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Kräuter als Salzersatz: Salzkraut aus dem Kräuterbeet im Garten

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Von: Mattias Nemeth

Der Traum eines jeden Selbstversorger ist es, alles selbst herstellen zu können. Ein großer Schritt wäre es, wenn man sein eigenes Salz produzieren könnte.

München – Salz aus dem Kräuterbeet geht das? Jein, es ist kein richtiges Salz, was wir aus den Salzkräutern gewinnen können, aber es ist eine gute Alternative. Die Triebe des Salzkrauts haben nämlich einen angenehmen Salzgeschmack, der ein weiteres Salzen unnötig macht. Das kommt der Herstellung von Salz im eigenen Garten als so nah wie nur möglich.

Kräuter als Salzersatz: Wie Sie Salzkraut im Garten selbst anbauen

Ursprünglich wächst das Salzkraut an der Nord- und Ostsee, an der Atlantikküste und am Mittelmeer. Die Pflanze liebt salzigen Boden. Im Garten kann sie deshalb auch nur im Topf angebaut werden. Denn der monatlich halbe Teelöffel Salz, den die Pflanze besonders gern hat, gefällt allen anderen Pflanzen ganz und gar nicht.

Ausgesät werden kann das Salzkraut fast das ganze Jahr. Allerdings braucht es eine Temperatur um die 15 Grad. Hat man also ein beheiztes Gewächshaus oder einen hellen Platz, dann kann das Salzkraut auch als Winterkultur angebaut werden. Hierfür sollten Sie im Oktober das Saatgut in eine angefeuchtete und etwas eingesalzene Anzuchterde aussäen. Nach ungefähr einer Woche keimt das Salzkraut. Optimal ist ein sonniger Standort. Das Wachstum wird angeregt, wenn Sie öfter ernten. Dazu schneiden Sie die Spitzen der Triebe in etwa drei Zentimetern Länge ab.

Ein Büschel von Salzkraut. (Symbolbild)
Salzkraut sieht unscheinbar aus, aber enthält eine unfassbare Würze. (Symbolbild) © Imago

Wenn Sie das Salzkraut weiter vermehren wollen, sollten Sie auch im Frühjahr welches aussäen, denn es blüht nur von Juni bis September. Die aus den Blüten entstehenden Früchte können geerntet und zur Nachzucht aufbewahrt werden.

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Kräuter als Salzersatz: Diese Arten gibt es

Wenn Sie jetzt mit dem Gedanken spielen, sich ein Salzkraut anzuschaffen, sollten Sie aufpassen, denn es gibt auch eine Eisblumenart mit diesen Namen. Außerdem gibt es das giftige Kali-Salzkraut.

Folgende Sorten vom echten Salzkraut sind am bekanntesten:

Auch wenn Sie nicht verwandt sind, hat auch der Hirschhornweg den Ruf des salzigen Krauts, auch er wird in der italienischen Küche ähnlich verwendet wie das Salzkraut. Seine Blätter schmecken nussig-würzig, je nach Standort auch salzig, wie kraut&rüben berichtet.

Aus Mönchsbart lassen sich auch grüne Spaghetti herstellen, indem man ihn dünstet und wie die Nudeln verwendet. Schnecken werden diesen Nudelersatz auch nicht wegessen, denn sie hassen ihn. Der Nachteil beim Anbau des eigenen Kräuter-Salzes ist aber, dass man dafür tatsächlich Salz benötigt, also ganz ersetzen kann es das Gewürz nicht. Für die Küche ist es eine sehr gute Salzalternative und ein leckeres Kraut, vor allem zu Fisch oder Meeresfrüchten*. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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