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Bauernregeln im November: Diese Hinweise sollten Sie beachten

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Von: Anna Katharina Küsters

Bauernregeln haben ihre Bedeutung im Gartenalltag nie ganz verloren. Mit ihnen versuchten Bauern früher das Wetter vorherzusagen. Auch für den November gibt es einige Tipps.

München – Moderne Wissenschaft hin oder her, die jahrhundertelange Erfahrung der Bauern auf Feld und Wiesen ist für viele Gärtnerinnen und Gärtner zu einem wahren Schatz an Regeln und Vorgaben herangewachsen. Die Regeln sind meist am Wetter orientiert und mit den katholischen Feiertagen für die unterschiedlichen Heiligen verbunden. Im November darf dabei St. Martin zum Beispiel natürlich nicht fehlen.

Bauernregeln im November: Diese Weisheiten sollten Sie beachten

Bei Bauernregeln ist zu bedenken, dass oftmals die Region, in der die Regel entstanden ist, von Bedeutung für die Wettervorhersage hat. Daher unterscheiden sich die Bauernregeln teils stark oder treffen nur an bestimmten Orten zu. In den meisten Sprüchen bestimm das Wetter an Tag X das Wetter an Tag Y.

So auch bei vielen Bauernregeln im November. Beginnend am 1. November bringt Allerheiligen die ersten Bauernregeln mit sich. Allgemein bekannt sind zum Beispiel:

An Allerheiligen gedenken Katholiken traditionell allen Verstorbenen. Seinen Ursprung hat das Fest in der westlichen Welt in Rom. Dort ordnete der damalige Papst Bonifatius IV. im Jahr 609 oder 610 ein jährliches Fest für alle verstorbenen Heiligen und Märtyrer an.

Mithilfe der Bauernregeln versuchten sich früher viele Menschen auf kommende Wetterereignisse einzustellen. So war es nicht unerheblich, wenn es Weihnachten tatsächlich kalt werden würde. Und für die späte Ernte im ausklingenden Herbst überaus wichtig, wenn die Wetterverhältnisse wie bei einem Altweibersommer stabil und warm waren. (Chicorée: So pflanzen, pflegen und ernten Sie das Wintergemüse)

Bauernregeln im November: Vom Hubertustag bis St. Martin

Schon am 3. November geht es weiter mit einer wichtigen Weisheit. An St. Hubertus gilt folgende Bauernregel:

Der heilige Hubertus trug ursprünglich den Namen Hubertus von Lüttich und war Bischof von Lüttich und Maastricht. Er wird als Schutzpatron der Jagd verehrt. Dies geht zurück auf eine Legende, nach der er am Karfreitag im Wald einen Hirsch mit einem Kreuz zwischen dem Geweih entdeckte. Dieses Erlebnis soll ihn bekehrt haben. Aus Tradition finden am 3. November bis heute noch große Hubertusjagden statt. Schneit es an diesem besonderen katholischen Feiertag, bleibt der Bauernregel nach auch den Rest des Novembers der Schnee liegen. (Wintergarten: Wie Sie ihn gestalten – und welche Kosten auf Sie zukommen)

St. Martin ist bis heute ein bekannter katholischer Feiertag, an dem viele Kinder und Erwachsene dem heiligen Martin von Tours huldigen. Die Geschichte des heiligen St. Martin, der seinen Umhang im tiefsten Winter mit einem bettelarmen Mann teilte und diesen so vor dem Tod rettete, kennt fast jedes Kind. Neben Laternenumzügen, Gänsebraten und Weckmann gibt es zu diesem besonderen Tag aber auch einige alte Bauernregeln, die aus dem Wetter am 11. November das zukünftige Wetter ableiten. Zum Beispiel:

Bauernregeln im November: St. Katharina als Abschluss im November

Auch Ende November gibt es zu den Heiligentagen noch jede Menge Bauernregeln. Bekannt sind am 25. November zum Tag der Heiligen Katharina von Alexandrien zum Beispiel:

Bei der ersten Bauernregel ist sogar auf das Austreiben der Pflanzen im Frühjahr Bezug genommen. Von dem Wetter dieses heiligen Tages versuchten damals Bauern, das Wetter für den Rest des Winters abzuleiten. Die heilige Katharina ist die Patronin der Schulen, aber auch der Näherinnen und Schneiderinnen. Der Legende nach verfügte sie über solch rhetorische Fähigkeiten, unschlagbaren Argumente und tiefen Glauben, dass sie bei ihrer Hinrichtung zuerst verschont wurde. Stattdessen bekehrte sie der Geschichte nach viele Gelehrte zum Christentum und bekam bei einer geplanten Folterung Hilfe durch einen von Gott gesendeten Engel.

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