Zwischen Schnittlauch und Knoblauch

Schnittknoblauch: Wie die Pflanze wächst und wofür Sie sie nutzen können

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Knoblauchgeschmack ohne schlechten Atem, das wünschen sich viele Knoblauch-Fans. Mit Schnittknoblauch wird es möglich. So wächst die Pflanze und dafür ist sie gut.

München – Viele Menschen scheuen Knoblauch im Essen vor allem aufgrund des Geruchs. Leider schmecken und riechen dann nicht nur unsere Speisen danach, sondern auch wir selbst. Nicht grundlos soll das Essen von Knoblauch sogar Vampire abschrecken können. Ideal wäre da eine Pflanze, die nach Knoblauch schmeckt, aber keinen schlechten Atem hinterlässt. Testen Sie doch Schnittknoblauch!

Schnittknoblauch: Wie die Pflanze wächst und wofür Sie sie nutzen können

Die beinahe ideale Lösung für alle Knoblauchfans, die anschließend nicht stinken wollen, ist Schnittknoblauch. Allium tuberosum vereint den tollen Geschmack von Knoblauch mit der Wuchsform von Schnittlauch und hinterlässt keinen unangenehmen Atem oder gar stinkende Finger. Pflegeleicht ist der Schnittknoblauch oder auch Knoblauch-Schnittlauch oder Knolau auch. Er eignet sich sogar gut für die Terrasse oder den Balkon.

Schnittknoblauch gehört zur Gattung des Lauchs, stammt wahrscheinlich aus China und wird inzwischen weltweit angebaut. Seine Optik erinnert eher an Schnittlauch, es handelt sich um dünne Halme, die weiß blühen können und bis zu 80 Zentimetern Höhe erreichen. Bei Insekten sind die Blüten außerdem beliebt.

Schnittknoblauch-Sorten sind beispielsweise:

  • Wagners Kobold
  • Shiva
  • Monstrosum

Im Gegensatz zu Schnittlauch, der runde Stängel hat, ist Schnittknoblauch aber eher flach. Wenn Sie nicht viel Platz nach oben haben, können Sie auch niedrig bleibende Sorten wählen.

Egal ob Topf oder Beet – die Pflanze ist für alles gut geeignet und als Saatgut verfügbar. Einige Sonnenstunden am Tag sollte der Schnittknoblauch abbekommen, Halbschatten ist notfalls auch in Ordnung. Nährstoffreicher und humoser Boden macht die Pflanze glücklich und der Boden sollte feucht sein, aber keinesfalls anfällig für Staunässe.

Ins Beet darf er beispielsweise neben Tomaten oder Gurken, auch Karotten, Bohnen und Erdbeeren sind gute Nachbarn. Direkt nach Lauchgewächsen sollten Sie ihn nicht im Beet anbauen, auch nicht, wenn im Jahr zuvor dort schon Schnittknoblauch stand. Als Dünger genügt Kompost im Frühjahr und eventuell erneut im Sommer.

Den Winter verbringt die Pflanze im Beet, kann aber in der kalten Jahreszeit auch drinnen auf der Fensterbank angebaut werden. Mindestens 15 Grad sollten es dann für eine erfolgreiche Anzucht sein.

Schnittknoblauch: Ernte und Verwendung

Geerntet wird der Knolau wenn die Blätter etwa so hoch wie eine Hand sind. Geschnitten wird knapp über dem Boden, allerdings sollten immer ein paar Stängel übrig bleiben. Teilen können Sie den Schnittknoblauch ab einem Alter von drei Jahren.

Frisch geernteter Schnittknoblauch hält etwa zwei Tage, stellen Sie ihn bestenfalls in ein Wasserglas und verbrauchen Sie ihn zügig. Auch die Blüten sind übrigens essbar. Einfrieren eignet sich natürlich für längere Haltbarkeit gut, Trocknen dagegen würde für Armoaverlust sorgen.

Und das können Sie mit Schnittknoblauch machen:

  • Pesto
  • Einlegen in Salz, Essig oder Öl
  • Kräuterquark
  • Salate
  • Suppen
  • Als Dekoration (auch die essbaren Blüten)
  • Butterbrot
  • Für alle anderen Speisen anstelle von Knoblauch, auch die Knollen sind essbar

Die Verwendungsmöglichkeiten in der Küche sind zahlreich, besonders gut passt Schnittknoblauch natürlich auf Butterbrote, zu Salaten oder in Suppen.

Rubriklistenbild: © IMAGO / blickwinkel

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