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Käfer, Pilze, Läuse: Mit diesen Hausmitteln werden Sie den Plagegeistern an Ihren Obstbäumen Herr

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Von: Jasmin Pospiech

Um Obstbäume in Ihrem Garten vor Schädlingen und Pilzen zu schützen, ist es sinnvoll, sie zu spritzen. Mit diesen Hausmitteln geht es schnell und kostengünstig.

München – Mehltau, Läuse und Apfelwickler: Sie alle haben gemein, dass Sie Ihren Obstbäumen immens schaden können, wenn sie nicht bekämpft werden. Abhilfe schaffen oft chemische Pflanzenschutzmittel, mit denen die Bäume gespritzt werden. Wer allerdings nur wenig Befall hat, kann den Schädlingen auch mit Hausmitteln den Kampf ansagen

Bäume spritzen: Wann der richtige Zeitpunkt ist

Grundsätzlich empfehlen Gartenexperten allerdings, bereits frühzeitig die Bäume zu spritzen, um Schädlingen und Krankheiten vorzubeugen. Aus diesem Grund sollten Obstbäume so früh wie möglich im Jahr gespritzt werden, am besten im Spätwinter, also Januar bis Februar. Schließlich zeigen sich hier die ersten Austriebe

Doch genau auf diesen frischen, grünen Blättern, Zweigen und Knospen lassen sich gerne tierische Schaderreger nieder. Tipp: Zusätzlich zur Spritzung im späten Winter sollten Sie auch die Stämme der Bäume mit einem Kalkanstrich versehen. Dieser verhindert das Absetzen von Eiern im Winter.

Mit der sogenannten „Austriebsspritzung“ machen Sie Ihnen vorzeitig den Garaus. Schließlich sind deren Larven in dieser Zeit besonders anfällig und können somit gut bekämpft werden. Spritzen Sie allerdings zu früh, könnten sich die Eier noch in einer Ruhephase befinden und ihnen das Spritzmittel nichts anhaben. Spritzen Sie die Bäume zu spät, kann das die jungen Blätter des Baumes ebenfalls schädigen.

Daher sollten Sie Obstgehölze auch nur bis zum sogenannten Mausohrstadium behandeln. Damit wird jene Stufe der Knospenentwicklung des Apfelbaums zum Beispiel bezeichnet, bei der die Blütenknospenansätze zwischen den Spitzen der noch nicht entfalteten jungen Blätter hervorlugen.

Bäume spritzen: So schützen Sie Apfelbaum & Co. vor Schädlingen und Krankheiten

Aber Vorsicht: Entscheiden Sie sich gegen eine Schädlingsbekämpfung jeglicher Art, kann es passieren, dass die Schädlinge mit Viren besetzt sind und schließlich schwere Krankheiten übertragen. Daneben ist auch der Mehltau zu nennen, eine Sammelbezeichnung für durch Pilze verursachte Pflanzenkrankheiten, die sich meist durch einen weißen Belag (auch Pilzrasen genannt) auf Blattoberflächen zeigen.

Wird im Spätwinter rechtzeitig eine Austriebsspritzung durchgeführt, sollten Sie die Stämme der Obstbäume zuerst mit einer harten Bürste abbürsten. Dadurch entfernen Sie lockere Stücke der Rinde, unter der sich bereits Larven oder Eier verstecken. Auf diese Weise können Sie sie bei der Spritzung besser entfernen.

Anschließend empfiehlt es sich, eine Rückenspritze zu verwenden. Befüllen Sie diese mit dem Pflanzenschutzmittel Ihrer Wahl. Sprühen Sie die Bäume gründlich von allen Seiten ein, also Stamm, Zweige und Äste. Die Bäume sollten hinterher idealerweise tropfnass sein.

Tipp: Führen Sie die Spritzung am besten an einem trockenen, bedeckten Tag durch. Bei Regen wird das Spritzmittel schnell wieder abgewaschen, bei intensiver Sonneneinstrahlung trocknet es zu schnell an und die Blätter könnten Verbrennungen erleiden.

Haben Sie die Spritzung im späten Winter versäumt und sich im Frühjahr Läuse, Pilze & Co. breitgemacht, sollten Sie bei einem akuten Befall sofort die Bäume spritzen. Hält er sich in Grenzen, kann bereits das Abspritzen mit einem kräftigen Wasserstrahl  Abhilfe schaffen. Sind Obstbaumteile bereits stark geschädigt, hilft nur das Abschneiden dieser – mitsamt den Schädlingen.

Bäume spritzen mit Hausmitteln – Schmierseife kann helfen

Wer lieber auf naturnahe Hilfsmittel setzen möchte, findet im Handel auch Mittel, die mit Rapsöl oder Kaliseife anstatt Paraffinölen hergestellt werden. Wollen Sie selbst eines kostengünstig zusammenmischen, eignet sich eine Lösung aus Teilen aus Schmierseife oder Spülmittel und Wasser im Verhältnis von 1:10.

Diese Mischung können Sie dann mit einer Sprühflasche auf die betroffenen Stellen geben. Mit der Folge, dass die Atmungsorgane der Schädlinge wie Läuse verstopft werden und diese schließlich ersticken.

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