Junges Wintergemüse

Rosenkohl: So bereiten Sie den Brüsseler Kohl besonders lecker zu

  • Anna Katharina Küsters
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Rosenkohl ist nicht bei allen beliebt, aber gesund und sollte auf dem Speiseplan von Gartenfreunden im Winter nicht fehlen.

Hamburg – Wie bei so einigen Kohlsorten, scheiden sich an Rosenkohl häufig die Geister. Die einen lieben ihn, die anderen rühren ihn nicht an. Wobei Rosenkohl-Verweigerer darüber noch mal nachdenken sollten, denn in dem Wintergemüse stecken nicht nur viele wichtige Nährstoffe, Rosenkohl hält auch jung und begleitet einen durch einen relativ gemüsearmen Winter.

Rosenkohl: So pflanzen und verwerten Sie den Brüsseler Kohl

Seinen Zweitnamen Brüsseler Kohl trägt der Rosenkohl nicht ohne Grund. Ursprünglich kommt er aus Belgien und ist im Vergleich zu Grünkohl oder gar dessen Urform, dem Schwarzkohl, ein sehr junges Gemüse. Der Anbau begann erst vor rund 200 Jahren. Mittlerweile bauen vor allem die Niederlande, Großbritannien und Frankreich das Gemüse für den Export an.

Rosenkohl erreicht meist eine Höhe von zwei Metern und wird zwei Jahre alt. Am Stamm des Rosenkohls wachsen Blätter, unter denen sich kleine runde Röschen bilden. Diese Röschen sind das begehrte Gut der Köchinnen und Köche. Die kleinen grünen Röschen schmecken meist bitter-süßlich mit einer nussigen Note. Laut dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) sind die kleinen Röschen keine eigenen Kohlköpfe, sondern die Knospen der Pflanze. Noch besser schmecken die Röschen, wenn die Pflanze vor der Ernte ordentlich Frost abbekommen hat. Aufgrund der Kälte wandelt sich ein Teil der im Rosenkohl enthaltenen Stärke in Zucker um und die Röschen schmecken milder und aromatischer. Sie benötigen den Winter also genauso wie Kaltkeimer.

Rosenkohl: Das müssen Sie bei der Pflanzung beachten

Um Rosenkohl im Gemüsebeet anzubauen, sollte Gartenfreunden bewusst sein, dass auch Rosenkohl zu den Starkzehrern gehört. Das bedeutet, dass das Gemüsebeet nach zwei Jahren Rosenkohl eine vierjährige Pause benötigt, um die entsprechenden Nährstoffe wieder anzusammeln. Daraus ergibt sich auch, dass für den Anbau von Rosenkohl viele Nährstoffe im Boden enthalten sein sollten und die Erde möglichst humusreich sein muss. Ein hoher Lehmanteil im Boden ist dabei auch von Vorteil.

Das Pflanzen von kultivierten Setzlingen ist ab Mitte April möglich. Anders als bei anderen Pflanzen sollten Gartenfreunde das Beet nach dem Einpflanzen ein paar Wochen recht trocken halten, um die Rosenkohlpflanze zum Wachstum zu animieren. Nun brauchen Gärtnerinnen und Gärtner Geduld. Denn erst nach drei Monaten bilden sich die ersten Röschen. Wintersorten werden entsprechend später im Jahr gepflanzt und dann auch später geerntet. Zu den beliebtesten Winter-Rosenkohl-Sorten gehören zum Beispiel:

  • Hilds Ideal
  • Groninger
  • Falstaff
  • Roodnerf
  • Red Ball
  • Sanda

Rosenkohl: So ernten Sie das Wintergemüse und verarbeiten es

Die Röschen ernten Gartenfreunde am besten, wenn sie noch fest geschlossen und ohne welke Blätter sind. Bei der Ernte pflücken Sie am besten die Pflanze von unten nach oben ab und schneidet sie am Strunk ab. Haben Sie alle Röschen eingesammelt, entfernen Sie in der Küche die äußeren Blätter der Knospen. Dann schneiden Sie die Röschen kreuzweise ein, das hilft beim gleichmäßigen Garvorgang*.

Wer den Rosenkohl nicht direkt kochen möchte, kann ihn auch kurz blanchieren, abtrocknen und dann einfrieren. Ansonsten packen Gartenfreunde den Kohl für etwa zehn Minuten in gesalzenes Wasser und lassen ihn dort köcheln. Milch und Zucker im Kochwasser mildern den starken Kohlgeschmack etwas ab. Dabei sollten Köchinnen und Köche darauf achten, den Rosenkohl nicht zulange im Kochwasser zu lassen, da er sonst zerfällt und nicht mehr schmeckt. Besonders gesund machen den Rosenkohl seine Inhaltsstoffe wie zum Beispiel:

Er macht außerdem krebserregende Stoffe in Essen unschädlich. Rosenkohl lässt sich zum Beispiel zu einer leckeren Rosenkohl-Zitronensuppe zubereiten oder in eine Selleriequiche integrieren. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Ingo Wagner/dpa-tmn/dpa

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