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Mädesüß: Dieses Schmerzmittel wächst in Ihren Garten?

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Von: Mattias Nemeth

Mädesüß hat nicht nur das Aroma von Honig und Mandeln, sondern ist auch die Grundlage von Schmerzmitteln und nützlichen Heiltees.

München – Am Bachufer steht sie majestätisch und verbreitet ihren süßlichen Duft, davon angelockt schweben Bienen, Hummeln und Schmetterlinge um die sogenannte Wiesenkönigin herum. Auch in den Hobbygärten hält das zwei Meter hohe Rosengewächs, besser bekannt als Mädesüß, immer mehr Einzug, vor allem als Teichbepflanzung. Hier lockt es vor allem Hummeln an. Aber nicht nur für flauschigen Nützlinge ist Mädesüß wohltuend, sondern auch für uns Menschen.

Mädesüß: Das pflanzliche Schmerzmittel für Ihren Garten

Mädesüß enthält nämlich reichlich Salicin, das Ausgangsstoff von Kopfschmerzmittel ist und gilt damit als effektive Heilpflanze*. Vor allem in Teeform sind die getrockneten Blüten und Blätter eine Art pflanzliches Schmerzmittel. Davon können Sie mehrmals täglich eine Tasse trinken. Am besten möglichst heiß, aber bestenfalls nicht aufgekocht. Dafür können dreieinhalb Gramm Blüten oder fünf Gramm Blätter am Tag genutzt werden.

Mädesüß soll gegen eine ganze Vielzahl an Gebrechen und Leiden helfen, unter anderem gegen:

Die Wirkung entfaltet sich erst nach zwei bis drei Stunden, da der Wirkstoff im Körper erst umgewandelt werden muss, dafür hält sie dann 12 Stunden lang an.

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Mädesüß: Der Geschmack von Honig und Mandel

Es wird allgemein angenommen, dass der Name Mädesüß daher stammt, dass es Met und auch Wein eine aromatischere Süße verlieh. Tatsächlich eigenen sich sowohl die Blüten als auch die Blätter dazu, Süßspeisen oder Getränken einen süß-herben Geschmack zu verleihen. So kann die Pflanze unter anderem zum Verfeinern von Panna cotta genutzt werden, wie kraut&rüben berichtet. Taucht man die Blüten in Flüssigkeit, so geben diese die Geschmacksstoffe an die Flüssigkeit ab und verleihen dadurch über Nacht beispielsweise Teig oder Sahne einen an Honig und Mandel erinnerten Geschmack. Aber auch die jungen, noch zarten Blätter können im April und Mai Salaten eine besondere Geschmacksnote verleihen.

Mädesüß: So klappt der Anbau

Der gesunde Geschmacksträger fühlt sich am wohlsten an nährstoffreichen, feuchten Wiesen, Bachufern, Streu- oder Moorwiesen, aber auch an Teichrändern. Aber die Staude eignet sich auch gut zum Verwildern von naturnahen Ecken im Garten. Allerdings kann es bei sehr trocknen Böden zu einem erhöhten Risiko von echtem Mehltau kommen. Der Standort von Mädesüß sollte sonnig oder halbschattig sein, damit die Wiesenkönigin im Juni bis August richtig aufblüht. Vermehren lässt sie sich am besten durch Teilung des Wurzelstocks, mit etwas Geduld sät sich auch selbst aus. Somit ist diese vielseitige Pflanze eine einfach zu kultivierende Bereicherung für Ihren Hobbygarten. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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