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Mutterboden: Die Grundlage eines jeden Gartens

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Von: Franziska Irrgeher

Zu sehen sind die Hände eines Mannes, der Erde darin hält, der bräunliche Hintergrund ist unscharf (Symbolbild).
Mutterboden ist wichtig für den Garten (Symbolbild). © Vitalii Borovyk/Shotshop/Imago

Nicht jede Erde ist gleich fruchtbar. So manches Substrat ist deutlich wertvoller für Pflanzen, darunter auch der Mutterboden. Er ist die Grundlage des Gartens und Anbaus.

Berlin – Ein Garten ohne Erde wäre kaum denkbar, denn die Pflanzen ziehen ihre Nährstoffe aus dem Boden. Doch wer sich beim Einkaufen genauer umsieht, der entdeckt viele verschiedene Erdmischungen und zudem gibt es oft auch regionale Angebote zum selbst Abholen. Zudem wird oft zwischen Blumenerde und Mutterboden unterschieden. Doch was ist der sogenannte Mutterboden eigentlich und warum ist er wichtig?

Mutterboden: So wichtig ist er für den Garten

Mutterboden wird auch als Oberboden bezeichnet oder in der Landwirtschaft als Ackerkrume. Es handelt sich dabei um die oberste und besonders fruchtbare Bodenschicht. In dieser Schicht, die zwischen 20 und 30 Zentimeter dick ist, befinden sich neben mineralische Bestandteile wie Schluff, Ton und Sand sowie Nährstoffen vor allem auch Bodenlebewesen wie Asseln oder Würmer und Mikroorganismen. Hinzu kommt Regenwasser, das bestenfalls in dieser Schicht gehalten wird. Unter dem Mutterboden kommen dann Unterboden und Untergrund.

Zu sehen sind die Hände eines Mannes, der Erde darin hält, der bräunliche Hintergrund ist unscharf (Symbolbild).
Mutterboden ist wichtig für den Garten (Symbolbild). © Vitalii Borovyk/Shotshop/Imago

In Deutschland ist der Mutterboden besonders geschützt durch das Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG) sowie das Baugesetzbuch (BauGB), bei letzterem §202. Der Grund dafür ist, dass Mutterboden viele Jahre zum Entstehen braucht und daher sehr wertvoll ist. Wird neu gebaut, darf der Boden also nicht entsorgt werden, sondern sollte gelagert und später wieder genutzt werden. Konkret heißt es im Baugesetzbuch, der Mutterboden ist „vor Vernichtung oder Vergeudung zu schützen“. Es bietet sich also an, ihn während der Lagerung beispielsweise abzudecken.

Zur Veranschaulichung: In einer Handvoll Mutterboden kann es mehr Bodenorganismen geben, als es Menschen auf der Erde gibt.

Mutterboden: Der Unterschied zur Blumenerde

Mutterboden ist die oberste Bodenschicht, soweit so gut. Dementsprechend wäre Muttererde auch jede Blumenerde, die aufgeschüttet wird. Ganz so einfach ist es aber nicht. Blumenerde ist oft mit Dünger versehen, gereinigt und enthält daher kaum Unkrautsamen oder gar kleine Tiere. Mutterboden dagegen kann wie beschrieben durchaus das ein oder andere Tierchen oder Samen enthalten, auch Steine oder Sand können darin sein. Größere Stücke oder gar Bauschutt sollten aber auch bei Mutterboden heraus gesiebt werden. Einen ganzen Garten nur mit gekaufter Blumen- oder Kräutererde aufzuschütten, wird also nicht gut funktionieren und wäre viel zu teuer.

Der bereits vorhandene Mutterboden sollte daher unbedingt erhalten werden, teils gibt es Mutterboden aber auch zu kaufen. Die Blumenerde dient dann vor allem bei neu angelegten Beeten als Ergänzung.

Mutterboden: Sinnvoll einsetzen

Wie wichtig Wasserspeicherung und gute Durchlüftung für den Boden ist, wissen vor allem Rasenfans. Denn Rasen wächst ohne regelmäßiges Aerifizieren und Vertikutieren meist schlechter. Verdichteter Boden ist für viele Pflanzen ein Problem, daher sollte gerade nach einem Neubau auch der Boden aufgelockert werden, auf den später Mutterboden aufgeschüttet wird. Je nach späterem Verwendungszweck braucht der Gartenboden eine bestimmte Vorbereitung auf Rasen, Pflanzen und mehr.

Wer nicht genau weiß, was in seinem Boden so enthalten ist, kann eine Bodenanalyse durchführen lassen. Ansonsten geben aber später auch sogenannte Zeigerpflanzen oft Aufschluss über den Boden. Gerade neu aufgeschütteter Mutterboden kann mit Pferdemist oder anderem natürlichem Dünger angereichert werden.

Ist der Mutterboden auf dem Neubau dann ausgebracht, haben Sie freie Wahl bei der Gartengestaltung. Schön sind beispielsweise:

Aber auch Staudengärten und Ziergärten können schön aussehen. Bodenversiegelung wie bei Schottergärten sollte dagegen möglichst vermieden werden.

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