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Lichtmess und Bauernregeln: Ab dem 2. Februar ist es länger hell

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Von: Franziska Irrgeher

Zu sehen ist ein brennendes Teelicht im Vordergrund und einige im Hintergrund unscharf (Symbolbild).
Ab Lichtmess werden die Tage wieder spürbar länger (Symbolbild). © RobStark/Imago

Der 2. Februar ist ein besonderer Tag, auch wenn viele gar nicht daran denken. Denn ab jetzt ist es spürbar länger hell. Bauernregeln und mehr.

München – Der 2. Februar ist 40 Tage nach Weihnachten und wird von manchen als Mariä Lichtmess, Mariä Reinigung oder Darstellung des Herrn gefeiert. Doch Sie müssen nicht gläubig sein oder dem Christentum angehören, um sich diesen Tag zu merken. Denn er bringt ganz dem Namen nach etwas, nach dem sich viele im Winter sehnen: mehr Tageslicht. Warum und welche Bauernregeln es gibt, erklären wir im Folgenden.

Lichtmess und Bauernregeln: Ab dem 2. Februar ist es länger hell

Lichtmess war laut BR24 bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil auch das Ende der Weihnachtszeit. Auch heute sieht man in Häusern und Kirchen vereinzelt bis Lichtmess noch Krippen und Bäume. Der Hintergrund sei laut BR24 aber ein alter jüdischer Brauch. Dabei geht es grob darum, dass eine Frau bis 40 Tage nach der Geburt eines Jungen als unrein galt und danach ein Reinigungsopfer, also ein Tier, im Tempel darbringen musste. Zudem wurde das Kind dem Gott im Tempel quasi vorgestellt beziehungsweise geweiht, daher Darstellung des Herrn.

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Das also erklärt das Datum am 2. Februar, noch nicht aber die Bauernregeln und gerade die sind heute noch interessant. Denn an diesem Tag begann früher auch das Bauernjahr, es ging wieder los mit der Arbeit draußen. Das merkt man auch, wenn man sich die Gartenarbeit für Februar heute ansieht, denn schon einiges an Gemüse kann gesät werden, spätestens am Monatsende. Zudem startet Mitte Februar der Vorfrühling. Für Bedienstete bedeutete Anfang Februar damals nicht nur Gehalt, sondern oft auch eine neue Arbeitsstelle und neue Aufgaben.

Lichtmess bringt aber noch eine Änderung mit sich, über die sich auch heutzutage jeder freuen dürfte: Es wird wieder heller und das merkt man auch. Auch die Bauernregeln rund um Lichtmess befassen sich mit längeren Tagen und dem Wetter:

Die Regeln sind eindeutig: schönes Wetter an Lichtmess bedeutet meist noch einen langen Winter und gute Ernte, schlechtes Wetter dagegen verheißt einen baldigen Frühling. Die Tageslänge beträgt Anfang Februar übrigens schon neun Stunden und verlängert sich dann rasant um einige Minuten pro Tag. Noch Anfang Januar lag die Tageslänge dagegen bei weniger als acht Stunden.

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