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Palmen-Arten: Diese Pflanzen bringen Ihnen den Sommer auf den Balkon

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen ist ein grünes, fächriges Blatt einer Hanfpalme (Symbolbild).
Im Schatten eines Palmenblattes liegt es sich gut (Symbolbild). © Manfred Ruckszio / Imago

Palmen lieben heißes und trockenes Klima. Doch einige Sorten trotzen im Kübel oder im Beet auch kälteren Temperaturen.

München – Wer im Sommer am Pool liegt und entspannt ein Buch liest, der tut das in den meisten Fällen im Schatten von hochwachsenden Palmen. In warmen Regionen wachsen die Pflanzen direkt im Boden und säumen zum Teil sogar ganze Alleen. In Deutschland ist das Klima etwas rauer, doch das muss nicht zwangsläufig Palmen-Verzicht bedeuten. Denn in Kübeln wachsen die exotischen Pflanzen auch in Deutschland und verschönern den Sommer.

Palmen-Arten: Diese Exemplare wachsen auch hierzulande gut im Garten

Palmen oder auch Palmengewächse sind eine Familie innerhalb der Ordnung der Palmenartigen. Diese Familie unterteilt sich nochmals in 183 Gattungen und grob 2600 Arten. Das Reich der Palme ist also riesig. Das bedeutet jedoch auch, dass es innerhalb der großen Anzahl an Arten solche gibt, die auch niedrigere Temperaturen vertragen und mit der richtigen Pflege auch hierzulande wachsen. Auch als allergikerfreundliche Zimmerpflanzen sind Palmen mittlerweile beliebt*.

Bevor Gartenfreunde ins Fachgeschäft ihres Vertrauen gehen und sich die nächstbeste Kübelpalme kaufen, müssen sie sich informieren. Denn einige Pflanzen, die sich zwar als Palme verkaufen oder so aussehen, sind es nicht. So ist zum Beispiel die beliebte Yucca-Palme nicht Mitglied der Familie der Palmengewächse, sondern gehört zu den Spargelgewächsen. Auch Palmfarne und Baumfarne haben zwar einen palmenähnlichen Look, sind jedoch keine waschechten Palmen. Genauso wenig wie die Schusterpalme oder die Stechpalme. Ist eine richtige Palme gewünscht, muss also klar sein, welche Pflanzen zu dieser Gattung gehören und welche nicht.

Palmen-Arten: Sie wachsen besonders gut im Kübel

Zu den wichtigsten Palmen-Arten für den Kübel gehören unter anderem:

Diese vier Sorten haben gemeinsam, dass sie frostunempfindlich sind beziehungsweise einen Winter geschützt im Keller oder Treppenhaus gut überstehen. Gartenfreunde müssen für die Pflege der Arten wissen, ob diese frosthart oder winterhart sind.

Frostharte Pflanzen überleben Temperaturen von bis zu minus 10 Grad Celsius, allerdings nur für einen kurzen Zeitraum. Danach brauchen sie auch im Beet einen Winterschutz. Winterharte Pflanzen hingegen sind etwas härter im Nehmen. Bei ihnen dürfen die Temperaturen auch auf bis zu minus 16 Grad Celsius fallen.

Die vier oben genannten Palmen-Arten vertragen frostige Temperaturen sehr gut. Dennoch müssen Gartenfans beachten, dass sie die Palmen in Kübeln halten. Das bedeutet, dass die Pflanzen deutlich weniger Erde um ihre Wurzeln herum haben, die sie vor eventueller Kälte schützen. Draußen auf dem Balkon oder der Terrasse sollten die Palmen daher nicht überwintern, sondern geschützt im hellen Treppenhaus oder Keller.

Palmen-Arten: Chinesische Hanfpalme und Nadelpalme

Die Chinesische Hanfpalme stammt, wie ihr Name schon verrät, unter anderem aus China. Sie kommt aber auch in Nord-Indien und Nord-Thailand vor. Am besten wächst sie in saurem Substrat im Kübel und fühlt sich an sonnigen Standorten im Garten am wohlsten. Wer die Hanfpalme regelmäßig gießt, unterstützt ihr Wachstum. Daher ist es auch im Winter wichtig, die Palme gut zu gießen. Nicht selten vertrocknet die Pflanze sonst in ihrem Winterquartier.

Zu sehen ist im Hintergrund ein Schloss mit gelben Mauern, im Vordergrund eine kleine Steinmauer mit einer Verzierung, daneben steht eine Chinesische Hanfpalme in einem Kübel (Symbolbild).
Eine Chinesische Hanfpalme wächst in einem Kübel vor dem Schloss Dyck in Juechen (Symbolbild). © S. Ziese / Imago

Die Nadelpalme hat den Vorteil, dass sie recht klein bleibt. Ihren Ursprung hat die Pflanze im Südosten der USA, wo sie in der freien Natur am häufigsten unter Laubbäumen auf feuchten und humusreichen Sandböden wächst. Die Nadelpalme fristet noch ein recht unbekanntes Dasein, obwohl sie sich als Palme im Kübel bestens eignet.

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Palmen-Arten: Zwergpalmetto und Wagners Hanfpalme

Die Zwergpalmettopalme gehört zu den kleinsten Exemplaren für den Kübel. Ähnlich wie die Nadelpalme kommt sie ursprünglich aus dem Südosten der USA und hat nur einen unterirdisch wachsenden Stamm. Das bedeutet, dass ihre Blätter direkt über dem Boden wachsen. Das Erdreich, in dem die Zwergpalmettopalme wächst, sollte feucht und humusreich sein. Im Winter stirbt der Blätterteil der Pflanze in freier Natur in der Regel ab und die Pflanze wächst im Frühjahr aus dem Boden erneut empor. Halten sich Gartenfreunde die Zwergpalmettopalme im Kübel, muss sie im Winter nach drinnen.

Zu sehen sind die grünen, fächerartigen Blätter der Zwergpalmettopalme (Symbolbild).
Zwergpalmettopalmen eignen sich perfekt für den Kübel (Symbolbild). © blickwinkel / Imago

Wagners Hanfpalme bekam ihren Namen von Albert Wagner, der die Palme 1873 mit nach Europa brachte. Als typische Fächerpalme erreicht Wagners Hanfpalme unter guten Bedingungen sogar im Kübel eine Höhe von bis zu fünf Metern. Etwas Platz müssen Gartenfreunde also einplanen. In der Winterzeit muss auch diese Palme im Kübel in ein Winterquartier umziehen. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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