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Linde: Heilpflanze und Insektenmagnet im eigenen Garten

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Von: Franziska Irrgeher

Linden finden sich selten im Garten, meist stehen sie an öffentlichen Plätzen. Doch die Linde bietet auch auf dem eigenen Grundstück einige Vorteile, braucht aber Platz.

München – Linden kommen meist im öffentlichen Raum zur Begrünung vor. „Unter Linden“ und ähnliche Namen prägen dann passend auch Restaurants, Plätze und mehr. Die Bäume sind schön, um unter ihnen zu sitzen. Aber eignen sie sich auch für Gärten? Durchaus, nur die Gartengröße muss passen. Denn eine Linde ist eine Investition fürs Leben.

Linde: Heilpflanze und Insektenmagnet im Garten

Bei manchen Gartenpflanzen, vor allem bei Obstbäumen, denken wir nicht über das Alter nach, das der Baum erreichen kann. Obstbäume vergreisen bei falschem Schnitt und tragen dann weniger Früchte. Anders verhält es sich dagegen mit Laubbäumen ohne direkt essbare Früchte. Die Linde (Tilia spec.) ist nicht unbedingt der erste Gartenbaum, an den wir denken würden, wenn es um die Neubepflanzung geht. Doch gerade Linden können einen Garten bereichern. Es gibt jedoch zwei wichtige Punkte:

Ähnlich wie eine Schildkröte als Haustier ist eine Linde im Garten also eine Anschaffung für lange Zeit. Wenn Gartenfans sicher sind, dass der Baum dort stehen bleiben darf, ist die Linde aber eine tolle, schattenspendende Gartenpflanze.

Linde: Die Vorteile der Gartenpflanze

Die Linde bringt viele Vorteile mit sich. Neben ihrem hübschen Erscheinungsbild spenden gerade große Bäume mit üppiger Krone viel Schatten. Zudem duften die Lindenblüten im Sommer toll und können auch gut verwendet werden. Je nach Art gibt es auch kleiner bleibende Linden, sodass auch für mittelgroße Gärten eine Pflanze dabei sein kann. Gekauft werden meist Sommer- oder Winterlinde, auch die Silberlinde ist beliebt.

Insekten profitieren von Linden, denn auch Insekten mit kurzem Rüssel finden dort Nahrung. Die Sommerlinde blüht im Juni, danach die Winterlinde ab Ende Juni und als letzte ist die Silberlinde dran, die bis Ende Juli blüht. Gelegentlich wird beobachtet, dass vor allem Hummeln im Spätsommer unter Linden sterben. Dazu gibt es mehrere Theorien, die teils bereits widerlegt wurden. Giftig scheint die Lindenblüte nicht zu sein. Jedoch sind Hummeln, die im Juli Lindenblüten ansteuern, oft schon sehr geschwächt und sterben dann dort oder werden Opfer anderer Tiere. Umgehen können Gartenfans dieses Problem ein wenig, indem sie Blumen und Stauden in den Garten setzen, die auch im Spätsommer noch blühen und Nektar liefern. Sterben werden die Tiere dann ohnehin irgendwann, denn mit den begatteten Jungköniginnen ist die Aufgabe des Volkes erfüllt.

Neben Insekten profitiert aber auch der Mensch von Linden, sie ist eine altbekannte Heilpflanze. Lindenblütentee hilft bei Erkältungen, dafür benötigen Gartenfans gerade frisch aufgeblühte Blüten. Diese trockenen sie dann samt den Hochblättern. Auch Lindenblüten-Honig ist äußerst beliebt, Hobby-Imker dürfen sich auch darüber freuen. Zudem soll der Honig heilende Wirkungen haben. Außerdem können Lindenblüten als Tinktur gegen Tränensäcke helfen.

Mit einer Linde holen Sie sich also einen Insektenmagneten und eine Hausapotheke in den Garten.

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Linde: So wird sie im Garten gepflanzt

Wer sich für eine Linde im Garten entschieden hat, kann diese entweder im Frühjahr oder im Herbst pflanzen. Wichtig ist nur ein sonniger und heller Standort mit pH-neutralem Boden. Besser wäre allerdings der Hebst für die Pflanzung geeignet, noch vor dem ersten Frost.

Das sollten Sie beim Pflanzen der Linde beachten:

Die Linde ist ein recht pflegeleichter Baum, der notfalls anfangs noch umgesetzt werden kann. Wie bei allen großen Bäumen fällt natürlich auch einiges an Blüten, Blättern und vor allem Honigtau im Sommer an. Stellen Sie im Sommer keine Autos unter Linden. Ansonsten werden Gartenfans in dem Baum aber einen treuen Schattenspender finden.

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