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Koriander anbauen: So bauen Sie das Gewürz richtig an

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Von: Mattias Nemeth

Für den europäischen Gaumen ist der Koriander nur gering dosiert ertragbar und selbst dann nicht für jeden. Aber wer asiatisch kochen möchte, kann auf ihn nicht verzichten.

München – Vor allem in Currys, Lammgerichten oder Summer Rolls ist er eines der Hauptgewürze: der Koriander. Aber was viele nicht wissen, auch seine Samen sind in vielen unserer Alltagsgerichte enthalten, nämlich in etlichen Backwaren.

Koriander anbauen: So bauen Sie das Gewürz richtig an

Koriander säet man direkt ab Ende April bis Juni ins Freiland*. Ein Vorziehen im Haus ist nicht empfehlenswert. Der Koriander mag es feucht. Als Standort mag er es vollsonnig und windgeschützt. Der Boden sollte locker und humusreich sein. Als Dünger reicht getrockneter Kaffeesatz völlig aus. Geerntet werden zwischen Juli und August nämlich die Blätter. Aber es lohnt sich auch, die Pflanzen danach stehenzulassen und aussamen zu lassen.

Die Samen können dann zwischen September und Oktober geerntet werden. Diese können getrocknet als Gewürz für Backwaren und Liköre genutzt werden. Aber auch als Zutat für Curry-Gewürzmischungen. Allerdings sollten Sie ein paar aufbewahren, denn die Vermehrung dieser einjährigen Pflanze funktioniert am besten per Saatgut.

Die weißen Blüten des Korianders. (Symbolbild)
Koriander gehört einfach zur asiatischen Küche dazu. (Symbolbild) © Manfred Ruckszio/Imago

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Koriander anbauen: Heilkraut mit genetischen Geschmack

Manche Menschen mögen den Geschmack des Korianders überhaupt nicht, meist weil sie ihn als seifig empfinden. Das hat aber tatsächlich nicht unbedingt mit dem Koriander zu tun. Denn manche Forscher äußerten die Vermutung, dass die Gene dafür verantwortlich sind. Denn dann nimmt man laut diesen Vermutungen einen Geruch wahr, der diese Assoziation erweckt. Aber natürlich spielt hier auch die Küche eine Rolle, mit der wir aufgewachsen sind. Hat man bereits als Kind regelmäßig Koriander gegessen, ist die Assoziation, die dieses Kraut in unserem Gehirn auslöst, eine ganz andere.

Tatsächlich ist Koriander ein wichtiger Bestandteil der alten chinesischen Medizin. Tatsächlich kann der Aufguss mit Koriander bei folgenden Beschwerden helfen:

In der europäischen Heilkunde schätzt man Koriander eher wegen seiner Mundgeruch-verbessernden Wirkung, vor allem nach Knoblauchgenuss, aber auch wegen seiner angeblich aphrodisierenden Wirkungen. Wer jedoch auf Pollen von Birke, Hasel, Erle oder Beifuß allergisch reagiert, entwickelt häufig auch eine Allergie gegen Sellerie. Da dieser eng mit Koriander verwandt ist, ist für Betroffene das Risiko hoch, dass sie auch dieses Gewürz nicht vertragen, wie kraut&rüben berichtet*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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