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Engelshaar: Pflanze, Deko, Dessert – die verschiedenen Bedeutungen des Begriffs

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Von: Franziska Irrgeher

Engelshaar ist eine schöne Dekoration für die Weihnachtszeit. Aber wussten Sie, dass es auch echte Pflanzen und Gebäck mit dem Namen gibt?

München – Vor allem im Advent und rund um Weihnachten findet es sich in Wohnungen und Häusern als Dekoration: Engelshaar. Meist sind das kleine goldene oder silberne gelockte Kupferdrähte, die tatsächlich wie Haare aussehen. Sie kommen als Lametta-Ersatz in Kränze, auf Bäume und vieles mehr und verbreiten Weihnachtsfeeling. Aber was den Begriff Engelshaar angeht, ist das längst nicht alles. Da gäbe es noch das gleichnamige Dessert, eine Pflanze und ein zweites Gewächs, das dem Draht optisch sehr nahekommt. Mehr dazu im Folgenden.

Engelshaar: Pflanze, Deko, Dessert – die Bedeutungen des Begriffs

Engelshaar ist ein dehnbarer Begriff. Vorwiegend tauchen darunter die bekannten Deko-Elemente auf, die aussehen wie kleine, silberne und goldene Locken und ideal für Weihnachten sind. Allerdings bezeichnen einige Menschen auch Naturphänomene als Engelshaar, etwa Gespinste auf Pflanzen oder Eis-Formationen. Letztere werden auch Haareis genannt und sehen faszinierend aus. Und dann gibt es da noch das echte Engelshaar, eine Pflanze.

Folgendes kann grundsätzlich unter dem Namen „Engelshaar“ gefunden werden:

Das Dessert finden Sie übrigens als Türkisches Engelshaar, es enthält bestimmte Teigfäden für die charakteristische Optik, außerdem (Frisch-)Käse, Pistazien, Zitronensaft, Butter und Zucker. Nicht nur zu Weihnachten eine leckere Speise.

Zu sehen ist das Federgras Stipa tenuissima draußen im Steingarten (Symbolbild).
Auch Federgras wird „Engelshaar“ genannt (Symbolbild). © Manfred Ruckszio/Imago

Engelshaar: So sieht die Pflanze aus

Interessant dürfte für Pflanzenfans aber vor allem das „echte“ Engelshaar sein, ein Gras. Es heißt auch Mädchenhaargras, kommt unter anderem aus Argentinien und Mexiko und hat weißliche Blütenrispen von Juni bis in den August. Die Pflanze eignet sich für trockene Plätze wie Steingärten, die Gräser selbst hängen leicht über, sind also recht ausladend. Die Horste können bis zu 90 Zentimeter hoch werden und vor allem in Gruppen gepflanzt macht das Gras einiges her.

Staunässe mag das Gras nicht, der Boden sollte eher durchlässig sein, der Standort sonnig, aber vor Feuchtigkeit sicher. An sich ist das Gras ziemlich pflegeleicht und auch den Winter über hübsch.

Und wer auf der Suche nach Ersatz für das Deko-Engelshaar ist, findet es an der Gewöhnlichen Waldrebe nach der Blüte.

Zu sehen sind weiße Fäden der Gewöhnlichen Waldrebe (Symbolbild).
Die Waldrebe sieht tatsächlich auch wie Engelshaar (Symbolbild). © Shotshop/Imago

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