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Regenbogen-Eukalyptus pflanzen: So ziehen Sie die bunte Pflanze aus Samen

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Von: Franziska Irrgeher

Ein Baum mit einem Stamm in Regenbogenfarben, das klingt zu schön, um wahr zu sein. Doch mit dem Regenbogen-Eukalyptus wächst genau das zu Hause im Topf.

Cuijk – Wer den Regenbogen-Eukalyptus das erste Mal sieht, denkt, er wäre angemalt oder das Ganze sei ein gut inszenierter Scherz. Doch weit gefehlt, denn ein Baum mit bunt gestreiftem Stamm existiert tatsächlich. Er lässt sich mit etwas Glück sogar aus Samen ziehen, doch ganz einfach wird das nicht.

Regenbogen-Eukalyptus pflanzen: So ziehen Sie ihn aus Samen 

Der Regenbogen-Eukalyptus (Eucalyptus deglupta) gehört zur Familie der Myrtengewächse und kommt in Australien, aber auch beispielsweise in Neuguinea, den Philippinen und Sulawesi vor. Eindrucksvoll ist erstmal der Stamm, der in verschiedenen Farben schimmern kann, wobei sich die Farbe wie etwas ungenau gezogene Linien den Stamm entlang ziehen. Das Ganze entsteht durch Abblättern der Rinde, wie die Baumschule Ebben online berichtet. Dabei werde die hellgrüne Unterrinde freigelegt, diese reife und durchlaufe dabei mehrere Farben von Blau über Violett, Rot bis zu Orange und Braun. Eine ganz natürliche Ursache für die Regenbogen-Farben also, dennoch aber spektakulär. Da können unsere heimischen Birken leider nicht mithalten.

Zu sehen ist der Stamm eines Regenbogen-Eukalyptus in seiner Heimat in einem Waldgebiet (Symbolbild).
Fast zu schön, um wahr zu sein: der Regenbogen-Eukalyptus (Symbolbild). © Bryan Mullennix/Imago

Aber auch aus einem anderen Grund ist der Regenbogen-Eukalyptus besonders, denn er kann bis zu 75 oder 80 Meter hoch werden. Außerdem punktet er mit hübschen weißen Blüten. Seine Heimat macht es aber schwer, den Baum auch in Deutschland zu kultivieren. Die Pflanze braucht feuchte tropische Regenwälder. Wenn überhaupt, dann geht das nur in Innenräumen unter speziellen Bedingungen als Kübelpflanze. Einen Versuch ist es aber definitiv wert.

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Regenbogen-Eukalyptus pflanzen: Schwer, aber nicht unmöglich

So spektakulär der Baum auch aussieht: Die Samen sind schon für wenige Euro zu haben. Stecklinge oder Jungpflanzen wären ohnehin kaum zu bekommen, abgesehen davon ist die Anzucht aus Samen erfolgversprechender. Zuvor muss aber gesagt werden, dass der Regenbogen-Eukalyptus mit dem deutschen Klima so gar nicht klarkommt. Wie die Baumschule berichtet, verträgt er keinen Frost, ab plus zehn Grad Celsius sterben bereits die Blätter ab, der ganze Baum bereits bei minus zwei Grad Celsius.

Doch was bedeutet das nun für die Anzucht? Einen Versuch ist sie in jedem Fall wert, allerdings drinnen als Kübelpflanze mit hoher Luftfeuchtigkeit und in warmen Räumen.

In seiner Heimat dient der Baum übrigens meist der Papierproduktion. Die Anzucht zu Hause ist also definitiv eher ein nettes Hobby als eine Lebensaufgabe. Die Anzucht der Samen selbst geht dann ganz klassisch:

Ist die Anzucht gelungen, dann wächst der Regenbogen-Eukalyptus meist schnell. Hierzulande eignet er sich wie erwähnt maximal in Innenräumen als Kübelpflanze und darf höchstens im Sommer an geschützten Standorten nach draußen. Die Pflanze ist recht durstig, Eukalyptus wird daher auch gerne zum Trockenlegen bestimmter Gebiete angepflanzt.

Die Pflanze ist also definitiv ein Hingucker, mehr Erfolg dürften Gartenfans aber mit normalem Eukalyptus haben. Wer dennoch etwas Besonderes sucht, aber keinen 70 Meter hohen Baum möchte, kann beispielsweise auch den Lebkuchenbaum pflanzen, der hierzulande wunderbar gedeiht.

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