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Kürbis als Heilpflanze: So gut hilft das Fruchtgemüse gegen Blasenprobleme

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Von: Anna Katharina Küsters

Kürbisse sind aus der Herbst-Küche nicht mehr wegzudenken. Doch das Fruchtfleisch und die Kerne schmecken nicht nur gut, sondern wirken auch antientzündlich.

Berlin – Kürbis gehört zum Herbst dazu wie buntes Laub und Kastanien. Es ist dabei egal, ob die Kürbisse als Zierde den Garten schmücken oder in der Küche Verwertung finden, Hauptsache das Fruchtgemüse findet seinen Platz im Leben eines jeden Gartenfans. Was viele nicht wissen, ist, dass der Kürbis auch als Heilpflanze zum Einsatz kommen kann. Besonders im Mittelalter schworen viele Menschen auf die heilenden Kräfte des Fruchtgemüses.

Kürbis als Heilpflanze: Diese Kräfte stecken in dem beliebten Fruchtgemüse

Ein Kürbis hat viele Bestandteile, die Menschen verwerten können. Neben dem beliebten Fruchtfleisch sind auch die Kürbiskerne sowie die Schale des Kürbisses meistens essbar*. Grundsätzlich unterscheiden Gartenfreunde Speisekürbisse, Zierkürbisse und Ölkürbisse. Als Heilpflanzen eignet sich vor allem der sogenannte Arzneikürbis beziehungsweise Gartenkürbis. Dessen Wirkung ist mittlerweile wissenschaftlich so gut dokumentiert, dass er 2005 sogar Heilpflanze des Jahres wurde. Ein Team der Uni Würzburg wählte den Kürbis an Platz eins, da bestimmte Bestandteile nachweislich bei Blasenproblemen helfen.

Zu sehen ist ein Kürbisfeld, auf dem im Vordergrund viele gelb-grüne Ölkürbisse liegen (Symbolbild).
Die Kerne des Ölkürbisses wirken gegen Blasenbeschwerden (Symbolbild). © Imago

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Kürbis als Heilpflanze: So hilft das Fruchtgemüse

Die Reise des Kürbisses bis nach Europa dauerte etwas länger. Während in Amerika die Menschen schon fleißig von dem Fruchtgemüse aßen, kamen Kürbisse erst nach der Entdeckung Amerikas nach Europa. Besonders im Mittelalter hielten bekannte Größen wie Hildegard von Bingen die positive Wirkung des Kürbisses vermehrt schriftlich fest. So war allmählich klar, dass sowohl das Fruchtfleisch als auch die Kerne den Körper bei Heilungsprozessen unterstützen können.

Besonders interessant für die Heilung von Blasenbeschwerden sind beim Arzneikürbis folgende Inhaltsstoffe der Kürbiskerne:

Zu den pflanzlichen Hormonen zählen etwa Delta-5-Sterole und Delta-7-Sterole. Diese Stoffe drosselten in wissenschaftlichen Versuchen das sogenannte Dihydrotestosteron, welches in Verbindung mit der Bildung von gutartigem Prostatakrebs steht. Für die Herstellung entsprechender Medikamente wählen Expertinnen und Experten laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) zum Beispiel den Ölkürbis aus der Steiermark. Der enthalte fast schalenfreie Samen, deren Öl nicht nur die Prostata schützen soll, sondern auch bei gereizten Blasen oder Blasenentzündungen auf natürlichem Wege helfen soll. Im Mittelalter nutzten Menschen beispielsweise das Fruchtfleisch auch, um Wunden zu heilen. Sie legten es auf die entsprechende Hautpartie auf und profitierten von der keimhemmenden Wirkung des Fruchtfleisches. *RUHR24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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