Zu sehen ist die Blüte einer gelb blühenden Ringelblume (Symbolbild).
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Die Ringelblume wächst gut auf leicht lehmigen Böden (Symbolbild).

Leicht zu kultivieren

Ringelblume: So pflanzen Sie die Heilpflanze im Garten an

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Die Ringelpflanze sieht nicht nur schön aus, sie wirkt auch entzündungshemmend im Körper. Grund genug, die Blume im Garten anzupflanzen.

Berlin – Wieder mal war es Hildegard von Bingen, die als erste die wunderschöne Ringelblume in ihren Schriften verewigte. Sie empfiehlt die Ringelblume als Heilpflanze gegen Magenbeschwerden, womit sie nicht Unrecht hat. Denn auch heute noch kommt die Ringelblume bei Magen-Darm-Problemen zum Einsatz. Aber auch im Garten ist die Pflanze ein wahrer Hingucker und lässt sich leicht anpflanzen.

Ringelblume: So hilft sie bei schlecht heilenden Wunden

Die Ringelblume trägt den botanischen Namen Calendula officinalis und gehört zur Familie der Korbblütler. Die Pflanze kann eine Höhe von bis zu 60 Zentimetern erreichen und besticht Gartenfreunde vor allem durch ihre wunderschönen Blüten von Juni bis Oktober. Da sie über einen so langen Zeitraum immer wieder neue Blüten produziert, galt sie vielen Menschen früher auch als Symbol für Unvergänglichkeit. Ihren Namen bekam die Pflanze aufgrund ihrer kleinen Früchte, die sich teilweise so stark biegen, dass sie wie ein Ring aussehen. Schon sehr früh wussten die Menschen die Ringelblume zu schätzen, denn neben ihren Heilkräften ist sie auch ein wahrer Wetterfrosch. Wenn schlechtes Wetter droht, klappt sie ihre Blüten zusammen.

Um sich zu vermehren, hat die Ringelblume drei Wege gefunden. Laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) bilden sich aus den außen liegenden Zungenblüten Klettfrüchte, die an Tieren kleben bleiben und sich verbreiten. Aus den in der Mitte wachsenden Blüten entstehen Samen, die so leicht sind, dass sie der Wind mitträgt. Und die im Zentrum des Blütenstandes entstehenden Früchte sind so geformt, dass sie häufig an vorbei krabbelnden Ameisen kleben bleiben.

Ringelblume: So heilt die Pflanze

Die Heilwirkung der Ringelblume ist sehr bekannt. Die Inhaltsstoffe der Blüte wirken unter anderem folgendermaßen:

  • entkrampfend
  • antientzündlich
  • blutfettsenkend
  • gallenflussanregend
  • abwehrsteigernd
  • beruhigend

Das macht die Pflanze in vielen Gebieten einsetzbar. So zum Beispiel bei Menstruationsbeschwerden, Magen-Darm-Problemen, Leberschwäche, Gallenproblemen und Magengeschwüren. Verantwortlich für diese Wirkung sind die in der Pflanze enthaltenen Flavonoide. Zubereiten können Gartenfreunde die Blüten etwa zu Salben, Öl oder als heißen Aufguss.

Ringelblume: So kultivieren Sie die Pflanze im Garten

Die Ringelblume ist eine durchaus anspruchslose Pflanze. Die Aussaat im Freien ist ab April möglich, wobei Gartenfreunde für die Pflanze einen vollsonnigen Platz wählen sollten. Der Boden ist am besten etwas lehmig und nicht allzu feucht. Nach der Aussaat geben Gärtnerinnen und Gärtner noch eine dünne Schicht Kompost über das Beet und pikieren die Pflanzen nach dem Keimen. Etwa alle 30 Zentimeter solle eine Ringelblume am Ende wachsen. Wer Schäden durch Spätfrost verhindern will, kann sich auch an einer Vorzucht versuchen. Die kleinen Pflänzchen können dann nach den Eisheiligen im Mai ins Beet umziehen.

Beim Gießen müssen sich Gartenfreunde zurückhalten, denn wachsen sie in zu feuchter Erde, blühen sie nicht so schön. Zudem verhindert ein trockenerer Boden den Befall von Mehltau. Auch düngen müssen Gärtnerinnen und Gärtner die Pflanze nicht, eine jährliche Kompostgabe reicht völlig aus. Wer Zeit investieren möchte, knipst verwelkte Blütenstände ab, das fördert die Bildung neuer, bunter Blüten. Besonders gut eignet sich die Ringelblume, um Nematoden zu vertreiben. Denn sie sondert über ihre Wurzeln bestimmte Stoffe ab, die Nematoden meiden.

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