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Nachtkerze: Mit diesem Trick lockt die Pflanze viele Insekten an

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Von: Anna Katharina Küsters

Nachtkerzen sind besondere Blumen, denn sie tragen nicht nur wunderschöne, gelbe Blüten, sondern öffnen diese auch erst nach Einbruch der Dunkelheit.

Bonn – Im Garten hängt der Rhythmus der Pflanzen in den meisten Fällen vom Sonnenlicht ab. Geht die Sonne auf, öffnen sich die Blüten und die Pflanzen erstrahlen in ganzer Pracht. Geht die Sonne unter, zieht sich die Blume zurück und schließt ihre Blüten. Bei der Nachtkerze sieht das jedoch anders aus. Die ungewöhnliche Pflanze öffnet ihre Blüten erst nach Sonnenuntergang und verströmt dann in den späten Abendstunden einen intensiven Duft im Garten. Daneben lassen sich ihre Wurzeln und Blätter noch wunderbar in der Küche verarbeiten.

Nachtkerze: Mit diesem Teil der Pflanze peppen Sie Ihre Gemüsepfanne auf

Fledermäuse und Nachtfalter lieben die Nachtkerze. Denn der Duft der Nachtkerze zieht sie magisch an und versorgt sie mit Nektar und Pollen*. Ihre großen, gelben Blüten sind trichterförmig aufgebaut und erscheinen im zweiten Lebensjahr der Pflanze. In der Regel blüht die Nachtkerze von Juni bis in den späten Sommer jeden Abend. Denn die Blume produziert laufend neue Blüten, sodass Gartenfans im Sommer nie darauf verzichten müssen. Das passiert unter anderem auch, weil die Blüte der Nachtkerze lediglich eine Nacht und einen Tag lang blüht und dann verwelkt. Etwa 15 Minuten benötigt die Pflanze am Abend, um ihre Blüte komplett zu öffnen und Insekten einen Anlaufpunkt zu bieten.

Am besten wächst die Nachtkerze an einem sonnigen, warmen Standort im Garten. Auf einem Südbalkon wäre es ihr jedoch zu heiß. Der Boden sollte lehmig und zugleich sandig sein, sodass überflüssiges Wasser sich nicht staut, sondern gut abfließen kann. Kommen im späten Sommer keine neuen Blüten mehr nach, ist es Zeit für die Samenbildung. Die Nachtkerze bildet kleine Schoten, in denen sich 200 bis 300 Samen befinden. Wollen Gartenfreunde verhindern, dass sich die Pflanze ungehindert ausbreitet, müssen sie diese Schoten ernten. Unter den richtigen Bedingungen erreicht die Nachtkerze dann eine Höhe von etwa 200 Zentimetern.

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Nachtkerze: So gut lässt sie sich in die Sommer-Küche integrieren

Neben ihren prächtigen Blüten lässt sich die Nachtkerze aber auch noch in die Küchen-Arbeit integrieren. Denn sowohl Blüten, Blätter als auch Wurzeln der Pflanze sind essbar.

So bereiten Sie die Blätter und Wurzeln der Nachtkerze zu:

Zu sehen ist die Wurzel einer Nachtkerze auf einem Tisch. Die Wurzel ist bräunlich-beige und mit Erde beschmiert (Symbolbild).
Die Wurzeln der Nachtkerze schmecken gut in einer Gemüsepfanne (Symbolbild). © F. Hecker / Imago

Die Nachtkerze bietet also nicht nur Insekten, sondern auch dem Menschen reichlich Nahrung und ist als Nutz- und Zierpflanze eine wertvolle Empfehlung. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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