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Pappe im Garten: So helfen die Kartons der Erde im Beet

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Von: Franziska Irrgeher

Pappkartons stapeln sich schnell, vor allem wenn viel online bestellt wird. Doch wohin mit all den Schachteln? Der Garten wäre ein guter Ort, denn Kartons sind wahre Wunderwaffen.

Leipzig – Gerade während der Corona-Pandemie floriert der Online-Handel und in den Häusern und Wohnungen stapeln sich dann alte Kartons. Die können natürlich recycelt oder einfach zur Aufbewahrung genutzt werden. Doch eine ganz andere Option ist es, die Kartons im Garten zu nutzen.

Pappe im Garten: So helfen die Kartons der Erde im Garten

Unkraut jäten, Dünger dosieren, Gießen und vieles mehr ist im Sommer Teil der Garten-Routine. Die Pflanzen danken es einem mit schönen Blüten und vielen leckeren Früchten. Doch viele Gartenarbeiten sind mühsam, etwa die Entfernung von Unkraut. Hier können Kartons helfen. Doch in ihnen steckt noch viel mehr.

Pappe im Garten: Ist Pappe giftig für den Garten?

Kartons im Garten zu nutzen, mag erst mal absurd klingen. Doch genaugenommen handelt es sich (zumindest teilweise) um Pflanzenfasern und die können Naturfans durchaus nutzen. Vorab machen sich sicher Zweifel breit, vor allem bei Fans von Naturgärten. Ist Pappkarton ungiftig? Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) hat dazu einen Geoökologen und Fachmann für die Kompostierbarkeitsprüfungen befragt, der aussagte, Pappe sei meist ein hoch technisiertes Produkt. Die Pappe enthält Zusatzstoffe, enthalten können laut MDR beispielsweise Leim und Bindemittel sein, aber auch Füll- und Hilfsstoffe. Sogar Biozide könnten in geringer Menge enthalten sein, ebenso Farbstoffe und einiges mehr.

Das muss aber nicht bedeuten, dass Pappe immer schädlich ist, auf die Menge der Stoffe kommt es an. Für Gartenfans wird das aber schwer zu beurteilen. Kompostierbar sollten die Kartons in jedem Fall sein, ebenso unbedruckt und bestenfalls aus dem Lebensmittelbereich stammen. Ob Naturfans sich damit dann Schadstoffe oder andere unerwünschte Dinge in den Garten holen, bleibt ungewiss. Versuchen können Sie das Gärtnern mit Pappe dennoch, denn es ist recht praktisch.

Pappe im Garten: So gärtnern Sie mit Pappe

Pappkartons bieten bei der Gartenarbeit einige Vorteile gegen Unkraut und können die Arbeit definitiv erleichtern*. Da viele Hersteller ihre Schachteln inzwischen sogar selbst produzieren lassen, können Sie vorab auch nach der genauen Zusammensetzung fragen und so Biozide oder Mikroplastik ausschließen.

Haben Sie sich für das Gärtnern mit Pappe entschieden, ergeben sich folgende Möglichkeiten:

Somit ist Pappe im Garten Mulch und Unkrautvlies gleichzeitig. Damit das Ganze auch unbedenklich ist, sollte der Karton aber unbedingt unbeschichtet, unbedruckt und ohne Klebestreifen oder -reste sein. Karton im Beet ist eine effektive Idee, sollte in der Gartenpflege aber die Ausnahme oder zumindest ein einmaliges Experiment bleiben. Teebeutel oder Filterpapier beispielsweise dürfen in eine Wurmkiste. So finden Gartenfans manchmal auch noch andere Verwendungsmöglichkeiten für Reste aus dem Haushalt. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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