1. 24garten
  2. Mein Garten
  3. Kurioses

Weihnachtsessen aus aller Welt: Diese fünf Gerichte stellen Würstchen, Gans & Co. locker in den Schatten

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Jasmin Pospiech

Was für die einen der Gänsebraten an Weihnachten ist, sind für die anderen Würstchen mit Kartoffelsalat. Das ist aber nur bei uns so. Was in anderen Teilen der Welt zum Weihnachtsfest auf den Tisch kommt.

München – In vielen Teilen der Welt wird das Weihnachtsfest gefeiert. Doch während sich die Kleinen über ihre Geschenke freuen, sind die Erwachsenen schon im Stress. Schließlich müssen sie jetzt die letzten Vorbereitungen treffen und das Weihnachtsessen herrichten.

Kurioses Weihnachtsessen aus aller Welt: Diese Fünf stellen Würstchen, Braten & Co. locker in den Schatten

Traditionell kommen hierzulande deftige Klassiker wie Weihnachtsgans, Würstchen mit Kartoffelsalat, Raclette und Fondue, aber auch Karpfen auf den Tisch. Doch andere Länder, andere Sitten – weshalb die Redaktion Ihnen die interessantesten und teils kuriosesten Weihnachtsgerichte der Welt präsentiert.

Kurioses Weihnachtsessen aus aller Welt: Polen und Litauen

Während wir in Deutschland in der Vorweihnachtszeit schon Plätzchen backen, Lebkuchen schlemmen und Glühwein trinken, fällt diese für Menschen aus Polen und Litauen eher karg aus. Diese fasten schließlich während der gesamten Adventszeit. Die Fastenkur wird erst an Heiligabend gebrochen, wenn der erste Stern am Himmel aufgeht, heißt es. Zudem werden in Erinnerung an die zwölf Apostel zwölf fleischlose Gerichte gereicht, zusätzlich ist nur Fisch, meist Karpfen, an Heiligabend erlaubt.

Kurioses Weihnachtsessen aus aller Welt: Großbritannien

Auch im Vereinigten Königreich versammelt sich die ganze Familie um den deftigen Braten. In der Regel gibt es dann Truthahnbraten, aber auch Huhn und Gans sind beliebt. Diese werden mit Brät, Gemüse und Kastanien gefüllt, als Beilage gibt es oft Bratkartoffeln, Pastinaken und Rosenkohl.

Doch die wohl eingängigsten Gerichte sind dank ihrer kuriosen Namen einmal „pigs in blankets“ (Würstchen im Speckmantel) und „devils on horseback“ (Datteln im Speckmantel). Darüber wird viel Bratensoße gegossen, mit ein wenig Preiselbeer-Gelée verfeinert und mit ordentlich Brotsoße heruntergespült.

Kurioses Weihnachtsessen aus aller Welt: Libanon

Im Libanon werden zu Weihnachten gerne nationale Spezialitäten gereicht. Neben Truthahn oder Huhn, gefüllt mit gewürztem Reis, sind das oft auch die „kibbeh“ (Klöße aus Bulgur und Hackfleisch), der Taboulé-Salat aus Tomaten, Minze, Petersilie, Bulgur oder Couscous sowie verschiedene kleine Vorspeisen, Pasten und Co. zu gewürztem (Lamm-)Fleisch.

Doch kurios ist auch, dass auch die Zeit unter dem französischem Völkerbundmandat nach dem 1. Weltkrieg Spuren auf der libanesischen Weihnachtstafel hinterlassen hat. Neben mit Zucker umhüllten Mandeln wird hier an Heiligabend auch die „bûche de Noël“ verspeist, eine sehr bekannte und beliebte französische Süßigkeit. Diese besteht aus einer Schoko-Biskuitrolle in Form eines Baumstamms. (Weihnachtsmarkt-Klassiker: So machen Sie die weihnachtlichen Leckereien selbst)

Kurioses Weihnachtsessen aus aller Welt: Japan

Ja, auch in Japan wird Weihnachten gefeiert, obwohl es offiziell kein nationaler Feiertag ist. Familien beschenken sich dann allerdings untereinander gegenseitig und scharen sich um den Essenstisch, auf dem ein Eimer frittierter Hähnchenflügel steht! Statt sich stundenlang in die Küche zu stellen und einen Braten zu kredenzen, gehen die Japaner lieber zur Fastfood-Kette KFC.

Aufgrund einer sehr erfolgreichen Werbekampagne in den 70ern gehört sie an Heiligabend zum guten Ton beziehungsweise auf die Weihnachtstafel. Tatsächlich sind die frittierten Hähnchenschenkel so beliebt, dass die Filialen von KFC bereits Monate im Voraus Bestellungen aufnehmen müssen.

Kurioses Weihnachtsessen aus aller Welt: Philippinen

Auf den Philippinen wird gerne an Heiligabend die „Noche Buena“ (auf Deutsch etwa: „die gute Nacht“) gegessen. Dieses Gericht, das einst die spanischen Kolonialherren mitbrachten, besteht aus „lechon“ (Spanferkel), „queso de bola“ (Edamer Käse) und diversen Nudelgerichten. (Grillen im Winter: So schmecken die Zutaten auch bei frostigen Temperaturen im Garten)

Zudem kommt seit ein paar Jahren auf den Inseln immer mehr in Mode, eine leicht süße Variante von Spaghetti mit Tomatensoße beim Weihnachtsessen zu reichen. Ob das wohl die Italiener wissen?

Auch interessant