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21. Dezember – der kürzeste Tag im Jahr: Kurioses rund um den Thomastag

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Von: Franziska Irrgeher

Wintersonnenwende, Thomastag oder kürzester Tag des Jahres – sie alle fallen auf den 21. Dezember 2021. Wir erklären Mythen und Kurioses rund um den Tag und die Nacht.

München – Im Dezember ist es oft grau, kalt und trist, an Sonne oder gar längere Tage denken da die wenigsten Menschen. Dabei passiert genau das am 21. Dezember 2021: Mit dem kürzesten Tag des Jahres und der Wintersonnenwende lassen wir die wenigen Sonnenstunden langsam hinter uns und können uns auf mehr Tageslicht freuen. Außerdem beginnen um den Thomastag langsam die Rauhnächte. So hängt alles zusammen.

21. Dezember – die längste Nacht im Jahr: Kurioses rund um den Thomastag

Wer sich mit den Rauhnächten und anderen Bräuchen oder Ritualen befasst, wird früher oder später auf den 21. Dezember stoßen. Denn an diesem Datum (manchmal um einen Tag abweichend) trifft so einiges aufeinander:

Der Tag und die Nacht haben es also in sich. Definitiv ein Grund, Rituale und Hintergründe zu kennen. Doch der Reihe nach.

Zu sehen ist ein Sonnenaufgang hinter einem Hügel mit Bäumen (Symbolbild).
Mit der Wintersonnenwende werden die Tage wieder länger (Symbolbild). © Martin Dziadek/Imago

21. Dezember – die längste Nacht im Jahr: Das bedeutet der Thomastag

Der 21. Dezember gilt auch als Thomastag, es handelt sich um den Gedenktag für den Apostel Thomas, inzwischen nur noch in der anglikanischen und evangelischen Kirche. Passend dazu gibt es Bauernregeln, denn auch die Bauernregeln für Dezember richten sich nach den Heiligen: „Am Thomastag wächst der Tag nur einen Hahneschritt.“, „Sankt Thomas bringt die längste Nacht, weil er den kürzesten Tag gebracht.“ und mehr finden sich dort. Denn der Thomastag ist der kürzeste Tag des Jahres.

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Rituale wie Glockenläuten ab dem Thomastag sind teils heute noch verbreitet, ähnlich wie Silvester oder die Rauhnächte sollen dadurch Geister vertrieben werden. Andere Traditionen besagen etwa, dass früher ab dem 21. Dezember die sogenannte „Mettensau“ geschlachtet werden sollte, quasi der Festbraten für Weihnachten. An den Rauhnächten selbst gibt es dann noch einige weitere Rituale. So darf an bestimmten Tagen keine Wäsche gewaschen werden.

21. Dezember – die längste Nacht im Jahr: Rauhnächte und Wintersonnenwende

Vielerorts gilt die Thomasnacht schon als erste Rauhnacht. Andere Rechnungen gehen dagegen vom 25. Dezember als Startdatum aus. Die Rauhnächte hängen übrigens mit Sonnenjahr und Mondjahr zusammen. Das Kalenderjahr hat 365 Tage, das Mondjahr nur 354, es bleiben also elf Tage und zwölf Nächte dazwischen, in denen die Naturgesetze außer Kraft scheinen, die „andere Welt“ soll offen sein, das erklärt auch die zahlreichen Rituale rund um diesen Zeitraum.

Für den 21. Dezember steht als Thema Reinigung und Loslassen an, Sie können Räuchern, alten Ballast loslassen und auch Wünsche aufschreiben. Das kann beispielsweise auch als Vorbereitung für die Rauhnächte geschehen, dafür sollten Sie genau 13 Wünsche aufschreiben und zunächst aufbewahren.

Übrigens beginnt mit der Wintersonnenwende auch das Julfest. Gefeiert wird die Rückkehr des Lichts. In einigen Gegenden gibt es auch heute noch Traditionen rund um das Fest.

Egal wie Sie den Tag am 21. Dezember begehen, es ist definitiv eine magische Zeit so kurz vor Weihnachten. Lassen Sie den Stress beiseite und besinnen Sie sich mit dem Sonnenuntergang für einige Minuten auf sich selbst und die Natur. Übrigens wendet sich die Nordhalbkugel ab der Wintersonnenwende wieder stärker der Sonne zu, berichtet Merkur.de, das geschehe um genau 16:58 Uhr. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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