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Königskerzen: Deswegen wirken die Blüten so gut gegen Halsschmerzen

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen ist eine gelb blühende Königskerze. Die Pflanze ist über und über bestückt mit Blüten (Symbolbild).
Bis zu 1.000 Blüten wachsen an einem Hauptstiel der Königskerze (Symbolbild). © Gottfried Czepluch / Imago

Die Königskerze kann eine Höhe von bis zu einem Meter erreichen und ist im Sommer mit vielen Blüten bestückt. Diese lassen sich gut weiterverwerten als Heilmittel.

Celle – Königskerzen haben ihren Namen wahrlich verdient. Die Gattung gehört zur Familie der Braunwurzgewächse und ihr Hauptstängel erreichen teils eine Höhe von bis zu einem Meter. An ihm wachsen in einer Saison bis zu tausend Einzelblüten, die sich spiralförmig von unten nach oben hin öffnen. Die Pflanze ist also in der Tat eine Erscheinung. Bei wem sie im Garten wächst, der kann sie auch gleich bei kratzendem Hals und anderen Atemwegserkrankungen zum Einsatz kommen lassen.

Königskerzen: So gut hilft die Pflanze bei Atemwegserkrankungen

Die zweijährige Königskerze legt während ihrer Entwicklung eine Verwandlung von einer unscheinbaren, am Boden wachsenden Pflanzenrosette zu einer hoch hinaus wachsenden Pflanze mit starkem Hauptstängel und beeindruckenden Blüten hin. Die Kraft für diesen langen Stängel holt sich die Pflanze laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) aus Stickstoffvorräten im Boden. Daher ist nährstoffreiche Erde eine Grundvoraussetzung für das Wachstum der Königskerze. Ebenso wie Sonnenstrahlen, denn die Pflanze siedelt sich vor allem an vollsonnigen Plätzen an.

Mittlerweile gibt es etwa 300 Arten in der Gattung der Königskerzen. In Deutschland kommen vor allem acht Arten vor, drei davon besonders häufig:

Besonders für Insekten sind Königskerzen wichtig. Die Pflanze ist zwar keine große Nektarquelle, bietet aber eine große Zahl an Pollen. Besonders beliebt sind die Pflanzen bei Bienen, Hummeln, Schwebefliegen und Käfern. Die Blüten haben neben ihren Pollen aber noch mehr zu bieten. So dienen sie beispielsweise die Blütenknospen den Larven der Gallmücke als Brutort. Die Raupen des Wollkrautmönchs sind sogar nur auf die Königskerze spezialisiert, sein Leben hängt also vom Weiterbestand der Pflanze ab.

Zu sehen ist die Raupe des Wollkrautmönchs auf einem Blatt der Königskerze. Die Raupe ist grün mit schwarzen und orangen Punkten (Symbolbild).
Die Raupe des Wollkrautmönchs ist auf die Königskerze angewiesen (Symbolbild). © blickwinkel / Imago

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Königskerzen: So heilen Sie mit Blättern und Blüten Krankheiten

Aber nicht nur Insekten profitieren von der Königskerze, auch Menschen machen sich die heilenden Kräfte der Pflanze zunutze. Besonders zum Einsatz kommen dafür die Arten Kleinblütige, Großblumige und Gemeine Königskerze. Sie enthalten alle Schleimstoffe, die bei Halsschmerzen oder trockenem Husten helfen. Denn gegen Erkältungen kann der Körper nicht immun werden, natürliche Hilfsmittel sind also gefragt*. Der größte Anteil Schleimstoff sitzt in den Blüten, die in der Regel von Mai bis September zu finden sind. Außerdem enthalten die Blüten noch Iridoide, Triterpensaponine und der Stoff Verbascosaponin.

Bei Husten, Halsschmerzen oder Heiserkeit hilft es beispielsweise, sich einen Tee aus den Blüten der Königskerze aufzubrühen. Die Schleimstoffe in den Blüten beruhigen den Mund- und Rachenraum, während die Saponine sich darum kümmern, überflüssigen Schleim im Rachen zu lösen und das Abhusten zu erleichtern. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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