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Meldepflichtige Pflanzenkrankheiten: Diese Schädlinge und Anzeichen sollten Sie melden

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Von: Franziska Irrgeher

Pflanzen können krank werden oder von Schädlingen befallen sein. Wie beim Menschen gibt es auch bei Pflanzen einige Krankheiten, die gemeldet werden müssen.

Braunschweig – Pflanzenkrankheiten sind meist überaus ärgerlich, aber nicht wirklich gefährlich. Schlimmstenfalls stecken sich einige andere Pflanzen an. Nicht alle Pflanzenkrankheiten führen außerdem direkt zum Absterben unserer grünen Freunde, sondern schwächen sie nur. Doch es gibt, wie auch bei Mensch und Tier, einige Krankheiten, die meldepflichtig sind.

Meldepflichtige Pflanzenkrankheiten: Bei diesen Anzeichen sollten Sie bei Fachleuten nachfragen

Schon seit Jahrhunderten importieren wir hübsche Pflanzen und Tiere aus aller Welt, um sie bei uns anzusiedeln. Das beginnt bei Zimmerpflanzen und endet bei Exoten im Garten. Mit dem „Wardschen Kasten“ gelang es früher endlich, auch exotische Pflanzen auf langen Reisen gut zu pflegen und sicher zu transportieren. Mit fremden Dingen schleppen wir aber leider auch oft Krankheiten oder Schädlinge ein, die es so bei uns vorher nicht gab. Zu nennen wären beispielsweise harmlosere Vertreter wie der Asiatische Marienkäfer oder das Drüsige Springkraut. Doch es gibt auch gefährliche Varianten. Bei Krankheiten von Tieren wären das beispielsweise die Vogelgrippe, die gemeldet werden muss.

Zu sehen ist eine mit Feuerbrand befallene Weißdornpflanze vor blauem Himmel (Symbolbild).
Feuerbrand ist eine meldepflichtige Krankheit, die gerne Weißdorn befällt (Symbolbild). © Steffen Schellhorn / Imago

Was kaum einer bedenkt: Auch Pflanzen können meldepflichtige Krankheiten und Schädlinge bekommen. Dafür müssen Sie nicht mal unbedingt Exoten im Garten haben. Wichtig ist, diese Schädlinge und Krankheiten zu kennen, denn so kann eine Verbreitung früh verhindert werden.

Die wichtigsten meldepflichtige Pflanzenkrankheiten sind (Stand 07/2021):

Die wichtigsten meldepflichtigen Schädlinge sind (Stand 07/2021):

Treten kurzfristig neue Schädlinge oder Krankheiten auf, kann sich die Liste natürlich jederzeit ändern. Wenn Sie etwas Unbekanntes an Ihren Pflanzen entdecken, helfen Apps oder Bücher oft weiter, ansonsten sollten Sie beim Gärtner Ihres Vertrauens nachfragen.

Meldepflichtige Pflanzenkrankheiten: Warum und wo gemeldet wird

Doch was macht all das nun so schrecklich, dass es direkt gemeldet werden muss? Vor allem die Tatsache, dass viele der Krankheiten und Schädlinge sich sehr schnell ausbreiten können. Oft handelt es sich um eingeschleppte Probleme, unsere Pflanzen sind ihnen dann fast schutzlos ausgeliefert und auch natürliche Feinde fehlen meist. Das bedeutet im schlimmsten Fall gerade in größeren Betrieben enorme Ernteverluste, da befallene Pflanzen laut myhomebook oft nur noch entfernt oder verbrannt werden können. Ein interessantes Gegenbeispiel war etwa im Jahr 2020 die Samuraiwespe, die als Feind der marmorierten Baumwanze eine eher erfreuliche Entdeckung in Deutschland war.

Meldepflichtig sind natürlich vor allem alle, die gewerblich Pflanzen anbauen oder anderweitig damit arbeiten. Gerade in diesen Bereichen wäre ein Ausbruch problematisch. Doch auch Privatpersonen können und sollten melden. Meldepflichtig ist grob alles, was zu den Quarantäneschaderregern und Quarantäneschädlingen zählt. Gemeldet werden Schädlinge oder Krankheiten an den Pflanzenschutzdienst, eine Übersicht der zuständigen Stellen je Bundesland finden Sie hier. Die Meldungen werden dann weitergeleitet.

Vor normalen und bekannten Krankheiten und Schädlingen müssen Gartenfans also keine Angst haben, sie sind maximal störend und schwer zu bekämpfen. Wer die Nachrichten verfolgt, wird zudem einen Ausbruch meldepflichtiger Pflanzenkrankheiten in der Nähe schnell mitbekommen.

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