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Löffelkraut: Ein Wikingerkraut, das sogar im Winter wächst

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Von: Mattias Nemeth

Das Löffelkraut soll wegen seiner Nährstoffe und Heilwirkungen bereits bei den Wikingern sehr beliebt gewesen sein. Es wurde eingesalzen und fässerweise auf Seereisen mitgenommen.

München – Das Löffelkraut wurde früher sehr oft in den Gärten angebaut und war auch ein wichtiger Teil der alten Kräuterküche. Aber in den letzten Jahren geriet es immer mehr in Vergessenheit. Auch der Bestand in der Natur ging stark zurück und gilt nun als „gefährdet“. Ein Grund mehr warum es im Garten angebaut werden sollte. Ein weiterer ist der Nutzungszeitraum, die Pflanze kann nämlich auch im Winter genutzt und geerntet werden.

Löffelkraut: Ein Wikingerkraut, das sogar im Winter wächst

Das Löffelkraut kann je nach Aussaatzeitpunkt im Sommer und auch im Herbst und Winter geerntet werden. Dazu können die namensgebenden löffelförmigen Blätter nach Bedarf abgezupft werden. Diese haben ein leicht bitteres und salziges Aroma. Das wunderbar Kräutermischungen, Kräutersalz, Kräuterbutter und Salate verfeinert. Zudem sind sie auch eine tolle Zutat für grüne Smoothies. Denn sie sind wahre Vitaminbomben. Dazu nutzt man sie frisch. Aber sie können auch getrocknet oder in Salz eingelegt werden. Die getrockneten Blätter verlieren aber einen Teil ihres Aromas. Neben den Blättern können im Frühsommer die jungen Blütenknospen und Triebspitzen zum Essen genutzt werden.

Löffelkraut: Die Heilwirkung ist seit dem Mittelalter bekannt

Das Löffelkraut war schon seit langen wegen der Nährstoffe und Vitamine beliebt, die das es auch im Winter lieferte. Unter anderen enthält es:

Ein übbiger Busch Löffelkraut mit weißen Blüten. (Symbolbild)
Löffelkraut ist vor allem im Winter eine sehr wertvolle Pflanze. (Symbolbild) © Robert Biedermann/Imago

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Früher galt das Löffelkraut als das Heilkraut gegen Skorbut. Aber es auch heutzutage ist es eine wertvolle Heilpflanze. Es ist:

Außerdem soll der Tee aus getrockneten Blätter auch bei Rheuma und Gicht helfen.

Löffelkraut: Anbau und Vermehrung

Das Löffelkraut ist recht anspruchslos und einfach anzubauen. Es braucht nur einen humusreichen Boden und sollte ausreichend gegossen werden, da es feuchte Erde mag. Als Standort ist ein schattiger bis halbschattiger Platz besonders gut geeignet. Die Aussaatzeiträume sind von März bis April und von August bis September. Es kann direkt ins Freiland gesät werden. Vermehrt werden kann das Löffelkraut durch eigenes Saatgut. Dieses bildet sich nach der Blüten in eiförmige Schoten. Die Ernte ist nahezu rund ums Jahr möglich, außer während der Blütezeit, dann sind die Blätter ungenießbar scharf, aber ansonsten kann man sich das ganze Jahr mit Vitamin C versorgen, wie kraut&rüben berichtet. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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