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Microgreens: Das Superfood für Garten, Balkon oder Fensterbrett

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Von: Mattias Nemeth

Manche Gemüsesorten sind als junge Keimpflanzen ein richtiges Superfood. In einem solchen jungen Zustand ist das Micro-Gemüse voller Vitamine und Nährstoffe.

München – Das Prinzip der Microgreens kennen die meistens bereits aus der Schulzeit. Wenn Sie nämlich als Kind Kresse im Zimmer, auf Styropor oder in einen Kresse-Igel ausgesät haben, dann war das bereits die erste Microgreen-Anzucht. Doch mit dem steigenden Bewusstsein für Gesundheit und der Selbstversorgung fand man noch mehr Pflanzen, die sich dafür eigneten und schuf damit die Möglichkeit, auch im Winter, Vitamine und Nährstoffe anzubauen.

Microgreens: Das Superfood für Garten, Balkon oder Fensterbrett

Microgreens sind die jungen Keimlinge von bestimmten Gemüse- oder Kräutersorten, die auf kleinstem Raum angepflanzt werden, meist auf der Fensterbank. In den jungen Microgreens steckt noch die gesamte Energie, die die Pflanze benötigt, um zu wachsen. Der Anteil an Vitalstoffen ist daher in den kleinen Pflänzchen um ein Vielfaches höher als in der gleichen Menge des ausgewachsenen Gemüses. Ein weiteres Argument für Microgreens ist, dass die Keimlinge nur wenig Platz und kaum Pflege brauchen. Mehr als eine Anzuchtschale auf der Fensterbank und das entsprechende Saatgut braucht man nicht.

Dafür eignet sich unter anderem:

Eine Holzkiste bepflanzt mit Microgreens. (symbolbild)
Microgreens können im Garten, auf den Balkon oder ganzjährig auf dem Fensterbrett angebaut werden. (Symbolbild) © Vasily Pindyurin/Imago

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Microgreens: Ganz einfach selbst anbauen

Das Anbauen ist sehr einfach. Das Saatgut wird ganz dicht ausgesät und sanft in das gewählte Substrat angedrückt. Da die Pflanzen sehr zart sind, sollte mit einer Sprühflasche gegossen werden. Platzieren Sie die Microgreens am besten auf einem warmen, hellen Fensterbrett ohne direkte Sonne. Die Luftzirkulation sollte dabei sichergestellt sein, damit die Pflanzen keinen Schimmel ansetzten. Nach zehn bis 14 Tagen sind die ersten Microgreens bereits erntebereit. Man zieht die jungen Gemüsesaaten auf der Fensterbank in Aussaaterde und verspeist sie nach einer guten Woche (gewaschen!), wenn sie über die Keimblätter hinaus noch drei, vier weitere Blättchen gebildet haben, wie kraut&rüben berichtet.

Microgreens: Auch im Garten und Balkon möglich

Im Sommer können Sie die Microgreens auch im Garten oder auf dem Balkon anbauen. Das geht im kleinen Vorzuchttopf, im Balkonkasten oder in kleinen Schalen. Wenn Sie Ihr eigenes Microgreen-Saatgut anbauen wollen, dann können Sie das ganz normale Saatgut der Gemüsesorten nutzen. Wenn Sie also von der Samenernte etwas aufheben, können Sie diese im Herbst und Winter auf der Fensterbank weiter anbauen. Besonders einfach zur Saatgutgewinnung sind:

Unabhängig von den Microgreens eignen sich diese Kräuter und Pflanzen auch zum Essen und Trocknen. Denn bei selbst gezogenen Kräutern, wissen Gartenfans, was drin ist. Die Gefahr durch Verunreinigungen wie in zurückgerufenen Gewürzmischungen* ist bei korrekter Pflege nicht gegeben.

Die Vermehrung funktioniert genau umgekehrt. Dazu heben Sie ein bisschen vom Microgreen-Saatgut auf und bauen dieses im Garten an und lassen Sie es aussamen.

Microgreens: So gesund ist die Fensterbank-Farm wirklich

Den Microgreens werden viele gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt. Die verschiedenen Sorten enthalten: Carotinoide, Vitamine und Mineralien, sekundäre Pflanzenstoffe, Eiweiß und Ballaststoffe. Doch schaut man sich die Wirkung genauer an, merkt man, dass es dafür schon große Mengen an Microgreens braucht, damit sich diese wirklich auswirken. Aber man isst sie ja nicht alleine und als Ergänzung zum alltäglichen Essen und zum Verfeinern sind sie wirklich wertvoll. Außerdem sind sie, wie bereits erwähnt, eine tolle Möglichkeit, um im Winter an frische, selbst angebaute Vitamine zu kommen. Die Breite dieser gesunden Stoffe ist dabei wirklich erstaunlich. So enthält Amaranth viele Aminosäuren, Kalzium, Magnesium, Eisen und Zink. Die Blätter des jungen Fenchels hingegen viele ätherische Öle, Kieselsäure und Flavonoide. Als Geschmacksträger sind Microgreens ebenfalls toll einsetzbar. Es lohnt sich also auf jeden Fall. *Merkur.de und 24vita.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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