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Lampionblumen: So wachsen besonders viele orange Kelchblätter heran

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen ist ein Strauch, an dem viele orange Lampion-ähnliche Blätter hängen (Symbolbild).
Die Lampionblume gehört zu den Klassikern im herbstlichen Beet (Symbolbild). © Wolfgang Rieger/Imago

Die Lampionblume ist ein absoluter Herbstklassiker im Beet. Wer besonders viele der orangen Kelchblätter wünscht, muss die Pflanze richtig pflegen.

München – Der Herbst ist in Verbindung mit Sonnenschein einer der schönsten Jahreszeiten im Garten. Die Erntekörbe sind ein letztes Mal bis oben hin gefüllt, die Blätter färben sich langsam bunt und zwischendrin im Beet entdecken Gärtnerinnen und Gärtner die kleinen, orangen Lampions. Sie hängen an der, aus botanischen Sicht als Physalis alkekengi bezeichneten, Pflanze. Um die Lampionblume im Garten anzupflanzen, braucht es nur ein bisschen Geschick.

Lampionblumen: Das braucht der Herbstklassiker im Blumenbeet

Die Lampionblume gehört zu den Nachtschattengewächsen und stammt aus der Gattung der Blasenkirschen, auch Physalis genannt. Hierzulande ist sie besonders aufgrund ihrer zarten, orangen Kelchblätter bekannt, die an kleine Lampions erinnern. Ihren Ursprung hat die Lampionblume in asiatischen Ländern, mittlerweile finden sich weltweit jedoch schon etwa 90 verschiedene Arten der Pflanze.

Im Laufe ihrer Vegetationsperioden durchläuft die Lampionblume eine erstaunliche und faszinierende Veränderung. Von Juli bis etwa September lassen sich an der rund ein Meter hochwachsenden Pflanze weiße, sternförmige Blüten erkennen. Die Blüten der Pflanze sind noch eher unauffällig, im Gegensatz zum nächsten Entwicklungsschritt. Dann bilden sich nämlich aus den zarten Blüten die bekannten Kelchblätter, die sich zum orangen Lampion entwickeln. Doch damit ist nicht Schluss. Im fortschreitenden Herbst verliert die orange, pergamentartige Hülle allmählich ihre Kraft und zurück bleibt ein faszinierendes, fragiles Gerippe um die innen liegenden Beeren. Bis in den Winter hinein bietet die Lampionblume also ein beeindruckendes Schauspiel und transformiert sich beständig.

Zu sehen ist das Gerippe einer ehemals orangen Lampionblume und die in ihre enthaltene Frucht (Symbolbild).
Auch im späten Herbst fasziniert die Lampionblume mit ihrer Erscheinung (Symbolbild). © imagebroker/Imago

Lampionblumen: Diesen Standort bevorzugt die Pflanze

Besonders anspruchsvoll ist die Staude nicht. Folgende Merkmale sollte der Boden für die Lampionblume aufweisen:

Die Pflanze sollte zudem an einem sonnigen bis halbschattigen Platz im Garten wachsen. Staunässe sollte in jedem Fall nicht auftreten. Wer die Blume im Kübel anpflanzt, sollte darauf verstärkt achten.

Wer sich im Herbst der nächsten Gartensaison über die orangen Lampions freuen möchte, der zieht die Pflanze am besten im Frühjahr vor. Wichtig ist, der Lampionblume mit einer Wurzelsperre Einhalt zu gebieten, da sie sich sonst im Laufe der Zeit schnell im Garten ausbreitet. Die Jungpflanzen müssen Gartenfreunde kräftig angießen, so bekommt die Pflanze genügend Halt, um richtig anzuwurzeln. Die Lampionblume ist sowohl im Beet als auch im Kübel winterhart, im Kübel benötigt sie jedoch entsprechenden Winterschutz wie ein Vlies und eine Styroporplatte unter dem Blumentopf.

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Lampionblumen: Weitere Pflegemaßnahmen

Wie die meisten Stauden braucht auch die Lampionblume im Frühjahr einen Rückschnitt. Ein Rückschnitt im Herbst empfiehlt sich nicht, da die Pflanze ihr Laub als Kälteschutz braucht. Bei Jungpflanzen ist es außerdem sinnvoll, sie zu Beginn vor zu starker Sonneneinstrahlung zu schützen. Stehen die frischen Pflänzchen zu sehr in der Sonne, lassen sie schnell die Blätter hängen.

Aus den orangen Lampions lassen sich dann im Laufe des Herbstes wunderbare Dekorationen wie etwa Herbstkränze oder Trockenblumensträuße zusammenstellen. Wer die Lampions trocknen möchte, stellt die Stiele am besten noch einige Zeit nach dem Pflücken in eine mit etwas Wasser gefüllte Vase. Das verlängert die Strahlkraft der orangen Farbe.

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