1. 24garten
  2. Mein Garten

Litschi-Tomate: Unbekanntes Nachtschattengewächs mit Fruchtgeschmack

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Mattias Nemeth

Die Schale erinnert an eine Physalis, die Frucht an eine Tomate und der Geschmack an eine Kirsche, dieses pflanzliche Wolpertinger ist die Litschi-Tomate.

München – Die Litschi-Tomate hat auf den ersten Blick keine allzu große Ähnlichkeit mit Tomaten, da die Blätter und der Stiel mit Stacheln besetzt sind. Auch ein bisschen klebrig ist die Pflanze. Das schützt sie sehr gut gegen Fressfeinde. Der Geschmack ist aber fruchtig und köstlich.

Litschi-Tomate: Das unbekannte Nachtschattengewächs mit Kirschgeschmack

Den meisten ist die Litschi-Tomate wohl unbekannt. Aber es lohnt sich auf jeden Fall, diese Pflanzen mal im eigenen Garten auszuprobieren. Sie können nämlich ganz einfach zusammen mit Tomaten angebaut werden. Der einzige Unterschied im Anbau ist, dass die Litschi-Tomate öfter gegossen werden sollte als die normalen Tomaten. Zum Glück müssen die stachligen Blätter nicht ausgegeizt werden. Dabei werden sie ungefähr zwei Meter hoch. Am besten wachsen sie an einem sonnigen bis halbschattigen und windgeschützten Standort. Als Dünger eignen sich am besten Kompost und Hornspäne. Ist sie gut versorgt, kann sie bis zum Oktober Früchte ausbilden. Die pikierten Litschi-Tomaten Jungpflanzen sollten genau wie Tomaten rechtzeitig im Frühbeet oder unter Folie abgehärtet werden, wie kraut&rüben berichtet.

Die Blüte, die Stacheln und die reife Früchte der Litschi-Tomate. (Symbolbild)
Die Litschi-Tomate ist ein weitgehend unbekannte Obstsorte. (Symbolbild) © Shotshop/Imago

Die roten Früchte können roh gegessen werden, geschmacklich erinnern sie an eine Mischung aus Kirsche und Physalis. Die Reife der Früchte erkennt man ganz leicht daran, dass die Schale sich öffnet und die Frucht freigibt. Die Früchte können verwendet werden um:

zuzubereiten.

Noch mehr spannende Garten-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Litschi-Tomate: Klebrig aber Nützlingsmagnet

Manche Insekten werden durch den klebrigen Film der Pflanzenhärchen und von den Stacheln ferngehalten. Doch Bienen und Hummeln werden von den weißen und blauen Blüten angezogen, die auch nicht klebrig sind. Am Rand von Beeten hält sie Tiere wie Hunde, Katzen oder Rehe von diesen fern, da die Stacheln eine abschreckende Wirkung haben.

Die Vermehrung funktioniert auch sehr einfach. Hierfür einfach die Samen aus den voll ausgereiften Früchten entnehmen und trocknen. Im nächsten Jahr können sie im Februar wieder ausgesät werden. Nach ein bis zwei Wochen keimen die Samen. Da diese Pflanzen sehr einfach im Anbau sind, sind die Litschi-Tomaten auch für Anfänger geeignet.
 *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant