Staude des Jahres 2020

Rutenhirse: So pflanzen und pflegen Sie die Staude im Herbst

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Einen Preis hat sie schon gewonnen. Die Rutenhirse ist die Staude 2020. Und sie macht diesem Preis als robuste und pflegeleichte Staude alle Ehre. Gartenfreunde können sie im Herbst einpflanzen.

Bonn – Besonders im Herbst hat die Rutenhirse ihre Glanzzeit. Sie blüht prächtig und verwandelt den Garten in ein buntes Herbstparadies. Wer über eine Pflanzung der Staude nachdenkt, sollte auch den Herbst als Pflanzzeit in Betracht ziehen. Denn so genießen Gärtnerinnen und Gärtner schon von Anfang an die herbstlich gefärbten Blätter.

Rutenhirse: So pflanzen und pflegen Sie die Staude im Herbst

Die Rutenhirse ist seit einigen Jahres auf dem Vormarsch. Sie gehört zur Familie der Süßgräser und schmückt auch später im Jahr den Garten noch mit Farbe. Ihren Ursprung hat die Staude in Mexiko und Nordamerika, und die erste Sorte der Rutenhirse in Deutschland war laut dem Bund deutscher Staudengärtner 1950 die Sorte „Strictum“.

Eine Rutenhirse besteht aus vielen Halmen, die verschiedene Farben haben können. Je nach Sorte leuchten sie Grün oder Blau und färben sich zur Spitze hin rötlich. Im Herbst verändert sich die Farbe der Halme zu Gelb und Rot. Den Sommer über tragen die meisten Rutenhirse-Sorten feine Blütenrispen, die deutlich zwischen den Halmen zu sehen sind. (Pfingstrosen vermehren: So teilen Sie Ihre Pflanzen im Herbst)

Folgende Rutenhirse-Sorten sind für den Garten zum Beispiel gut geeignet:

Northwindblaugrüne Halme
Cloud Nineblaugrüne Halme
Heavy Metalblaugrüne Halme
Shenandoahgrün, rote bis violette Spitzen
Rehbraungrün, im Herbst kupferrot

Rutenhirse: Im Herbst kommt die Staude ins Beet

Die Rutenhirse ist nicht sehr anspruchsvoll und sehr robust. Als Standort wählen Gartenfreunde am besten einen sonnigen Ort, an dem der Boden nicht zu feucht ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Staude kein Wasser benötigt. Denn nur mit regelmäßigem Gießwasser gelingt es, die Pflanze im Herbst farblich so zum Leuchten zu bringen. (Pflanzenjauche herstellen: Über diesen nachhaltigen Dünger freuen sich Ihre Pflanzen)

Anpflanzen können Gärtnerinnen und Gärtner die Rutenhirse sowohl im Herbst als auch im Frühling. Beides hat Vor- und Nachteile. Pflanzen Gartenfans die Staude bereits im Herbst, können sie direkt von der Farbenpracht der Pflanze profitieren. Die Wurzeln werden sich jedoch erst im Frühling ausbreiten. Das gelingt also bei einer Anpflanzung in den ersten Frühlingsmonaten besser.

Im Fachhandel erhalten Gartenfreunde bereits vorgezüchtete Rutenhirsen, die im Herbst direkt in den Boden können. Wer bereits eine Rutenhirse im Garten hat, kann diese durch Teilen ganz einfach vermehren. Dabei graben Gärtnerinnen und Gärtner die Staude vorsichtig aus, teilen den Wurzelballen und pflanzen die einzelnen Teile an einer neuen Stelle wieder ein. Die Staudenteile müssen danach ausreichend angegossen werden. (Wandelröschen überwintern: Nur so übersteht das tropische Sensibelchen die kalte Jahreszeit)

Rubriklistenbild: © imago images / blickwinkel

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