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Kübelpflanzen überwintern: Wann die Pflanzen ins Winterquartier umziehen sollten

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Von: Franziska Irrgeher

Kübelpflanzen vertragen Frost und Kälte oft nicht. Einige von ihnen müssen im Spätherbst also umziehen und brauchen dann ein passendes Winterquartier.

Hamburg – Kübelpflanzen verbringen den späten Frühling und den Sommer gerne draußen. Dort profitieren sie von Regenwasser und vielen Sonnenstunden, doch im Herbst wird es langsam Zeit für die Winter-Vorbereitung. Denn nicht jede Pflanze ist frosthart oder gar winterhart, viele Kübelpflanzen ziehen daher in ein Winterquartier.

Kübelpflanzen überwintern: Wann die ersten ins Winterquartier umziehen sollten

Kübelpflanzen müssen nicht immer hübsche Blumen sein, darunter fallen beispielsweise auch Pflanzen wie Olivenbäumchen, Zitronen und einige mehr. Es gibt Kübelpflanzen, die Gärtner einfach in ein Pflanzgefäß gesetzt haben, um sie leichter verrücken oder pflegen zu können. Und dann gibt es einige, die im Kübel stehen, weil sie nicht frost- oder winterhart sind. Das bedeutet, dass diese Pflanzen an anderes, wärmeres Klima angepasst sind und im deutschen Winter wahrscheinlich erfrieren würden. Sie müssen also umziehen, doch wann und wohin?

Doch zuerst stellt sich die Frage: Was bedeuten die Begriffe „frosthart“ und „winterhart“ eigentlich? Frosthart beschreibt meist, bis zu welcher Temperatur Pflanzen Kälte ertragen, winterhart dagegen beschreibt meist allgemein, ob die Pflanze ohne zusätzliche Pflege den Winter übersteht, unabhängig von der Temperatur. Da die Definition aber sehr variiert, ist es meist hilfreich zu wissen, ob die Pflanze in Deutschland heimisch und damit meist winterhart ist. Ansonsten sollten Gartenfans auf die Temperatur achten, die das Gewächs bei Kälte maximal erträgt, ohne zu sterben.

Zu sehen sind zwei große Rosmarin-Pflanzen in Kübeln auf Kies-Untergrund, dahinter eine weitere Kübelpflanze (Symbolbild).
Einige Kübelpflanzen dürfen mit passendem Schutz draußen bleiben (Symbolbild). © Manfred Ruckszio/Imago

Kübelpflanzen überwintern: Diese Möglichkeiten gibt es

Steht fest, dass die Kübelpflanze den Winter draußen nicht unbeschadet überstehen würde, dann sollte ein geeignetes Winterquartier bereitstehen. Dabei wird grundsätzlich zwischen einigen Möglichkeiten unterschieden:

Grundsätzlich ist für die meisten Pflanzen beim Überwintern laut dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) eine Temperatur zwischen fünf und zehn Grad Celsius gut geeignet. Schmucklilien benötigen laut NDR jedoch unbedingt unter zehn Grad Celsius, sonst würden sie im Jahr darauf eventuell keine Blüten tragen.

Zu den immergrünen Pflanzen gehören etwa Oleander oder Lorbeer, da sie die Blätter nicht abwerfen, brauchen sie es auch im Winter hell und eher kühl. Pflanzen, die dagegen ihr Laub abwerfen wie Fuchsie oder Engelstrompete, können dunkel überwintert werden, sofern der Raum kalt, aber frostfrei ist. Und dann gibt es noch Pflanzen, die unter passenden Bedingungen auch draußen überwintern können. Dazu gehören Pflanzen wie Kirschlorbeer oder Buchs, die meist ohnehin nicht (nur) im Kübel gehalten werden. Empfindliche Pflanzen, die draußen bleiben, sollten unbedingt einen Schutz für die Wurzeln bekommen. Meist werden daher die Töpfe mit geeignetem Material umwickelt, das Pflanzgefäß kann auf Styropor oder dicke Pappe gestellt werden. Auch Zweige von Tannen oder Reisig kann sich als Abdeckung eignen. Alternativ gibt es auch Pflanzenschutzsäcke oder Luftpolsterfolie als Pflanzenschutz*.

Bestenfalls kommen die Pflanzen je nach Bedarf in Keller, Treppenhaus, Garage oder Wintergarten. Die Pflanzen sollten laut NDR nicht zu dicht beieinanderstehen, dürfen nicht austrocknen und eine gute Belüftung sei wichtig. Ideal wäre beispielsweise ein Wintergarten mit Fenstern, die sich öffnen lassen.

Wann genau eine Pflanze nach drinnen muss, hängt vom Wetter und der Pflanze selbst ab. Empfindliche Exemplare sollten laut NDR bereits im Oktober hinein, bevor der erste Nachtfrost droht, das seien vor allem tropische und südamerikanische Pflanzen. Da das Wetter im Jahr 2021 aber insgesamt anders als sonst ist, kann der erste Frost durchaus schon früher drohen, behalten Sie das Wetter also im Auge.

Kübelpflanzen überwintern: Die richtige Vorbereitung

Noch vor dem Winter gilt es aber, die Pflanzen richtig zu pflegen. Dazu gehören teils Rückschnitte und die Kontrolle auf Schädlinge.

Folgendes ist laut dem NDR bei der Überwinterung wichtig:

Kranke oder anderweitig von Schädlingen befallene Pflanzenteile sollten unbedingt vor dem Winter entfernt werden. Der NDR empfiehlt, alte Blüten und Blätter aus der Erde zu entfernen und Schädlinge abzusammeln. Je nach Pflanze kann oder sollte vor der Überwinterung ein Rückschnitt erfolgen.

Empfindlichere Pflanzen sollten schon rechtzeitig vor dem ersten Frost nach drinnen kommen. Ansonsten kommt es auf die jeweilige Pflanze an. Schmucklilien sind beispielsweise oft nicht winterhart, auch Oleander nicht, Geranien werden ebenfalls drinnen überwintert und auch Wandelröschen und Zitrusbäume. Anders sieht es bei Lavendel und Rosmarin aus, die teils draußen bleiben können. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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