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Knoblauchsrauke: Deswegen brauchen Sie die Pflanze in Ihrem Garten

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen ist eine weiß blühende Knoblauchsrauke, auf deren Blüten ein Aurora-Falter sitzt. Der Aurora-Falter hat violett-blau-weiße Flügen, die mit schwarzen Sprenkeln überzogen sind (Symbolbild).

Wer ist schöner? Knoblauchsrauke oder Aurora-Falter? © IMAGO / blickwinkel

Die Knoblauchsrauke mag eher unbekannt sein, doch sie fungiert nicht nur als wahrer Schmetterlingsmagnet im Garten, sondern lässt sich auch in der Küche komplett verwerten.

Dortmund – Viele Tiere haben den Wert der Knoblauchsrauke längst erkannt. So ist die Pflanze beispielsweise für viele Schmetterlinge und Falterarten eine wichtige Nahrungsquelle. Doch auch Menschen hat die Knoblauchsrauke einiges zu bieten. So lassen sich alle Teile der Pflanze verwerten, sei es als Tee, Senfgrundzutat, Salat oder Gewürz.

Knoblauchsrauke: So pflanzen Sie das Wildkraut im Garten an

Knoblauchsrauke hat viele Namen. Neben ihrer botanischen Bezeichnung Alliaria petiolata trägt sie auch die Namen Knoblauchskraut, Lauchkraut und Knoblauchhederich. Der Verweis auf die Knoblauchpflanze hat sie ihrem knoblauchähnlichen Geruch zu verdanken. Der tritt aus, wenn Gartenfreunde die Blätter vorsichtig zerreiben. Das Wildkraut gehört zur Familie der Kreuzblütler und zur Gattung der Alliaria. Ihre Blütezeit beginnt im April und zieht sich bis in den Juli, wobei die Pflanze viele kleine, weiße Blüten produziert, die in kleinen Trauben wachsen. Je nach Standort kann die Knoblauchsrauke eine Höhe von 20 bis zu 100 Zentimetern erreichen.

Ihre Heimat hat die Pflanze nicht nur in Europa, sondern auch in Teilen Asiens und Afrika. Ein Streitpunkt ist die Pflanze in Nord- und Südamerika, da sie dort laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) als invasive Pflanze gilt. Hierzulande ist sie jedoch gerne gesehen und wächst vorwiegend in Laubwäldern. Da die Pflanze jedoch sehr robust ist, wächst sie nicht selten auch an Mauern, in Gebüschen oder Hecken. In naturbelassenen Gärten sind Brennnessel und Knoblauchsrauke ein gutes Duo.

Knoblauchsrauke: Das kann das Wildkraut und so verwenden Sie es

Schon im Mittelalter wussten die Menschen um die heilende Wirkung der Knoblauchsrauke. Alle Teile der Pflanze sind verwendbar, sie enthalten beispielsweise folgende Inhaltsstoffe:

Mit dieser Mischung ist sie die perfekte Heilpflanze. Die sekundären Pflanzenstoffe der Knoblauchsrauke helfen dabei, Bakterien zu bekämpfen. Allgemein hilft die Pflanze beispielsweise als Tee zubereitet bei Verdauungsproblemen, kurbelt die Harnproduktion an und beruhigt als äußerlich aufgelegte Wickel Mückenstiche.

In der Küche sollte die Knoblauchsrauke nur roh zum Einsatz kommen. Denn ihr leckerer, scharfer und an Knoblauch erinnernder Geschmack verflüchtigt sich, sobald die Rauke ins kochende Wasser kommt. Klein gehackt schmecken die Blätter besonders gut in Kräuterquark, in Salat, als Pesto oder als Topping auf Bowls und Eintöpfen. Die Blüten lassen sich genauso gut verwerten, denn auch sie ergeben eine schöne Verzierung von Salaten und anderen Speisen. Die Samen der Knoblauchsrauke sind oftmals Grundlage für selbst gemachten Senf.

Knoblauchsrauke: So gedeiht es in Ihrem Garten

Die krautig wachsende, mehrjährige Pflanze ist sehr pflegeleicht und lässt sich deshalb gut im Kräuterbeet kultivieren. Laut dem Verband Wohneigentum brauchen Gartenfreunde pro Quadratmeter etwa vier der Pflanzen. Gärtnerinnen und Gärtner haben die Wahl zwischen einer Samenaussaat im Herbst oder dem Kauf von Jungpflanzen im Frühjahr. Die Knoblauchsrauke ist ein Kaltkeimer, sodass die Samen die kalten Tage und Nächte im Herbst und Winter benötigt, um zu keimen. Die Jungpflanzen hingegen freuen sich über sonnige und warme Tage.

Der Platz im Kräuterbeet sollte für die Knoblauchsrauke halbschattig bis schattig sein. Neben mediterranen Kräutern wie Thymian und Bergbohnenkraut, die Sonne lieben, wächst die Knoblauchrauke also nicht*. Volle Sonneneinstrahlung verträgt das Wildkraut nicht gut. Nach der Pflanzung ist es sinnvoll, das Kraut ausgiebig zu gießen und auch an heißen Sommertagen den Pflanzen mit einem kleinen Wassernachschub zu helfen. Eine weitere Pflege ist nicht nötig, die Pflanze vermehrt sich sogar recht zügig von alleine.

Der beste Erntezeitpunkt für Knoblauchsrauke liegt zwischen März und Mai. Wer häufig aberntet, schiebt die Blütezeit noch etwas nach hinten. Frisch geerntete Rauke sollte möglichst schnell auf dem Teller landen, denn nur dann behalten die Blätter den leckeren und pikanten Geschmack. *Ruhr24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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