Zu sehen ist ein heller Tisch auf dem sowohl Äpfel als auch Birnen liegen (Symbolbild).
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Aus Birne und Apfel entstehen Hybride, die beide Obstsorten vereinen (Symbolbild).

Geschmackliche Neuheit

Bapfel: Was entsteht, wenn Apfel und Birne zueinander finden

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Obstliebhaber freuen sich, denn eine Kreuzung aus Birne und Apfel ist keine Zukunftsmusik mehr. Ein paar Informationen gibt es über den Bapfel jetzt schon.

Osnabrück – Birnen sind im Winter eher rar, aber Äpfel gibt es auch zur jetzigen Jahreszeit genügend. Eine Kreuzung aus Birne und Apfel, also ein Bapfel oder ein Birpfel, ist seit Jahrzehnten im Gespräch. Denn mit diesem Produkt stecken dann nicht nur zwei Geschmäcker in einer Obstsorte, die Neuheit soll auch resistent gegen Schädlinge sein.

Bapfel: Das müssen Sie über die Kreuzung aus Birne und Apfel wissen

Der dampfende Bratapfel steht auf dem Tisch, daneben wartet ein leckerer Apfelkuchen mit Rahm-Guss. Wer lieber etwas Leichtes essen möchte, greift zum Salat mit Apfelessig. Für das Obst gibt es zahlreiche Zubereitungsmöglichkeiten, besonders für Gartenfreunde, die ihre Apfel-Ernte im Herbst gut eingelagert haben. Doch auch Birnen bieten zum Beispiel eine gute Grundlage für eine Birnen-Apfel-Konfitüre oder überbackener Birne mit Roggen-Kruste.

Doch wie wäre es, wenn Gartenfreunde die Vorteile beider Obstsorten in nur einer Frucht zusammengefasst bekämen? Mit diesem Gedanken spielen Wissenschaftler schon seit langer Zeit, die Hochschule Osnabrück kam dem Ziel zwischen 2015 und 2017 mit einem Projekt jeden Tag ein Stückchen näher. Denn gemeinsam mit Studierenden forschten Experten in einem Projekt über drei Jahre an einem Hybriden aus Apfel und Birne, der auch für den normalen Verbraucher zu kaufen sein sollte.

Bapfel: So nah sind wir der Kreuzung aus Birne und Apfel schon

Bis es so weit ist und wir uns aus dem Supermarktregal einen Bapfel schnappen können, dauert es wohl noch etwas. Aber die Wissenschaft macht Fortschritte, denn denkbar ist nicht nur eine bestimmte Art des Bapfels. Denn je nach Hybrid ändert sich die Zusammensetzung der Geschmackskomponenten aus Apfel und Birne. Das ist besonders spannend für die Zubereitung von Speisen, denn Köchinnen und Köche können mit den unterschiedlichen Hybriden dann wahre Birnen-Apfel-Meisterwerke kreieren.

An der Hochschule Osnabrück sind die Experten mittlerweile schon so weit vorangekommen, dass der Bapfel äußerlich einem Apfel ähnelt. Die Hoffnung ist jedoch, dass sich im Laufe der Jahre sogar ein ganz neues Äußeres entwickelt. Ein weiterer Ansporn ist daneben, die Hybriden möglichst resistent gegen Krankheiten und Schädlinge wie

  • Obstbaumkrebs
  • Schorf
  • Mehltau 

zu machen. Das werde, so die Hochschule Osnabrück, auf Dauer den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln minimieren und eine sicherere Ernte gewährleisten. Wann genau der Bapfel den Weg in unsere Supermärkte findet, ist bisher noch unklar. Wer so lange nicht warten möchte, versucht am besten, eine sogenannte Nashi-Birne zu ergattern, deren raue Schale mitgegessen wird*. Die ist zwar eine Birne, schmeckt aber wie eine Mischung aus Apfel und Birne. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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