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Kapuzinerkressen-Tinktur: Dieser Inhaltsstoff macht die Blüten so wertvoll

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen ist ein helles Handtuch, auf dem zwei orange und eine gelbe Kapuzinerkressenblüte liegen, in der Mitte steht eine Flasche, auf der Tinktur steht (Symbolbild).
Kapuzinerkressen-Tinktur lindert Symptome bei entzündeter Schleimhaut (Symbolbild). © O. Diez / Imago

Kapuzinerkresse überzeugt mit gelben, roten und orangen Blüten, die sich leicht zu einer heilenden Tinktur verarbeiten lassen. Gereizte Schleimhäute profitieren davon.

München – Gärtnerinnen und Gärtner, die in letzter Zeit aufmerksam durch ihren Garten streifen oder an anderen naturnahen Gärten vorbeispazieren, haben die leuchtenden Blüten der Kapuzinerkresse längst entdeckt. Von Juli bis Oktober belohnt die Pflanze seine Besitzerinnen und Besitzer mit Blüten in Gelb, Rot und Orange, teilweise auch in Rosa. Dabei sehen die Blüten nicht nur schön aus, sondern lassen sich auch zu einer sehr wirkungsvollen, heilenden Tinktur verarbeiten.

Kapuzinerkressen-Tinktur: So stark ist die heilende Kraft der Blüten

Kapuzinerkresse wächst unter sehr einfachen Bedingungen schnell in die Höhe und gehört an jeden Zaun eines Bauerngartens. Außerdem hat die Pflanze den Vorteil, dass ihre grünen Blätter und ihre bunten Blüten dem Boden Schatten spenden und so quasi wie eine Mulchschicht wirken. Daneben wachsende Pflanzen haben im Sommer also nicht so ein Problem mit Wasserverdunstung. Kapuzinerkresse ist eine Gattung in der Familie der Kapuzinerkressengewächse, in Gärten wächst besonders häufig die Große Kapuzinerkresse.

Sie wurde 2013 sogar zur Arzneipflanze des Jahres gekürt. Dieser Titel macht deutlich, wie wertvoll auch die Inhaltsstoffe der Pflanze sind. In den Blättern und Blüten ist besonders viel Benzylsenföl enthalten, das nachweislich entzündungshemmend wirkt und das Immunsystem stärkt, wie kraut&rüben berichtet. Das Senföl ist ähnlich wie beim Rettich auch für den teils scharfen Geschmack der Kapuzinerkresse verantwortlich*. So lässt sich aus ihren Blütenblättern beispielsweise leicht eine heilende Tinktur herstellen, die bei Beschwerden im Rachen zum Einsatz kommt.

Kapuzinerkressen-Tinktur: Anleitung zur Herstellung

Wer reichlich blühende Kapuzinerkresse im Beet oder auf dem Balkon hat, geht am besten direkt auf die Suche. Denn für die Kapuzinerkressen-Tinktur benötigen Gärtnerinnen und Gärtner sowohl frische als auch trockene Blüten. Daher lohnt es sich, die Blüten vor Mittag zu ernten. Es kann sein, dass sie noch etwas verschmutzt sind. Diesen Schmutz lösen Gartenfreunde am besten durch leichtes Schütteln der Blüten, aber keinesfalls mit Wasser.

Haben Gartenfreunde genügend Blüten zusammen, brauchen sie noch folgende Utensilien:

Gartenfreunde schneiden die Kapuzinerkressen-Blüten klein und befüllen die farblose Glasflasche bis zu einem Drittel. Dann geben sie den hochprozentigen Alkohol darüber, bis sie voll ist. Gärtnerinnen und Gärtner verschließen die Flasche dann und stellen sie für etwa einen Monat auf ihre Fensterbank.

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Nach vier Wochen holen sie ein Sieb und einen Trichter hervor und sieben den Inhalt in eine Glasflasche mit dunklem Glas. Die Tinktur ist dann etwa ein Jahr haltbar und sollte dreimal täglich als kleiner Shot verabreicht werden. Kinder sind von dieser Behandlung natürlich ausgenommen.

Die Kapuzinerkressen-Tinktur kann bei folgenden Krankheiten zum Einsatz kommen:

In Form von Tee oder anderen Medikamenten dient die Kapuzinerkresse auch als Grundlage bei Mitteln gegen Blasenentzündungen oder gegen Muskelschmerzen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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