Die Schönheit der Nacht

Nachtduftende Pflanzen: Diese Exemplare entfalten erst nachts ihren Duft

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Tagsüber verwandeln zahlreiche Blumen unsere Gärten in ein Blütenmeer. Aber auch nachts sind Insekten unterwegs, die angelockt werden wollen. Das geschieht dank nachtduftender Pflanzen.

München – Gärten sind eine Wohlfühloase, ein Ort der Entspannung. Mit etwas Glück, der passenden Windrichtung und den richtigen Pflanzen können Sie sich aber auch nachts vom Duft einiger Pflanzen verzaubern lassen. Denn manche Exemplare nutzen Gerüche, um nachts besondere Gäste anzulocken.

Nachtduftende Pflanzen: Diese Exemplare entfalten erst nachts ihren Duft

Wenn sich die Dunkelheit über den Garten legt, wird es draußen vermeintlich still. Was wir oft nicht hören und sehen, sind nachtaktive Tiere wie Igel, Fledermäuse und Nachtfalter. Letztere sind nicht nur auf die Dunkelheit spezialisiert, sondern auch auf Blumen, deren Blüten sich nachts öffnen. Von dieser Zweckgemeinschaft profitieren dabei sowohl die Pflanzen, die bestäubt werden, als auch die Schwärmer und Eulenfalter. Viele der nachtblühenden Pflanzen haben tatsächlich tagsüber die Blütenblätter geschlossen.

Diese nachtduftenden Pflanzen können Sie im Garten anpflanzen:

  • Duft-Nachtkerze: Normale Nachtkerzen haben leuchtend gelbe Blütenblätter, die besonders im Mondlicht faszinierend aussehen, zudem sind die Blüten der Gemeinen Nachtkerze essbar. Wer neben der hübschen Optik auch noch Duft möchte, sollte stattdessen zur Duft-Nachtkerze greifen. Die kommt aus Amerika, hat hellgelbe Blüten und riecht süßlich.
  • Nachtviole: Wohl eine der bekanntesten Nachtblüher. Die Nachtviole heißt auch Nachtveilchen und wächst auch bei uns manchmal wild. Nachtviolen duften etwas nach Veilchen, man nennt sie auch Mondscheindufter. Ebenfalls schön ist die Mondviole.
  • Gemshorn: Eine Mischung aus Zimt, Nelken und Vanille bekommt man mit dieser Blume. Der betörende Duft wird Sie sicher verzaubern.
  • Levkoje: Noch eine recht bekannte Nachtblüherin. Sie riecht ein wenig nach Gewürznelken und passt perfekt mit Gemshorn zusammen.
  • Seifenkraut: Das ist nicht nur hübsch anzusehen und ein toller Bodendecker, sondern duftet auch nachts angenehm.
  • Sternbalsam: Wer eher Amaretto oder Marzipan mag, sollte zu dieser Pflanze greifen. Sie riecht nämlich ein wenig nach Bittermandel und die Blüte erstrahlt nachts in schönstem Weiß.
  • Nickendes Leimkraut: Neben diesem eignet sich auch das Italienische Leimkraut als Duftpflanze. Nickendes Leimkraut erinnert vom Geruch her etwas an Hyazinthen.
  • Gladiolen: Auch unter ihnen gibt es welche, die abends schon angenehm duften. Abgesehen davon sehen Gladiolen eigentlich immer toll aus im Garten.
  • Engelstrompete: Sie haben nicht nur faszinierende, an Trompeten erinnernde Blüten, sondern duften auch süßlich. Sehr giftig sind sie leider auch, daher sollten Sie auch den Duft nicht direkt einatmen.
  • Phlox: Auch bei diesen hübschen, polsterbildenden Blumen finden sich einige, die abends und nachts toll duften.
  • Zitronen-Taglilie: Sie hat nicht nur einen tollen Zitrusduft, sondern überzeugt auch mit hübschen Blüten.

Aber mit Blumen allein ist es nicht getan. Es gibt auch tolle duftende Sträucher wie Nachtjasmin, Japanisches Geißblatt und einige mehr. Übrigens: Wer es geschafft hat, seine Yucca zum Blühen zu bringen, darf sich auch an diesem Duft erfreuen. Für die Wohnung ist der aber meist zu stark.

Achten sie bei all den tollen Duftpflanzen darauf, ob sie giftig sind. Gerade Kindern könnten von so manchen Gerüchen nach Marzipan oder Vanille angelockt werden. Vor allem die Engelstrompete ist stark giftig, aber auch die Nachtviole. Nachtkerzenblüten dagegen können Sie bedenkenlos verwenden und essen.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Shotshop

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