Heilende Wirkung, guter Geschmack

Sauerampfer: Aus diesen Gründen lohnt es sich, die Pflanze im Garten wachsen zu lassen

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Bauern haben ihre liebe Not mit Sauerampfer. Doch wächst er kontrolliert im eigenen Garten, haben Gartenfreunde viele Vorteile aufgrund der Pflanze.

München – Der winterharte Sauerampfer ist besonders in der Landwirtschaft oftmals nicht erwünscht. Da er sich schnell verbreitet und aufgrund seiner Bitterstoffe von vielen Tieren als Nahrung verschmäht wird, ist die Kontrolle der Ausbreitung schwierig. Doch im Garten ist der Sauerampfer eine perfekte Staude, die nicht nur mit zu den ersten Pflanzen im Frühling gehört, sondern auch noch ein leckeres Kraut für die Küche ist.

Sauerampfer: Darum dürfen Sie ihn nicht als Unkraut abtun

Seinen Ursprung hat der Sauerampfer (Rumex acetosa) in Europa und wird dort schon seit Jahrhunderten als Heilpflanze kultiviert. Schon Griechen und Römer wussten um die heilende Wirkung der Staude und setzen sie zur Heilung verschiedener Krankheiten ein. Auch gegen Skorbut kam Sauerampfer ähnlich wie Sauerkraut zum Einsatz. Seine heilende Wirkung geht auf seine vielseitigen Inhaltsstoffe zurück. So enthält Sauerampfer unter anderem:

  • Vitamin C
  • Oxalsäure
  • Eisen

Besonders im endenden Winter und anbrechenden Frühling hilft Sauerampfer dabei, den Vitamin-C-Haushalt wieder aufzufüllen und gesund in die neue Saison zu starten. Daneben fungiert Sauerampfer auch als Abführmittel und regt den Appetit an.

Aufgrund der enthaltenen Oxalsäure muss der Verzehr mit Bedacht geschehen. Besonders Kinder sollten keine zu große Menge der Blätter essen, da sonst eine Vergiftung droht. Dies erklärt auch, warum die meisten Tiere die Pflanze meiden: Für viele ist sie nicht genießbar und sogar schädlich.

Sauerampfer: So pflanzen und pflegen Gartenfreunde die Staude

Um Sauerampfer im eigenen Garten anzupflanzen, beginnen Gartenfreunde am besten im März oder April mit der Aussaat. Mit einem Abstand von etwa 25 Zentimetern kann jeweils ein Samen in die Erde. Wer nicht so lange warten möchte, kann auch bereits jetzt mit der Anzucht auf der Fensterbank beginnen. Diese verläuft dann ähnlich wie bei der Anzucht von Keimsprossen.

Der Sauerampfer sollte an einer Stelle im Beet stehen, die halbschattig bis sonnig ist. Pralle Sonne tut der Staude nicht gut. Darüber hinaus ist es wichtig, dass Gartenfreunde den Boden feucht halten und den Sauerampfer drei Mal im Jahr zurückschneiden. Wichtig dabei ist es, die innen liegenden Blätter nicht abzuschneiden. So sichern Sie sich einen höheren Ertrag. Nach zwei Jahren sind die Pflanzen so weit gediehen, dass Pflanzenfans eine reiche Ernte erwarten. Aber auch schon vorher ist das Abernten der Blätter möglich.

Sauerampfer: Diese Verwertung findet die Staude in der Küche

Die Blätter des Sauerampfers können Gartenfreunde sowohl roh als auch gekocht oder gedünstet verspeisen*, wodurch sie vielfältig einsetzbar sind. Frisch geerntet findet Sauerampfer besonders in der berühmten Frankfurter Grünen Soße seinen Platz. Neben dieser leckeren Zubereitung gibt es für die Blätter der Staude aber noch zahlreiche andere Verwendungsmöglichkeiten. So bietet er sich beispielsweise als Grundlage für Salate, Suppen und Smoothies an. Auch Sauerampferblätter in Bierteig sind eine beliebte Speise. Als Getränk empfehlen wir einen Sauerampfer-Lassi. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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