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Alte Kürbissorten: Diese ungewöhnlichen Kürbisse sind fast vergessen

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Von: Mattias Nemeth

Kürbisse gehören in die Herbst- und Winterküche wie kein anderes Gemüse. Dafür können Sie die Samen im Frühjahr pflanzen. Wie wäre es mit alten Sorten?

München – Pflegen, säen, pflanzen: Das ist im Frühjahr die tägliche Gartenarbeit. Die meisten Hobbygärtner nutzen die Zeit auch, um die neuen Saatgut-Kataloge zu studieren und die Saatgut-Tauschbörsen leer zu tauschen. Damit Sie dafür auch ein paar Inspirationen beim Kürbis-Saatgut haben, finden hier einige außergewöhnliche alte Sorten.

Alte Kürbissorten: Diese ungewöhnlichen Kürbisse sind fast vergessen

Kürbisse sind in der Küche sehr vielseitig einsetzbar und locken zur kreativen Rezeptentwicklung*. Für besondere Aromen dabei sorgen unter anderem folgende alte Sorten:

Eine besonders seltene Kürbissorte ist der Galeux D´Eysines. Diese zur Familie der Riesenkürbissen gehörende Sorte hebt sich schon rein optisch sehr von anderen ab. Die lachsfarbene Schale wird mit zunehmender Reife von einer Korkschicht überzogen. Aber auch geschmacklich unterscheidet sich dieser Kürbis von anderen. Er hat ein süßliches, an gekochte Karotten und Artischocken erinnertes Aroma.

Eine deutlich ältere Sorte ist der Canada Crookneck, er gehört sogar zu den ältesten Kürbissorten überhaupt. Dieser stark gebogene Kürbis fällt vor allem durch seinen köstlichen, fruchtigen Geschmack und seine relative kurze Reifezeit von lediglich 110 Tagen auf.

Der Blue Hokkaido ist eine Abwechslung zum herkömmlichen Hokkaido-Kürbis. Er enthält viele Vitamine und Mineralien. Der Geschmack ist angenehm nussig und erinnert an Maronen.

Der Pink Jumbo Banana Kürbis ist dagegen ein Riese. Seine rosafarbenen Früchte erreichen oft 30 Kilogramm. Dabei ist das Fruchtfleisch ausgesprochen süß, fest und erinnert an Süßkartoffeln.

Ein blauer Hokkaido auf einem Markt. (Symbolbild)
Es gibt eine Vielzahl an besonderen Kürbissen zu entdecken. (Symbolbild) © YAY Images/Imago

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Alte Kürbissorten: Weitere Geheimtipps

Möchte man regelmäßig mit neuen Kürbissen versorgt werden, dann empfiehlt sich der weiße UFO-Kürbis. Seine diskusförmigen Früchte erntet man, wenn er noch jung und die Schale noch weich ist. Ähnlich wie bei Zucchini produziert er dann ständig neue Früchte.

Wenn es größer sein soll, dann ist vielleicht der Marina Di Chioggia das Richtige. Dieser entwickelt Früchte, die bis zu sechs Kilogramm schwer werden. Besonders auffällig ist seine dunkelgrüne, knorpelige Schale. Sein Fruchtfleisch ist köstlich und lässt sich ideal verarbeiten.

Ein Geheimtipp aus Australien ist der Queensland Blue. In seiner Heimat ist er einer der beliebtesten Kürbisse. Das gelbe, süße, feste Fruchtfleisch eignet sich hervorragend für herzhafte Gerichte.

Etwas süßer ist da der Sweet Berry. Das dunkelorange Fruchtfleisch enthält viel Carotin und schmeckt süß-nussig.

Aber es gibt auch alte Zucchini-Sorten, bei denen die Verwandtschaft zum Kürbis sehr deutlich wird und die ebenfalls sehr zu empfehlen sind:

Die Kürbisvielfalt hält aber noch viel mehr bereit und ausprobieren lohnt sich auf jeden Fall. Brauchen Sie dafür jetzt mehr Platz, dann ist vielleicht ein Hügelbeet das richtige für Sie. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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