln kaufen und ins Beet setzen. Schnittlauch fühlt sich aber auch in Töpfen auf dem Fensterbrett, Terrasse und Balkon wohl.

Auch Aussäen ist möglich. Hierzu sollten Sie unbedingt frisches Saatgut verwenden, da die schwarzen Samen nach einem Jahr kaum mehr keimfähig sind. Entweder im April an Ort und Stelle auf das möglichst unkrautfreie Beet säen oder mit Vorkultur unter Glas in Saattöpfchen.

Schnittlauch ist eine ausdauernde Pflanze. Die Staude gehört zur Gruppe der Geophyten, die im Herbst ihre Teile über der Erde einziehen und im Frühjahr jedes Jahr neu austreiben. Im Spätherbst vergilben die oberirdischen Teile. Erst nach einer Ruhe- und Kältephase treiben die Schnittlauchstöcke im Frühjahr erneut aus.

Schnittlauch: Mehr als eine Ernte im Jahr möglich

Bereits bei milden Temperaturen treiben die Blätter von Schnittlauch rasch aus. Ernten Sie Schnittlauch bündelweise und schneiden Sie es mit einem scharfen Messer oder Schere bodennah ab. Wenn die Schnittlauchpflanze gut mit Wasser und Nährstoffen versorgt ist, wachsen bald neue Blätter nach, die wieder geerntet werden können.

Schnittlauch kann sogar im Winter geerntet werden:

Schnittlauch: So verwenden Sie ihn in der Küche

Schnittlauch sollte direkt nach der Ernte verwendet werden und eignet sich nicht zur Aufbewahrung im Kühlschrank. Es wird empfohlen, die Blätter für ein bis zwei Tage in einem Glas mit Wasser zu stellen. In Röllchen geschnitten lässt sich Schnittlauch ein gut einfrieren. Zum Trocknen eignet er sich jedoch nicht, weil er dabei sein besonderes Aroma verliert.

Schnittlauch wird üblicherweise mit einem scharfen Messer oder einer Schere in feine Röllchen geschnitten und dekoriert zum Beispiel gefüllte Pilze, eine Kartoffelpfanne oder kommt in der Frankfurter Grünen Soße zum Einsatz. Ganze Stängel samt Blüten sind auch eine beliebte Tellerdekoration und sogar essbar.

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