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Rosmarin hat weiße Flecken: Eine Zwergzikade kann die Ursache sein

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Von: Ines Alms

Ihr Rosmarin hat gelbe oder weiße Flecken? Diese können Zikaden verursachen, die die Blätter ansaugen. Berührt man die Pflanze, springen die Schädlinge weg.

Wetzlar – Gelbe Flecken am Rosmarin sind nicht immer ein Zeichen für Wassermangel oder eine Krankheit. Die Schuldigen könnten auch Zwergzikaden sein, die sich an die Blätter setzen und an diesen saugen. Ein Erkennungsmerkmal: Wenn man den Busch schüttelt, springen die Schädlinge weg.

Rosmarin hat gelbe Flecken: Oft ist die Zwergzikade die Ursache

Gelbe Flecken auf Rosmarinblättern können ein Zeichen von Zikadenbefall sein.
Gelbe Flecken auf Rosmarinblättern können ein Zeichen von Zikadenbefall sein. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago

Wenn Rosmarin oder andere Lippenblütengewächse wie Basilikum, Minze oder Salbei von Zikaden befallen sind, gehen die Pflanzen meist nicht daran zugrunde, aber sie werden geschwächt. Die winzigen, weißlichen Schädlinge – oft handelt es sich um Zwergzikaden beziehungsweise Blattzikaden – sitzen meist an den Blattunterseiten. Die Tierchen saugen an den Blattzellen und dadurch bilden sich gelbe Punkte und die Blätter werden oftmals klebrig.

Sobald man die Pflanze berührt oder mit Wasser besprüht, fliegen oder springen die Zikaden in Scharen davon. Nach Angaben des Hessischen Pflanzenschutzdienstes sind die Schäden an den Pflanzen zwar unschön anzusehen, aber haben keine schwerwiegenden Folgen. Die Bekämpfung der Zikaden ist außerdem schwierig:

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Schlupfwespen und Spinnen sind natürliche Feinde der Zikaden

Eine andere Ursache für helle Flecken oder Punkte können Thripse sein, die ebenfalls Pflanzenzellen anstechen. Auch die Schadbilder von Spinnmilben und einigen Wanzen sehen ähnlich aus.

Natürliche Fressfeinde der Zikaden sind zum Beispiel Florfliegen, Schlupfwespen, Raubmilben, Ameisen, Spinnen und Raubwanzen oder -milben, aber auch Vögel. Im Garten helfen Sie den Nützlingen mit Nistkästen und gerade im Sommer mit Vogeltränken, insektenfreundlichen Blumen und vielen heimischen Gehölzen.

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