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Karden, Disteln und Co: Stachelige Schönheiten für Ihren Garten

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Von: Mattias Nemeth

Distelartige Pflanzen sind schön anzusehen und bieten sowohl Bienen als auch Vögeln Nahrung, manche Sorten gehören sogar zu unserer Nahrung.

München – Distelartige Pflanzen sind trotz ihrer Stacheln eine wichtige Bereicherung für den Garten. Ihre Blüten sind wunderschön anzusehen, zudem bieten sie Bienen, Hummeln und Schmetterlingen Nahrung. Ihre Samen hingegen sind im Winter eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel. Besonders die wilde Karde ist hierfür sehr bekannt. Diese sind sehr durchsetzungsfähig und können deshalb auch in Staudenbeeten angepflanzt werden.

 Karden, Disteln und Co: Stachelige Schönheiten für Ihren Garten

Disteln sind im Anbau sehr genügsam, sie brauchen zwar einen warmen und sonnigen Standort, aber kommen sehr gut mit mageren Böden und Trockenheit zurecht. Deshalb eignen sich Disteln besonders gut für Kies- oder Präriebeete. Dies gilt auch für besonders dekorative Exemplare wie den blauen Alpen-Mannstreu, den blauen, flachblättrigen Mannstreu oder auch die roten Berg-Flockenblumen. Durch ihre bunten Farben und ihr Futterangebot für die Nützlinge sind Disteln eine wunderschöne Ergänzung für einen Naturgarten oder eine Permakultur. Zur Vermehrung müssen lediglich die Samen entnommen werden und wieder ausgesät werden. Sind die Nachbarpflanzen nicht zu dicht gepflanzt, säen sich die Disteln von allein aus*.

Eine Hummel im Anflug zwischen blauen Kugeldisteln. (Symbolbild)
Disteln sind schön anzusehen und bieten den Nützlingen Nahrung. (Symbolbild) © epd/Imago

 Karden, Disteln und Co: Artischocke, die essbaren Disteln

Eine distelartige Pflanze kennen Sie aus Ihrer täglichen Ernährung ganz bestimmt, nämlich die Artischocke. Auch diese ist mit den anderen Disteln verwandt und hat eine hohe Heilwirkung. So wirkt sie beispielsweise:

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Karden, Disteln und Co: Die Distel mit der größte Heilwirkung

Bereits in der Antike galt die Mariendistel als Heilmittel. Die Zubereitungen aus ihren Früchten können die Leber schützen. Verantwortlich dafür ist der Wirkstoff Silymarin. Dieser stabilisiert die äußere Zellmembran der Leberzellen. Dadurch können giftige Stoffe nicht so einfach in die Zellen eindringen. Außerdem kann die Regenerierung der Leber nach einer Schädigung gefördert werden. Sogar eine Leberverfettung kann mithilfe der Mariendistel verlangsamt werden.

Allerdings sollten die Mariendistelfrüchte erst nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden. Denn ein Tee aus der Heildistel reicht hier nicht aus. Stattdessen braucht es hier ein konzentriertes Präparat. Aufgrund ihrer positiven Wirkungen in der Medizin wurde sie 2021 in Österreich zur Arzneipflanze des Jahres gekürt. Generell gehören Disteln zu den Korbblütlern. Wenn Sie darauf allergisch reagieren, sollten Sie die Heilpflanze vorsichtshalber nicht anwenden. Auch deshalb sollten Sie vorher mit Ihrem Arzt sprechen.

Disteln sind also Nützlingsmagnete, Heilpflanzen, wunderschöne Blüten und sogar Nahrung. Neben den Heildisteln wie der Mariendistel, die als Arznei gegen Leber- und Gallenleiden dienen, gibt es auch Nutzpflanzen wie die Färberdistel, die zur Ölgewinnung und zum Gelbfärben von Speisen verwendet wird, wie kraut&rüben berichtet. Also lohnt sich der Anbau auf jeden Fall. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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