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Wie viel Licht brauchen Zimmerpflanzen? Lichtbedarf schnell erklärt

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Von: Franziska Irrgeher

Zimmerpflanzen können sehr unterschiedliche Ansprüche an die Lichtmenge haben. Fehler beim Standort schaden der Pflanze. Wir erklären den Lichtbedarf.

Hamburg – Wer Zimmerpflanzen kauft und der Pflanze einigermaßen gerecht werden möchte, achtete meist zuerst auf den Standort. Oft liefert der Beschreibungstext dazu erste Hinweise und nicht selten finden sich dann Dinge wie „helles, indirektes Licht“ oder „Schattenpflanze“. Für Laien kann das nicht nur verwirrend sein, sondern langfristig auch der Pflanze schaden. Wir erklären daher grob den Lichtbedarf von Zimmerpflanze und wie Sie die Anweisungen interpretieren sollten.

Wie viel Licht brauchen Zimmerpflanzen? Lichtbedarf einfach erklärt

Abhängig von ihrer Herkunft und dem Ort, an dem sie dort wachsen, brauchen Zimmerpflanzen viel oder wenig Licht. Manche mögen es nur gefiltert, wie sie es beispielsweise in ihrer Heimat unter hohen Bäumen bekommen würden. Das Problem dabei ist: Wenn die Pflanze in Ihrem Zuhause dann die falschen Lichtverhältnisse vorfindet, können bei zu viel Sonne Blätter verbrennen, bei zu wenig kann die Pflanze eingehen.

Zu sehen ist eine blonde Frau, die eine Monstera in Fensternähe einsprüht, daneben andere Pflanzen (Symbolbild).
Ein Standort neben einem großen Fenster ist für viele Pflanzen ideal (Symbolbild). © Vasily Pindyurin/Imago

Wie viel Licht brauchen Zimmerpflanzen? Lux-Werte im Überblick

Die Angaben der Züchter oder Verkäufer sind manchmal für Anfänger etwas unverständlich. Hinzu kommen Schwankungen dank der Jahreszeiten. Selbst wenn im Sommer der Standort perfekt ist, kann die Pflanze dank der dunkleren Wintermonate Probleme bekommen.

Im Sommer bringe es die Sonne auf 100.000 Lux, berichtet der Norddeutsche Rundfunk (NDR), an bedeckten Sommertagen noch auf rund 20.000 und am bedeckten Wintertag auf 3.500. Der Unterschied ist also riesig, hinzu kommen Fenster und andere bauliche Gegebenheiten. Im Winter haben Zimmerpflanzen laut NDR maximal 2.000 Lux zur Verfügung, zum Wachsen seien rund 1.000 nötig. Der NDR nennt außerdem Zahlen zu folgenden Piktogrammen an Pflanzen:

Nun könnten Sie theoretisch nachmessen, für eine ganze Wohnung wird das aber schwierig und ist nicht nötig.

Wie viel Licht brauchen Zimmerpflanzen? Passenden Standort erkennen

Insgesamt gibt es tatsächlich Pflanzen, die Schatten vertragen, darunter Bogenhanf, Glücksfeder, einige Farne und mehr. Jedoch wachsen Pflanzen im Schatten meist auch langsamer. Ein Spezialfall sind panaschierte Pflanzen, also welche mit weißen, gelben oder anders gefärbten Anteilen der Blätter, sogenannter Variegation. Sie brauchen einerseits ausreichend Licht, um die oft instabile Panaschierung aufrechtzuerhalten. Andererseits sind die hellen Blätter anfälliger für Verbrennungen. Auch sogenannte „Schattenpflanzen“ reagieren mitunter sensibel auf zu viel oder direktes Sonnenlicht und bevorzugen Standorte in Ecken oder Regalen.

Zu sehen ist die Zeichnung eines Raumes, mit Zimmerpflanzen, die in verschiedenen Abständen zum Fenster stehen.
So viel Licht kommt je nach Standort bei den Pflanzen an. © 24garten.de

Grob lässt sich Folgendes sagen:

Achtung: Nur wenige Pflanzen wie die Strelitzie vertragen direkte Sonne. Insgesamt zeigt die Pflanze früher oder später auch, wenn der Standort falsch ist, lassen Sie sich von braunen Blattspitzen nicht gleich entmutigen. Gardinen oder Rollos sorgen für mehr Schatten. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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