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Kakis selbst anbauen: So wächst das exotische Obst auch im heimischen Garten

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Von: Mattias Nemeth

Immer mehr Menschen wünschen sich ihr Obst und Gemüse aus regionalen Bezugsquellen. Das geht leicht, denn Exoten wachsen in den heimischen Gärten, darunter auch die Kaki.

München – Die Kaki ist selbst in manchen Supermärkten noch eine richtige Exotin. Doch tatsächlich gehört sie zu der steigenden Anzahl der einstmals exotischen Obstarten, die durch spezielle Züchtungen oder Veredelungen hierzulande inzwischen problemlos wachsen. Ursprünglich stammt die Kaki aus China und gehört dort zu den ältesten Kulturpflanzen. Mittlerweile gibt es sogar kleinere Sorten, die im Topf auf dem Balkon angebaut werden können, wie zum Beispiel japanische Kakis.

Kakis selbst anbauen: So wächst das exotische Obst auch im heimischen Garten

Aber die meisten Kaki-Sorten brauchen ausreichend Platz, so können sie sechs bis acht Meter hoch und vier Meter breit werden. Haben Sie so viel Platz in der Sonne oder im Halbschatten, dann spricht nichts gegen einen solchen Baum im Garten. Für die Ernte lohnt sich der Anbau auf jeden Fall. Denn fühlt sich die Kaki wohl, dann bildet sie zahlreiche Früchte, die bis in den Dezember hinein geerntet werden können. Diese erinnern vom Aussehen her an orange Fleischtomaten. Sie haben auch eine lange Nachreifezeit und sind somit im Haus lange lagerfähig. Ihre Kerne können geröstet werden und dann als Kaffeeersatz verwendet werden.

Sind Sie nun von der Exotin begeistert und haben Sie auch ausreichend Platz auf dem Balkon oder im Garten, dann sollten Sie sich einen Kaki-Baum zulegen. Allerdings sollten Gartenfans beim Kauf darauf achten, dass es eine selbstbefruchtende Sorte ist, da ein zusätzlicher Kaki-Baum zur Befruchtung dann bei den meisten doch das Platzangebot übersteigt. Selbstbefruchtende Sorten sind zum Beispiel:

Vermehrt werden kann die Kaki durch Absenker im Frühling oder über halbreife Steckhölzer. Ansonsten funktioniert die Vermehrung auch über Veredlung.

Kaki-Bäume zur Erntezeit, ohne Blätter aber voll mit reifen, orangen Früchten. (symbolbild)
Wenn die Ernte naht, verliert die Kaki die meisten ihrer Blätter. (Symbolbild) © Imaginechina-Tuchong/Imago

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Kakis selbst anbauen: Einfache Pflege

Kakis sind recht pflegeleichte Pflanzen. Sie können in ihrer Winterruhe ausgelichtet und falls notwendig zurückgeschnitten werden. Wählen Sie den richtigen Tag je nach Wetterlage. In den folgenden Nächten sollte die Temperatur nicht unter Minus fünf Grad sinken. Der Austrieb der Blätter muss aber noch bevorstehen, wie kraut&rüben berichtet. Ansonsten brauchen sie eigentlich keine weitere Pflege. Der benötigte Winterschutz hängt von der gewählten Sorte ab. Die Winterhärte schwankt zwischen Minus 15 Grad bis Minus 23 Grad Celsius. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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