Von wegen Abfall

Kaffeesatz weiterverwerten: So nutzen Sie ihn im Garten und für Zimmerpflanzen

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Kaffeetrinker kennen das: Kaum ist die Tasse oder Kanne geleert, steht der nasse Kaffeefilter samt Kaffeesatz im Weg. Wegwerfen sollten Sie den Kaffeesatz aber nicht. Nutzen Sie ihn doch lieber in Haus und Garten.

Hamburg – Ob normale Kaffeemaschine oder Siebträger: Übrig bleibt am ende Kaffeesatz als vermeintliches Abfallprodukt. Dass Kaffeesatz aber alles andere als Müll ist, möchten wir Ihnen anhand einiger toller Verwendungsmethoden in Garten und Wohnung zeigen.

Kaffeesatz weiterverwerten: So können Sie ihn im Garten und für Zimmerpflanzen nutzen

Im Kaffeesatz stecken noch einige wertvolle Inhaltsstoffe, daher sollten Sie ihn weiterverwenden. In Haus und Garten gibt es dabei verschiedene Möglichkeiten, sei es zur Schädlingsabwehr oder als Dünger.

Folgendermaßen kann Kaffeesatz verwendet werden:

  • Schneckenschutz: Wenn im Sommer wieder das Gemüse im Beet von Schnecken gefressen wird, können Sie es mit Kaffeesatz als Barriere versuchen. Wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtet, mögen die Schnecken kein Koffein und sollten fern bleiben. Das gilt aber laut NDR nicht für alle Arten. (Schneckenschutz selbst bauen: So halten Sie die gefräßigen Tiere vom Gemüsebeet fern)
  • Gegen Wespen: Auch diese Tiere stören Gartenbesitzer vor allem im Sommer. Hierzu empfiehlt der NDR, getrockneten Kaffeesatz anzuzünden, jedoch nur draußen und auf einer nicht brennbaren Unterlage. Wespen soll der Qualm dann fern halten.
  • Als Dünger: Saure Böden mögen nicht alle Pflanzen. Aber für diejenigen, die damit klarkommen, ist Kaffeesatz der ideale Dünger. Der NDR empfiehlt ihn zum Beispiel für Gemüse wie Zucchini, Tomate oder Gurke aber auch für Hortensien. Außerdem enthält der Kaffeesatz laut NDR Stickstoff und Phosphor, was Blatt- beziehungsweise Blütenwachstum anregt. Kalium ist ebenfalls enthalten. Grundsätzlich ist Kaffeesatz also guter Dünger, der aber nicht bei Setzlingen angewandt werden sollte. (Eiswürfel-Dünger: So bereiten Sie den ungewöhnlichen Helfer aus Kompost-Tee zu)
  • Für den Kompost: Auch dabei darf Kaffeesatz verwendet werden, vorausgesetzt, er ist trocken. Denn sonst kann er schnell schimmeln. Kompost mit Kaffeesatz verwenden Gartenfreunde aber nur für Pflanzen, die es leicht sauer mögen oder das Ganze mit Kalk ausgleichen. Laut NDR wird die Verrottung aufgrund des Kaffees beschleunigt. Rosen freuen sich übrigens auch über Kaffeesatz.
  • Für Blumenerde und Gießwasser: Für die Erde empfiehlt der NDR gleiche Teile Blumenerde und Kompost sowie etwas Kaffeesatz. Auch ins Gießwasser darf Kaffeesatz. Direkt in die Zimmerpflanzen sollten Sie Kaffeepulver aber nicht geben, schwarzer Kaffee darf kalt zu gleichen Teilen mit Wasser gemischt gegossen werden. Aber nehmen Sie keinesfalls zu viel.
  • Gegen Schädlinge: In diesem Fall sollten Gartenfreunde kalten Kaffee nutzen, keinen Kaffeesatz. Mit der gleichen Menge Wasser verdünnt, soll das Gemisch gegen die Larven der Trauermücken helfen und auch gegen Blattläuse. Einen Versuch ist es wert, aber dosieren Sie sparsam. (Trauermücken: So werden Sie die Schädlinge ohne Insektizide los)

Außerdem rät der NDR zu Kaffee als Katzenabwehr für den Sandkasten. Da Kaffee für Katzen giftig ist, würden wir von dieser Methode aber dringend abraten, denn neugierige Stubentiger probieren den Kaffeesatz vielleicht doch mal oder lecken sich anschließend die Pfoten.

Was Sie mit Kaffeesatz im Haushalt sonst noch anstellen können, verrät merkur.de*. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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