Zu sehen sind die violetten Blüten einer Großen Pimpernelle.
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Die Große Pimpernelle erreicht eine Höhe von bis zu einem Meter (Symbolbild).

Die unbekannte, heimische Heilpflanze

Pimpernelle/Bibernelle: Deswegen hilft die Pflanze bei Halsentzündungen

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Im alltäglichen Sprachgebrauch verwechseln viele Pimpernelle mit dem Kleinen Wiesenkopf. Die Pimpernelle kann jedoch sehr gut als Heilpflanze zum Einsatz kommen und Entzündungen lindern.

München – Die Pimpernelle trägt viele Namen und ist ein noch recht unbekanntes Kraut. Dabei ist es in Europa heimisch und bringt viele für den Körper positive Eigenschaften mit sich. Besonders die Wurzeln der Pflanze sind für Gartenfreunde interessant. Sie lassen sich zu heilendem Tee und Tinkturen verarbeiten.

Pimpernelle/Bibernelle: So nutzen Sie die Heilpflanze für sich

Pimpernellen heißen auch Bibernellen oder Pimpinellen. Häufig passiert es, dass auch der Kleine Wiesenkopf diesen Namen trägt, doch beide Pflanzen unterscheiden sich stark. Denn die Pimpernelle gehört zur Familie der Doldenblütler und ihre Wurzeln können das Wohlsein von Gartenfreunde deutlich fördern. Der Kleine Wiesenkopf hingegen zählt zur Familie der Rosengewächse.

Zur Pimpernelle (Pimpinella) zählen etwa 150 Arten und sie ist in Europa, dem Kaukasus und Asien beheimatet. Gartenfreunde unterscheiden zum Beispiel zwischen der Großen Pimpernelle (Pimpinella Major L.) und der Kleinen Pimpernelle (Pimpinella Saxifraga L.). Erstere trägt ihren Bezeichnung nicht umsonst, denn die ausgewachsene Pflanze erreicht eine Höhe von bis zu einem Meter. Die kleinere Variante bleibt hingegen etwas geringer in ihrer Höhe. Sie ist auch unter folgenden Namen bekannt:

  • Gemeine Bibernelle
  • Stein-Bibernelle
  • Steinbrechwurz
  • Steinpetersilie
  • Bockwurz
  • Pfefferkraut
  • Bumbernell

Beide Arten haben gemein, dass sie Hemikryptophyten sind. Das bedeutet, dass ihre Überdauerungsorgane anders als bei Zwiebelblumen oberirdisch liegen. Sie benötigen im Winter also Schnee oder Laub als schützende Decke vor dem Frost. Sie wächst am besten an trockenen, kalkhaltigen und sonnigen Orten, weswegen sie auch eine beliebte Pflanze im Steingarten ist.

Die Blüten der Pimpernelle wachsen an Dolden, also einem schirmähnlichen Blütenstand. Die krautige Pflanze blüht von Juni bis August, ihre Wurzeln sollten Gartenfreunde aber am besten im März und April ausgraben. Dann eignen sie sich zur Weiterverwendung in gesundheitsfördernden Tees.

Pimpernelle/Bibernelle: So gesund ist das Kraut für Sie

Schon vor vierhundert Jahren wussten die Menschen um die heilende Kraft der Pimpernelle. Die Pimpernelle besitzt folgende, gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe:

  • ätherische Öle
  • Cumarine
  • Saponine
  • Gerbstoffe
  • Polyacetylene

Mit dieser Mischung soll Tee aus ihren Wurzeln nicht nur entzündungshemmend sein, sondern auch bei starken Menstruationsschmerzen, Asthma, Bronchitis und Halsentzündungen helfen. Außerdem schmeichelt ein Pimpernellenwurzel-Tee der Verdauung und hilft gegen Sodbrennen.

Für die Zubereitung von Tee graben Gärtnerinnen und Gärtner die Wurzeln der Pimpernelle aus und trocknen sie. Dafür schneiden sie sie der Länge nach auf und hängen sie in einen hellen, trockenen Raum an die Decke. Nach einigen Wochen sollten Gartenfreunde die Wurzeln noch bei etwa 40 Grad Celsius in den Ofen legen. Die Zubereitung des Tees ist dann ganz einfach: Dafür übergießen Gärtnerinnen und Gärtner einen Teelöffel Wurzeln mit Wasser und kochen dieses auf. Nach einer Minute Kochzeit gießen sie das Wasser über einem Sieb ab und fischen so die Wurzelstücke heraus. Mit etwas Honig schmeckt das Getränk noch besser.

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