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Kornblume: Deswegen lieben Bienen das intensive Blau der Pflanze

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen ist eine Nahaufnahme einer blauen Kornblumenblüte (Symbolbild).
Die Kornblume wächst gerne auf nährstoffreichen Böden (Symbolbild). © A. Schauhuber / Imago

Kornblumen kennen viele vor allem vom Ackerrand, wo sie häufig in größeren Gruppen wächst. Als Bienenmagnet eignet sie sich aber auch fürs Blumenbeet im Garten.

Bayreuth – Die Kornblume kam bereits in der Jungsteinzeit aus dem östlichen Mittelmeerraum nach Deutschland und breitete sich seither großflächig aus. Da sie auf Äckern als Unkraut gilt, hat sie es jedoch immer schwerer. Das Blau der Kornblume ist so intensiv, dass sich die Blüten selbst auf einer gut bestückten Blumenwiese nicht übersehen lassen. Die Produktion der blauen Blütenfarbe kostet die Pflanze dabei eine Menge Kraft.

Kornblume: So entsteht das intensive Blau der Blütenblätter

Die Kornblume, deren botanischer Name Cyanus segetum lautet, ist eine weitverbreitete Pflanze in Deutschland. Sie gehört zur Familie der Korbblütler. Das bedeutet, dass sich ein Blütenkopf aus vielen kleinen Einzelblüten zusammensetzt. Laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) ist das jedoch schwer zu erkennen, denn die Blütentrichter der Kornblume sitzen oft sehr tief und sind eingeschlitzt.

Der Name Kornblume geht auf ihren Verbreitungsraum zurück, denn früher war die Blume hauptsächlich auf Ackern und Feldern zu finden. Da sie dort aber bei der Landwirtschaft störte, kamen viele Unkrautentferner zum Einsatz, sodass die Kornblume auf Äckern kaum noch zu finden ist. Es gibt aber auch regionale Unterschiede bei der Namensgebung. So trägt die Kornblume beispielsweise auch folgende Namen:

Und das sind noch längst nicht alle. Die Namensvielfalt der Kornblume ist also groß.

Kornblume: Die passenden Sorten für den Garten

Ähnlich weit gefächert sieht es bei der Sortenauswahl aus, die sich im Laufe der Jahre deutlich vergrößert hat. So gibt es nicht nur Kornblumen mit blauen Blüten, sondern auch mit weißen oder rosafarbenen.

Folgende Kornblumensorten wachsen gut im Garten:

Die Sorten unterscheiden sich hauptsächlich in Höhe, Blütenfarbe und Blütezeit. Wer den ganzen Sommer über ein blaues Beet haben möchte, sät daher gestaffelt und streckt so die Blütezeit.

 Zu sehen ist eine grüne Wiese, auf der eine Gruppe blaublühender Kornblumen wächst (Symbolbild).
In Gruppen gepflanzt wirken die Kornblumen besonders beeindrucken (Symbolbild). © Gottfried Czepluch / Imago

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Kornblume: So pflanzen Sie die Blume im eignen Garten an

Die blaue Blumenpracht blüht von Juni bis Oktober und beschert Gärtnerinnen und Gärtnern so einen bunten Sommer. Wer sich die Kornblume ins eigene Beet setzen möchte, sollte auf folgende Dinge achten:

Ansonsten sind Kornblumen sehr pflegeleicht. Das Entfernen der verwelkten Blütenstände ist sinnvoll, wenn Gärtnerinnen und Gärtner keine Selbstaussaat der Pflanze wünschen. Einen speziellen Dünger braucht die Kornblume in der Regel nicht.

Kornblume: Dieser Stoff bewirkt die Blaufärbung der Blätter

Blaue Blütenblätter gibt es in der Natur eher selten. Und das hat auch einen guten Grund. Zwar ziehen blaue Blüten Bienen und andere Insekten besonders stark an, jedoch kostet es die Pflanze auch einiges an Kraft, den blauen Farbstoff herzustellen. Wie ein Team aus Forschenden der Uni Bayreuth feststelle, findet in der Kornblume ein chemischer Prozess statt, an dem sechs verschiedene farbgebende Substanzen, auch Anthocyane genannt, und sechs Moleküle beteiligt sind. Sie bilden zusammen mit Metallionen eine Ringstruktur, aus der sich die blaue Farbe ergibt. Finden Pflanzen in der Natur genügend Bestäuber, so produzieren sie keine blauen Blüten, denn es gibt keinen Konkurrenzdruck. Einige Blumen aber, wie beispielsweise die Kornblume oder alpine Blumen, haben den Prozess beibehalten. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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