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Pflanzenkauf: So erkennen Sie gute Qualität

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Von: Eva Goldschald

Der Pflanzenmarkt boomt. In den eigenen vier Wänden und im Garten erfreuen sich Pflanzen immer größerer Beliebtheit. Aber es gibt auch Probleme, denn die Pflanzenqualität kann schlecht sein.

München – Das schöne Gefühl der neu erworbenen Pflanze kann schnell verfliegen, wenn sie nach wenigen Wochen die Blätter hängen lässt oder ganz abstirbt. Dabei sind nicht immer die neuen Besitzer schuld. Damit Sie sich keine kranken Pflanzen ins Haus holen, sollten Sie beim Kauf einige Dinge beachten.

Pflanzenkauf: So erkennen Sie gute Qualität

Pralle Blätter, bunte Blüten und neue Triebe: Im Geschäft sah alles noch gut aus, doch nach nur wenigen Tagen oder Wochen im neuen Zuhause werden die Blätter braun oder gelb, fallen ab bis schließlich die gesamte Pflanze stirbt. Viele Hobbygärtner kennen das Problem nur zu gut. Grundsätzlich gibt es viele Faktoren und Einflüsse, wieso Pflanzen nur wenige Zeit nach dem Kauf direkt in die Mülltonne wandern.

Nicht immer sind es die eigenen Pflegefehler wie zu viel oder zu wenig Wasser oder übermäßig Dünger. Achtet man auf einige Hinweise, ist es gar nicht so schwer, schon beim Kauf kranke von gesunden Pflanzen zu unterscheiden. Übrigens sollten Pflanzenfans sich vom perfekt ausgeleuchteten Verkaufsraum nicht täuschen lassen.

Pflanzenkauf: Heimisch oder nicht?

Bevor Sie die Pflanze auf ihren Gesundheitszustand untersuchen, sollten Sie sich über den zukünftigen Standort Gedanken machen*. Das A und O ist es, sich vor dem Kauf zu vergewissern, ob man der Pflanze den idealen Standort bieten kann. In vielen Gartencentern kann man beispielsweise exotische Palmen kaufen, die bei uns nicht heimisch sind. Es ist bereits vorprogrammiert, dass sie in den eigenen vier Wänden ohne besondere Bedingungen nicht überleben werden. Ein Beispiel hierfür ist die Kokospalme. Sie ist hübsch anzusehen, benötigt allerdings eine extrem feuchte und warme Umgebung. Wer kein geeignetes Gewächshaus hat, sollte sie nicht kaufen. Ganz wichtig ist es deshalb, sich vor dem Kauf über die Ansprüche der Pflanze zu erkundigen.

Pflanzenkauf: Darauf sollte man achten

Viele Faktoren spielen zusammen, wenn es um das Wohl der Pflanzen geht. Dabei geht es nicht nur um das richtige Gießverhalten oder einen großen Topf.

Vor allem folgende Dinge sollten Sie sich gut ansehen, ehe Sie zu einer Pflanze greifen:

Pflanzenkauf: Verkaufsraum begutachten

Gerade in Discountern werden Blumen oft auf Rollcontainern verkauft und erwischen – wenn überhaupt – nur künstliches Licht. Nach einem langen Transport benötigen Pflanzen allerdings viel Licht und vor allem Platz, ansonsten können sie sehr schnell eingehen.

Pflanzenkauf: Bedürfnisse checken

Oft stehen Pflanzen mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen nah beieinander und werden identisch gepflegt. Pflanzen die beispielsweise keine nassen Füße mögen, stehen dann trotzdem oft tagelang mit den Wurzeln im Wasser. Das kann zu Wurzelfäule führen.

Pflanzenkauf: Ordentliche Umgebung

Egal ob großes Gartencenter oder kleine Gärtnerei: Welke Blätter und Triebe sollten immer abgezupft werden. Wer außerdem ungepflegte Räumlichkeiten, mehrere welke Pflanzen oder viel Unkraut entdeckt, sollte gar nichts kaufen.

Pflanzenkauf: Pflanzen unter die Lupe nehmen

Die Blätter sollten prall und kräftig sein, an den Unterseiten sollten keine Schädlinge oder Flecken zu erkennen sein und auch neue Triebe und Knospen müssen gesund aussehen. Auch gekräuselte Blätter können auf Wassermangel oder Schädlinge hindeuten. Erkennt man Schädlinge oder deren Spuren wie Kot, sollte man diese und auch die umliegenden Pflanzen keinesfalls kaufen.

Pflanzenkauf: Wurzeln überprüfen

Zugegeben, es kostet Überwindung. Aber wer sichergehen will, dass die Wurzeln gesund und nicht matschig sind, sollte die Pflanze aus dem Topf nehmen. Sind die Spitzen weiß und fest, geht es der Pflanze gut. Sehen die Wurzeln eher braun und matschig aus, deutet es auf zu viel Nässe hin. Oft riecht es auch etwas muffig. Dann sollte man vom Kauf absehen.

Pflanzenkauf: Infos einholen

Viele Tipps zu Pflege und Standort stehen bereits auf dem Topf. Einige Gärtnereien bringen zusätzlich Infotafeln oder Kärtchen an, die genau beschreiben, wie man die Pflanze pflegen muss. Auch die Mitarbeiter sollten Fragen rund um Standort und Pflege einwandfrei beantworten können.

Pflanzenkauf: Umtausch bedingt möglich

Grundsätzlich sind Gartencenter, Gärtnereien und Baumschulen mit Anwachsgarantie sehr selten. Einige Pflanzenhändler bieten ein grundsätzlich Rückgaberecht an. Doch besteht bei lebenden Pflanzen generell das gesetzliche Widerrufsrecht. Das gilt allerdings nicht, wenn nach ihrem Transport und ihrer Verweildauer beim Verbraucher ein verhältnismäßig erheblicher Teil ihrer Gesamtlebensdauer abgelaufen wäre. Schnittblumen können Sie demnach nicht einfach nach einer Woche zurückgeben, einen Baum hingegen schon. Seriöse Händler sind hier meistens kulant und gewähren Ersatz.

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