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Laubbläser: Elektrisch, mit Akku oder Benzin betrieben? Dieser Laubbläser passt zu Ihnen  

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Von: Anna Katharina Küsters

Ein Gärtner entfernt mit einem Laubbläser herbstlich verfärbtes Laub von einer Rasenfläche.
Laubbläser sind aufgrund ihrer Lautstärke nicht bei allen Gärtnerinnen und Gärtnern beliebt (Symbolbild). © Sina Schuldt/dpa

Laubbläser sind ein umstrittenes Gerät. Die einen freuen sich über die Leistung bei der Gartenarbeit, die anderen klagen über die Lautstärke.

Dessau-Roßlau – Im Herbst warten eine Menge Gartenarbeiten auf Gärtnerinnen und Gärtner. Neben dem Rasenmäher und dem Vertikutierer kommen auch Kettensäge und Holzspalter zum Einsatz. Je mehr Blätter die Bäume im Garten verlieren, desto wahrscheinlicher müssen Gartenfans auch zum Rechen oder zum Laubbläser beziehungsweise Laubsauger greifen. 

Laubbläser: Die Unterschiede zwischen Laubbläser und Laubsauger

Wer im Herbst vor einer großen laubbedeckten Rasenfläche steht und diese eigentlich mit dem Vertikutierer bearbeiten möchte, muss Laub kehren. Bei einer zu großen Fläche kann das aber schnell eine kräftezehrende Arbeit sein, die mithilfe eines Laubbläsers schneller verrichtet ist. Auch mit Laub bedeckte Dachrinnen können Gärtnerinnen und Gärtner mit einem Laubbläser schneller und Rücken schonender reinigen, als von Hand. Beim Kauf eines Laubbläsers ist zu beachten, ob Gartenfans einen Laubbläser, einen Laubsauger oder eine Kombination beider Geräte benötigen.

Mit einem Laubbläser tragen Gärtnerinnen und Gärtner große Laubmassen schnell zusammen. Die Geräte pusten mit teils 300 km/h die Blätter und auch Rasenschnitt zusammen, wonach das Laub gut gestapelt auf einem großen Haufen liegt und ein Rasenmäher keinen Fangkorb mehr braucht. Gärtnerinnen und Gärtner könne sich nun einen Sack nehmen und diesen füllen oder das Laub als Unterschlupf für Tiere wie Igel liegen lassen.

Wer sich die Arbeit des Laubwegbringens sparen möchte, kann auch zu einem sogenannten Laubsauger greifen. Dieser erinnert an einen Staubsauger, nur statt Staub saugt er Laub ein. Laut dem Gartencenter Dehner beherbergt jeder Laubsauger einen Fangsack, in den das Laub verschwindet. Laubsauger gibt es oft auch mit einer integrierten Gebläsefunktion, sodass Gärtnerinnen und Gärtner sie sowohl als Sauger als auch als Bläser verwenden können.

Laubbläser: Elektrisch, mit Akku oder mit Benzin

Gartenfans sollten sich außerdem noch entscheiden, ob sie ein elektrisch betriebenes, eines mit Akku oder ein Benzin betriebenes Gerät benötigen. Die elektrisch betriebenen Laubbläser eignen sich laut dem Baumarkt Hornbach ähnlich wie ein elektrisch betriebener Rasenmäher besonders gut für kleinere Gärten mit weniger Fläche. Sie haben ein recht geringes Eigengewicht und bei kleineren Flächen stört auch das Kabel nicht. Wer flexibler arbeiten will, legt sich ein Akku betriebenen Laubbläser zu. Dabei besteht keine Gefahr, das Kabel durchzuschneiden, von Zeit zu Zeit muss allerdings der Akku an die Aufladestation. Ähnlich wie eine mit Benzin betriebene Kettensäge ist ein Benzin betriebener Laubbläser nur für große Parkanalgen sinnvoll. Die Geräte haben die nötige Power, um große Flächen auch mit feuchten Gras zu bewältigen. Das richtige Benzingemisch ist bisweilen aber recht teuer, die Geräte schwer und aus ökologischer Perspektive aufgrund der Abgase fragwürdig. Auch bei Haushalten mit Kindern sollte bei Benzin-Laubbläsern besondere Vorsicht walten, damit sich keiner verletzt.

Laubbläser: Kosten für einen Laubbläser

Die Kosten bei einem Laubbläser beziehungsweise Laubsauger variieren. Kleinere elektrische Laubbläser erhalten Gartenfans schon für rund 40 Euro, aufwendigere Geräte liegen jedoch bei etwa 150 Euro. Bei den Akku betriebenen Laubbläsern sieht es ähnlich aus. Dort starten die Preise bei etwa 50 Euro, gehen teils aber bis zu 250 Euro hoch. Besonders tief ins Portemonnaie greifen müssen Gärtnerinnen und Gärtner bei Benzin-Laubbläsern. In der Regel starten dabei die Preise ab 150 Euro und klettern hinauf bis zu 300 bis 400 Euro. In manchen Gartenmärkten lassen sich die Geräte auch leihen, was durchaus Kosten spart.

Laubbläser: Aus ökologischer Sicht schwierig

Laubbläser helfen bei der Gartenarbeit, haben aber aus ökologischer Sicht und im Sinne des Naturschutzes einige Nachteile. So können die Geräte laut dem BUND bis zu über 100 Dezibel laut sein, was etwa der Lautstärke eines Presslufthammers entspricht. Das Geräusch stört über einen Längeren Zeitraum nicht nur Mensch, sondern auch Tier. Leise Varianten gibt es kaum. Auch die Abgase von benzinbetriebenen Laubbläsern stehen seit längerem in der Kritik, da sie meist ungefiltert in die Luft gelangen. Neben den Abgasen gelangen durch Laubbläser und Laubsauger auch kleine Pilze, Tierkot und Mikroben in die Luft, die gesundheitliche Schäden hervorrufen können.

Auch Insekten und andere Tiere leiden laut dem Umweltbundesamt unter den Laubbläsern und Laubsaugern. Denn die Geräte saugten auch Kleintiere wie Spinnen, Insekten und Frösche auf, die dann im Gartengerät verenden.

Wichtig ist auch, zu beachten, dass per Gesetz die Nutzung von Laubbläsern und Laubsaugern nur wochentags zwischen 9 und 13 Uhr sowie zwischen 15 und 17 Uhr erlaubt ist. Das soll der Lärmbelästigung und Ruhestörung Einhalt gebieten. Eine Mittagsruhe ist also immer einzuhalten. Bei Rasenmähern, Vertikutierern, Kettensägen und Holzspaltern sind die Regeln nicht so streng.

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