1. 24garten
  2. Mein Garten

Reisernte in Gefahr: Globale Erderwärmung begünstigt braune Heuschrecken

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Joana Lück

Eine braune Heuschrecke an einem Grashalm. (Symbolbild)
Heuschrecken profitieren vom Klimawandel. (Symbolbild) © Ottfried Schreiter/Imago

Neuesten Studien zufolge ist besonders in Indien das Risiko einer Heuschreckenplage so hoch wie nie, was gravierende Auswirkungen auf die Ernte haben kann.

Murcia/Spanien – Eine dunkle Wolke zieht heran, doch anstatt eines aufkommenden Unwetters lassen sich Schwärme von Heuschrecken über den Feldern und Landstrichen erkennen. Was wie eine Plage aus der Bibel wirkt, könnte die Erde bald dauerhaft betreffen. Laut „Meteored“ nimmt weltweit das Schädlingsrisiko zu. Das könnte auch Auswirkungen auf die hiesige Versorgung mit Reis und anderen Lebensmitteln haben.

Reisernte in Gefahr: Globale Erderwärmung begünstigt braune Heuschrecken

Laut „Meteored“ spielen vor allem steigende Temperaturen bei der Ausbreitung eine entscheidende Rolle und könnten das Schädlingsrisiko von sieben auf mehr als 15 Prozent verdoppeln, auch wenn der globale Temperaturanstieg unter zwei Grad Celsius gehalten werden kann. Mehr als 50 Prozent der indischen Reisanbauflächen könnten in Zukunft von der Braunen Ödlandschrecke stark bedroht sein, falls man nicht rechtzeitig einschreitet. Deshalb korreliert die Erderwärmung mit den Schädlingen:

Die Auswirkungen für die Ernte sind verheerend: Täglich fressen die Heuschrecken ihr Eigengewicht von etwa zwei Gramm. In dieser Manier fressen die Tiere innerhalb kurzer Zeit große Flächen weg, sodass die ganze Ernte hinüber ist. In bestimmten betroffenen Betrieben könnte dies zu enormen wirtschaftlichen Verlusten in Höhe von 70 bis 100 Prozent der kommerziellen Reisproduktion pro Saison führen, so „Meteored“.

Reisernte in Gefahr: Deutschland auch betroffen?

Noch mehr spannende Garten-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Aufgrund der klimatischen Bedingungen sind vor allem Ostafrika und Asien von Heuschreckenplagen betroffen. In Deutschland gibt es Heuschrecken auch, jedoch treten diese in weitaus harmloseren Zahlen auf. Sehen Sie ein Exemplar in Ihrem Garten, so ist dies eher Grund zur Freude: die springenden Insekten fressen Blattläuse, Fliegen und Raupen. Wenn Heuschreckenplagen Europa erreichen, so beschränken sie sich meist auf sehr südliche Regionen wie Sardinien oder die Türkei und fallen weniger extrem aus als in Afrika. Wir haben dafür mit der Ausbreitung des Borkenkäfers zu kämpfen.

Auch interessant